Donnerstag, November 05, 2009

Alles Glück dieser Erde...




... liegt auf dem Rücken der Pferde...

Meinen Orthopäden freuts ;)

ich bin infiziert und das seit dem ich denken und halbwegs gerade laufen kann.
Es ist der Pferdevirus, den ungefähr 80% aller Mädchen in sich tragen.

Alles fing an im Dezember 1984, ich hatte einen Gutschein zum Votligieren in meinem Adventskalender. Vielleicht dachten meine Eltern, das ich nur oft genug vom Pferd fallen muß, damit sich das Thema wieder erübrigt.
Falsch gedacht.
Früh habe ich Ehrgeiz entwickelt, bin auf "Marco", dem Voltischimmel in Hörste, rumgeturnt, als ob es kein morgen gibt.
Schnell war klar: Reginchen muß in den Sattel.
Ok, dann halt auch das. Vielleicht war meinen Eltern nicht wohl bei den Gedanken, dass das kleien Lockenmädchen auf diesen riesengroßen Tieren rumhoppelt. Aber es war schon früher so: wenn ich etwas wollte, bekam ich es auch und wenn ich tagelang in den Hungerstreik gehen mußte ;)

So startete die klassische Reiterkarriere: oft runtergefallen, immer wieder aufgestiegen und schnell gemerkt, das ich mit den "Gäulen" gut kann.

Nach dem Umzug in die Lippische Einöde fand sich schnell ein Reiterhof und das dementsprechende Pflegepferd, für 50 MARK im Monat war "Cindy" fast mein eigen.
"Cindy" hat mich brav durch die erste Jugendreiterprüfung getragen, ist mein erstes Springen mit mir gegangen und hat sich mit mir auf ihrem Rücken die Wälder erbuckelt.
Aber wie es so ist, "Cindy" sollte irgendwann Mama werden, also mußte ein neues Pflegepferdchen her. Eins? Irgendwann war ich so gut, das ich viele Pflegepferde hatte. Viele habe ich vergessen, einige sind mir hängen geblieben.
Banjo, den ich selbst eingeritten habe, dem ich die Welt gezeigt und erklärt habe, der mit mir auf dem Rücken das erstemal in seinem Leben über ein Stoppelacker gallopiert ist.
Eldorado, der frisch von der Trabrennbahn kam und auf dem ich gelernt habe, das traben genauso schnell sein kann wie gallopieren.
Dann die unzähligen Russlandpferde, von denen keiner wußte, ob Sie jemals einen Reiter kennegelernt haben. Wer hats herausgefunden? Die Reiterin ohne Furcht und Tadel: ICH. Viele blaue Flecken, aber auch viel Spaß ;)

Ja und dann war da noch meine große große erste Pferdeliebe: Dublin.
Noch heute schießen mir die Tränen in die Augen, wenn ich an ihn denke.
Anfangs das störrische, vollblütige Rennwiesel mit dem ich so schwer zurechtkam.
Dublin hat mich durch dick und dünn getragen, mich zu meiner ersten Treibjagd begleitet, mich durch den ersten Geländeparcour getragen. Mit ihm habe ich ALLES erlebt, was man sich als Reitermädchen nur wünscht.
Er ist mir gefolgt wie ein Hund, neben ihm konnte ich im Stroh liegen und schlafen, ohne Angst haben zu müßen, zertrampelt zu werden.
Ja, meine große Pferdeliebe.
Und noch heute denke ich oft an ihn und frage mich, was er heute wohl macht? Mittlerweile müßte er ein Pferdeopa sein, immerhin haben wir uns vor knapp 16 Jahren kennengelernt, ich war 14, er sechs Jahre alt.

Und obwohl ich so lange nicht mehr aktiv reite, hat mich der Virus immernoch FEST im Griff.
Wird er mich jemals loslassen? Ich glaube nicht.
Und vielleicht wird IRGENDWANN mein Traum war: mein EIGENES Pferd?!!


stay tuned

Trine

Sonntag, Oktober 04, 2009

Phoenix aus der Asche??!!



Manchmal tut es ganz gut, sich zurück zu lehnen, und sein eigenes Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Fast 29, glücklich vergeben, ein toller Job, zwei tolle Hunde, eine fantastische Wohnung, hübsches Autochen vor der Tür.
Klingt gut, oder?
Finde ich auch.
Ich nehme mir manchmal einfach die Arroganz herraus, mit meinem Leben zu prahlen. Und es ist mir keinen Meter peinlich, darüber zu schreiben oder zu erzählen.
Warum soll man Glück für sich behalten und nur mit den Schicksalen hausieren gehen?
Gibt es nicht eh schon genug böse Sachen in unserem Land, auf der Welt??
Warum scheuen wir uns, einfach mal laut raus zu brüllen: " MIR GEHT ES SCHEIß GUT UND ES IST MIR EGAL, OB JEMAND NEIDISCH IST!!!!"

Vielleicht bin ich deshalb so stolz auf mein Leben, weil ich weiß, das es auch anders geht.
Vielleicht macht mich gerade diese Tatsache dankbarer und demütiger als manch einen anderen?

Und deshalb lehne ich mich mal ganz gerne zurück, betrachte mein Leben, drehe und wende es vor meinem inneren Auge und entdecke dabei, das es nicht sonderlich viel zu beanstanden gibt.
Dabei fällt mir aber auf, das man Glück manchmal lernen muß.
Ein Zustand, der einen mit Zufriedenheit erfüllt und seelig schlafen läßt und trotzdem manchmal SO schwer aushaltbar ist.

Da gibt es Tage, an denen ich nicht so recht glauben mag, das alles einfach "läuft". KEINE Katastrophe hinter der nächsten Ecke, keine Horromeldungen, NICHTs. Sondern es läuft einfach.
Ein seltsames Gefühl.
Endlich Zeit, sich auf das wesentliche im Leben konzentrieren zu dürfen.

Vielleicht hat sich so der Phönix aus der Asche gefühlt?

Auf erstanden aus der Asche und bunt und fröhlich durch die Lüfte fliegen?

Ein tolles Gefühl...

Mittwoch, Juli 22, 2009

Fleisch ist NICHT mehr mein Gemüse



Wie weit geht meine Tierliebe?

SO weit, das ich mich entschloßen habe, Fleisch von meinem Speiseplan zu streichen...

Es ist eigentlich pervers, wenn ich mir überlege, wie Fleischgeil unsere Gesellschaft geworden ist.
Einen Döner, Salamipizza und co. bekommt man an jeder Ecke. Aber was ist, wenn ich mal einen knackigen, frischen Salat essen möchte? Lange suchen ist angesagt...

Ich liebe Tiere, ich liebe Tiere sogar so sehr, das es mir Tränen in die Augen treibt, wenn ich wieder mal einen Bericht über die quälenden Tiertransporte sehe.
Um unsere Fleischeslust zu sättigen, werden Tiere quer durch Europa transportiert und da Sie ja eh sterben, denkt niemand daran, ihnen wenigstens etwas Wasser zu reichen auf der langen, Todbringenden Reise.
Wenn ich an die Kühltheken im Supermarkt gehe, lacht mich Steak, Kotelett und co. zu günstigen Preisen an, aber wo es herkommt, was für ein Tier sein Leben dafür gelassen hat, ist egal.

Fleisch ist nur noch ein Produkt, eine Ware, die jederzeit verfügbar sein muß, gerade jetzt im Sommer - Grillsaison!

Ich habe nichts gegen die Völker, die aus Rituellen Gründen, zwei, dreimal eine Ziege oder ein Schaf schlachten, um damit ihrem Glauben zu dienen o.ä.
Immerhin hatte das Tier bis dahin ein gutes Leben, wurde geehrt, gefüttert und durfte frei herrum springen.

Aber wir Mitteleuropäer wollen jeden Tag Fleisch, 365Tage im Jahr und das möglichst billig.

Nein, das mache ich nicht mehr mit und ich vermisse weder meine heißgeliebte Currywurst, noch den Weihnachtsbraten oder das Grillfleisch.

Man muß sich mal vor Augen halten, das jährlich über 360Mil. Tiere quer durch die EU transportiert werden, unter schlimmsten Bedingungen.

Die PETA hat Recht, wenn sie fragt: "Wie schlau muß ein Tier eigentlich noch werden, das auch seine Rechte geschützt werden??"
Ja klar, die kleinen Lämmchen auf der Wiese sehen zuckersüß aus, aber da denkt keiner mehr dran, wenn Sie lecker angerichtet auf dem Teller liegen...

Aber es geht noch weiter, mit dem "Tierischen Wahnsinn".

Um die Nachfrage nach "Rassehunden" zu stillen, werden Modehunde (z.B. Labrador, Chihuahua, Shepherds, Border Collies, etc.) aus dem Ostblock oder noch schlimmer: aus Afrika zu billigsten Tarifen "eingeschifft" um Sie hier gewinnbringend zu verkaufen! Oder gern genommen auch die Anzeigen aus dem heißen Draht: Modehunde zu günstigen Preisen.
Klar, verlockendes Angebot!! Warum 800-1000€ zahlen, wenns auch für 400€ geht? Is ja egal, ob der Hund Genetisch defekt ist, weder geimpft, gechipt oder sonst was ist, die Fehe einen Wurf nach dem nächsten "produzieren" muß, HAUPTSACHE man hat das neueste Modeaccessoir bei sich!
Das die Tierheime voll sitzen ist dabei egal...

Aber solange wir Menschen egoistisch genug sind, nur UNSERE Bedürfnisse zu stillen, wird sich nie etwas ändern...

Nun gibt es Stimmen die sagen: "In Afrika verhungern die Kinder, was interessieren mich die Tiere??"
Schlimm, sehr schlimm, das Menschen Leid ertragen müßen, aber auch Tiere gehören zu unserem Planeten! Und die haben eine weitaus geringere Lobby als manch ein Volkesstamm, oder manch ein Mensch!

Ich habe mich entschieden, gerne auch mal knapp 3€ für eine Packung Eier zu bezahlen, wenn ich die Gewissheit habe, das die Hühner, die die Eier produziert haben, ECHTEN Rasen oder Sand unter den Krallen hatten und NCIHT auf 50x50 cm ihr dasein fristen mußten...
Und nein, ich werde sicherlich keine Veganerin, Ungesund und sinnlos, aber wenn wir alle anfangen, unser Verhalten Tieren gegenüber zu überdenken und nur ein klein wenig bewußter mit ihnen und deren umfeld umgehen, ist ALLEN ein Stück weit geholfen!!!





http://www.tierrechtsfilme.at/langfilme/huehnermaststory/huehnermaststory.htm

http://www.homepage4all.de/hundevermehrer/index.htm


Guten Hunger und viel Spaß beim "Welpenkauf"...


Stay tuned

Trine*

Sonntag, Juni 07, 2009

Als ob die Welt kurz stehen bleibt - man reiche mir Stift und Papier...


Ich sitze hier in meiner Ferienwohnung, mitten im tiefsten Sauerland.

Um mich herum nichts als Wald, Bäume, Felder, Wiesen, paar Kühe hier, paar Pferde dort und vor meinem Fenster tanzen die Regentropfen.

Es riecht irgendwie nach Herbst, obwohl es fast Sommer ist.

Für einen Moment habe ich das Gefühl, das die Welt anhält, damit ich durchatmen kann.

Ich genieße den Duft. Ich spüre den Regen auf meiner Haut. Es ist still, nur ein Esel vom Nachbarhof schreit sein Konzert in die Natur.

Was er wohl mitzuteilen hat?

Es ist, als ob ich in einer ganz andere Welt wäre.

Kein Telefon, kein Internet, der Fernseher schweigt auch.

Kein Straßenlärm, keine Straßenbahn, keine Menschen.

Ich genieße die Ruhe, atme durch, liege rum und beobachte vorbeiziehende Wolken und bin ganz allein mit mir und meinen Gedanken.

Ich merke, wie die Ruhe immer wieder in meinen Ohren dröhnt, es fällt mir schwer, mich an NICHTS zu gewöhnen, probiere die ersten Tage, ob mein W-Lan nicht irgendein Netz entdeckt. Nichts. Keine Emails, kein Myspace, kein Internet.

Wie befreiend. Ich kann eins werden mit der Natur, falle nicht wirklich auf, da ich auf leisen Sohlen durch den Wald laufe, kaum eine Spur hinterlasse. Mit etwas Glück treffe ich Stundenlang keine Menschenseele und es ist SO einsam, das ich fast Angst bekomme, tatsächlich in einer anderen Welt zu sein.

Als ich gestern in der nächsten kleinen Stadt war, um beim Bäcker einzukaufen, war ich fast erschlagen. Autos, Menschen, halbwegs belebte Straßen. Ich freue mich, jetzt wieder in der Stille zu sein, reiße mich zusammen, das Radio aus zu lassen.

Wie Lärm-verwöhnt ich doch bin. Habe den ganzen Tag Rund-um-die-Uhr Beschallung, Kontakt zu anderen Menschen, mein Handy brennt in meiner Tasche, die Zeitung liegt auf dem Tisch.

Ich überlege mir, ob ein einsames Leben im Wald wünschens- und erstrebendwert wäre?

Am Ende stelle ich fest, das ich durch und durch zivilisiert bin, schalte das Radio an, versuche erneut ein Netz zu finden (ohne Erfolg) und schalte mein Handy wieder ein. Allein die Tatsache, dass ich mit Laptop in Urlaub fahre, spricht für sich…

Die Welt hat sich weitergedreht und ich will mich mitdrehen…



Da schreibe ich über alle möglichen Dinge, die mich und mein Leben bewegen und habe nicht eine Zeile über die geschrieben, die mein Leben tagtäglich beeinflussen.

Loki und Alf!

Ich wache morgens auf und schaue zuerst, ob im Körbchen alles ok ist.

Ok, Alf schnarcht noch und Loki schaut mich schwanzwedelnd an.

Ich weiß was als nächstes kommt: eine stürmische, jeden Morgen wiederkehrende Begrüßung – manchmal etwas ZU sabberig für meinen Geschmack.

Es scheint, als ob Loki jeden Morgen aufs neue ein Fass aufmacht, das Sie wieder wach wird und DAS auch noch in unseren Vier Wänden!!

Alf schnarcht im übrigen immer noch. Den muss ich morgens zwei mal bitten, die Hundeaugen aufzuschlagen, verwöhnte Diva halt ;)

Nachdem ICH meinen Kaffe hatte, Loki die Wohnung inspiziert hat und Alf IMMERNOCH im Körbchen liegt, vielleicht allmählich drüber nachdenkt, die zarten Alf-Glieder zu strecken, begeben wir uns auf die allmorgendliche Erkundungstour durchs Viertel.

Alf und Loki lesen die Hundezeitung (in Form von neuen Duftmarken am Straßenrand) und ich rauche müde meine Zigarette und will zurück ins Bett.

Jeden morgen das gleiche…

Manch einer sagt, die Arbeit bestimmt den Lebensrythmus.

Bei mir sind es die beiden verrückten Fellnasen.

Ich muss einiges zurückstecken, bin eher unspontan was schnelle Unternehmungen angeht, kann nicht einfach grad mal paar Tage wegfahren, werde oft schief angeguckt, denn ZWEI Hunde zu halten, grenzt ja schon an Asisozialität (im übrigen genau so, wie mehrere Kinder zu haben – sagen zumindest meine Nachbarn…ICH schüttle über solche Aussagen nur müde den Kopf…).

Ist mir aber alles wump-schnurz-piep-egal!! Denn diese beiden Viecher geben mir mehr zurück, als manch ein Mensch es jemals könnte.

Sicher habe ich Arbeit mit den Hunden, Sie kosten Geld, Steuern, Futter, Tierarzt. Aber ich habe zuhause kostenlose Psychologen rumliegen, die mir IMMER zu hören, mich treu anschauen. Ihr weiches Fell fühlt sich unter meinen Fingern an wie Samt und Seide, was mir ein Wohlgefühl bereitet. Sie fangen jede meiner Stimmungen auf, wenn ich fröhlich bin, kaspern die beiden – besonders Alf – Stundenlang mit mir rum, wenn ich traurig bin, legt Loki ihre graue Hundeschnauze auf mein Bein, als ob Sie sagen wollte:“ Wird schon wieder Frauchen, die Welt dreht sich weiter!!“

Wenn ich mal nicht weiter weiß, schnappe ich die beiden, gehe Stundenlang durch den Wald, atme durch und die Welt erscheint mir klarer. Ich lerne tolle Leute durch die Hunde kennen, denn wer Kinder oder/ und Hunde hat, hat IMMER was zu erzählen.

Die beiden machen keinen Unterschied zwischen Alt&Jung, arm und reich, Sie merken wer gut oder böse ist, aber ansonsten lieben Sie jeden, der ihnen ein Leckerchen oder eine Streicheleinheit gibt.

Hunde machen einem keine Vorwürfe, wenn man mal wieder länger gearbeitet hat, oder schlechte Laune hat, unausgeschlafen ist, Sie sind Freund in guten und in schlechten Zeiten!

Natürlich MUß ich bei Wind und Wetter raus, egal wie ich mich fühle. Und gerade DAS hat mich recht gesund durch den Winter gebracht.

Selbst auf der Arbeit sind die beiden ein Highlight für manch eine alte Dame oder Herrn.

Wenn Alf seine Kunststücke macht und Loki schmusend zu Füßen der Leute liegt, strahlen die Gesichter und alle Sorgen sind für einen Moment vergessen.

JA, ich liebe meine Hunde, ich würde Sie niemals für alles Geld der Welt eintauschen, denn Sie lieben mich und geben mir mehr, als man mit Geld bezahlen könnte. Dafür nehme ich auch einige Einschränkungen in Kauf.

Denn schon Heinz Rühmann, ein bekennender Dackelfan, sagte:

„Ein Leben ohne Hunde wäre möglich, aber Sinnlos!“

Und somit ziehe ich meinen Regenparka an, schnappe mir Leine und Halsband und verschwinde mit meinen Vierbeinigen Freunden in den Wald!!

Gibt es ein schöneres Hobbie?

NEIN!!



Sonntag, Mai 17, 2009

Die Rolle, die uns gegeben ist...





Es ist spät und ich sitze schlaflos vor dem Fernseher.
Beim zappen bin ich bei MTV hängen geblieben.
Die Mischung aus Nirvanas verstörender Unplugged Session und dem noch mehr verstörenden Film, denn ich zuvor gesehen habe, lassen mich nachdenklich sein.

Beim erst mal, als ich Nirvana Unplugged bei MTV sah, war ich fast 13. Und die Faszination hat nicht nachgelassen.

Damals hatte ich zottelige Locken, hier und da ne Dreadlock.
Ich war mir noch nicht ganz sicher, welche Rolle ich spielen wollte. Auf der einen Seite war ich das kleine Reitermädel, den ganzen Tag auf dem Pferderücken, am Wochenende hab ich mit meiner Clique rumgehangen und wir haben den Grunge Göttern gehuldigt... Und wollten UNBEDINGT sein wie sie!!

Nun, 15 Jahre später, sitze ich hier und höre die gleiche Musik, bin aber ein andere Mensch.
Ich gehe meiner Arbeit nach, bin (irgendwie) erwachsen geworden und überlege, wie Kurt heute wohl aussehen würde...
Würde er immer noch tiefgreifende Musik schreiben? Hätte er immernoch zottelige Haare? Oder wäre er ein ganz "normaler" Mensch, der mal berühmt war?

Jetzt ist er unsterblich, durch seine Musik, aber vorallem durch die Dramatik und das Schicksal, was man mit ihm verbindet.
Welche Rolle hätte er jetzt?
Welche Rolle habe ich jetzt?

Ich wünsche mir gerade, wieder zottelige Haare zu haben, wieder im Flanellhemd rumzulaufen und wieder Unsinn bauen zu können, ohne das es schwerwiegende Folgen haben könnte...

Irgendwann ist wohl das Alter erreicht, wo man sich in eine bestimmte Rolle eingefügt hat und diese dann auch gefälligst zu erfüllen hat.
Wump - festgelegt. Ausbruchsicher!!

Was würden wohl meine Kollegen und meine Familie sagen, wenn ich mich auf einmal komplett umkrempel?
Anstatt sauberer Turnschuhe wieder veranzte Chucks, zottelige Haare anstatt geschnittener Locken. Zerissene Jeans, alles in allem weniger erwachsen und "Gesellschaftsfähig" und der Norm angepasst als jetzt? Hätte ich immernoch den beruflichen Erfolg, den ich jetzt habe? Wäre ich immernoch so anerkannt und beliebt?

Wirklich Ausbruchsicher?
Würde ich es auf ein Experiment ankommen lassen?

Ich glaube nicht, ZU Ausbruchsicher ist alles was ich bis hierhin geschafft habe.
Oder ist es doch nur Weiterentwicklung auf kleinem Niveau, das streben nach mehr, aber verhindert durch die uns allen auferlegte Rolle? Und wie sehr gewöhnt man sich ein sein ICH? Wieviel Zeit, Geld und Kraft hat man bis dato in sich selber investiert um SO zu sein?

Ich komme zu dem Schluß, das es nicht komplett Ausbruchsicher ist, sondern jeder einzelne in kleinen Raten ausbricht.
Bewundert (oder halt belästert) sind nur diejenigen, die nicht den Ratenkauf wählen, sondern in einem Batzen komplett bezahlen und den Ausbruch wagen!!!!

Respekt


Stay tuned

Trine*

Montag, Mai 04, 2009

Life`s boring - and there`s nothing we can do


Langeweile macht sich breit...

Da bin ich den ganzen Tag damit beschäftig, mein Leben mit Aufgaben zu füllen, mich zu beschäftigen, morgens den Hintern hoch zu bekommen, mich für die Arbeit herzurichten, meine Pflichten und Aufgaben zu erfüllen und einfach nur Mensch zu sein und trotzdem überkommt mich die große Langeweile.

Vieles ist so unglaublich selbstverständlich geworden im Leben.
Ich drehe am Wasserkran und das Wasser fließt, ganz nach meinem geschmack, heiß oder kalt heraus. Habe ich in den letzten 20 Jahren nur einmal hinterfragt, welche kleinen Kobolde es überhaupt ermöglichen, dass das Wasser heiß oder kalt fließt?
Wann habe ich mir das letzte mal Gedanken gemacht, wie eine Ampel funktioniert? Habe ich mir überhaupt JEMALS Gedanken über eine Ampel gemacht?

Der Alltag bietet uns ab einem bestimmten Punkt fast nur noch selbstverständlichkeiten, wir nehmen sie hin, hinterfragen Sie nicht mehr und: langweilen uns...

Ja, so geht mir gerade. Ich empfinde Abgrundtiefe Langeweile. Zumindest ganz akut.

Vielleicht gehe ich in ein paar Stunden wieder raus und sehe mir die Strassenbeleuchtung an und frage mich: wer hat die Laternen angezündet?

Wir sind Reizüberflutet, das ist ein Faktum.
Was tun gegen Reizüberflutung?
Ausbrechen!

stay tuned

Trine*

Freitag, April 17, 2009

Wie bei Muttern




Die ersten zehn Jahre bringt man damit zu, Mama alles recht zu machen, damit man geschmust und geherzt wird.
Die nächsten sieben Jahre läßt man sich auf nichts mehr ein, was von Mutti kommt, denn alles ist richtig scheiße.
Widerrum die nächsten vier Jahre arrangiert man sich mit selbiger, denn Sie kann einem wichtige Tipps fürs Allein wohnen und überleben verraten, arrangieren heißt aber nicht heiß und innig lieben ;)
Von 21 bis 28 stellt man fest, das man immer mehr wie seine Mutter wird, will dies aber nicht wahrhaben und wehrt sich vehement dagegen. Genau das führt ebenrum dazu, das man NOCH mehr wie Mutti wird.

Am Ende kommt der Spruch von Papa:" Du bist wie deine Mutter"

Hallelujaa

Donnerstag, Februar 19, 2009

Liebe ist...






Liebe ist Schmerz

Liebe ist Glück

Liebe ist rosa, manchmal schwarz

Liebe ist unfassbar

Liebe fließt

Liebe ist dürfen, können, aber nicht müssen

Liebe ist zucker und Sahne, manchmal auch bitteres Gift

Liebe ist ein zarter Hauch

Liebe ist ein Sturm

Lieb ist vertrauen

Liebe ist zusammen sein

Liebe ist grausam

Liebe ist ist watteweich

Liebe ist ein wärmendes Kissen auf dem man ruhen kann

Liebe ist Kraft

Liebe ist feuerrot

Liebe ist meeeeeeeeeeeeeeehr

Liebe ist unbegreiflich

Liebe ist manchmal traurig

Liebe ist tanzend

Liebe ist inspirierend

Liebe ist stark

Liebe ist Gemeinsamkeit

Liebe ist manchmal baluäugig, manchmal blind

Liebe ist unter einem Dach, manchmal aber auch weit weit weg

Liebe ist JETZT und sofort

Liebe ist Fürsorglich

Liebe kann Ketten sprengen und Brücken bauen



Liebe ist der einzig wahre Moment, wenn ich morgens die Augen aufschlage und DICH sehe!!!

DANKE!!!

Liebe bist DU!

Montag, Dezember 22, 2008

Ein übermächtiger Gegner...




Meine Arbeit macht mir Spaß.
Ich lerne Menschen kennen, die ich ohne meinen Job niemals kennengelernt hätte.
Lache und weine mit ihnen.
Helfe ihnen und unterstütze Sie.
Sie wachsen mir ans Herz und ich teile ihr Leben mit meinem und Meins mit ihrem.
Teilweise wissen manche meiner Kunden mehr über mich, als manch ein Freund oder Nachbar.
Diese Menschen gehören einfach zu meinem Leben und ich freue und ärgere mich über Sie, mit ihnen und bei ihnen.

Aber es gibt etwas, was mir meinen Job vermiest.
Eine Tatsache, die mir gerade in der Weihnachtszeit, aber auch sonst, einfach nicht angenehmer wird:
Die Nachricht: "Herr/ Frau Xyz ist verstorben"

Jedesmal ein Schlag ins Gesicht mit einem eiskalten Waschlappen, eine Nachricht, die nachhallt...

Und jedes mal müßen wir uns geschlagen geben.
Wir, meine Kollegen und ich, haben ALLES Menschenmögliche in Bewegung gesetzt, das der/ die Kundin/ Kunde/ Patientin/ Patient ein würdiges Leben in den eigenen Vier Wänden, bei der eigenen Familie hat und sich wohlfühlt.
Wir führen Gespräche mit Ärzten, Behörden, Angehörigen, leiern Anträge und Pflegematerialien an und arbeiten rund um die Uhr.
Und trotzdem geschieht das unausweichliche:
gegen den Tod sind wir machtlos.
Und es ist ungerecht...

Gerade habe ich mit meiner gesamten Familie den 4. Advent verbracht. Wir haben gut gegessen, zusammen gelacht und gespaßt. Und ich habe noch die vielen schönen Momente im Kopf, aber sie werden zunichte gemacht.
Denn es gibt eine Familie mehr auf dieser Welt, für die es die schlimmsten Weihnachten sein wird.

Nein, meine Arbeit macht nicht immer Spaß...

Dienstag, Dezember 02, 2008

Allein Allein



Was ist allein sein?
Kann man allein sein in Worte fassen? Messen? Bestimmen?
Gibt es Unterschiede in der Qualität des allein seins?
Ist es gut?
Ist es schlecht?

Manch einem macht es Angst.
Ein anderer widerrum fühlt sich alleine wohl.
Eine Mutter von 3 Kindern genießt die Minuten, die Sie mal für sich hat.
Die Frau, die eine Wochenendbeziehung führt, hasst das allein sein.

Allein sein kann erholsam sein.
Es kann krank machen.
Es kann Kreativität fördern.
Es kann aber auch die Gedanken hemmen.
Man kann dabei verrückt werden oder sein größtes Glück finden.
Es kann die Erfüllung aller Wünsche sein oder die größte vorstellbare Strafe.

Und was bedeutet allein sein nun?

DAS sieht wohl jeder anders.
Ist man Berufstätig, wünscht man sich wohl manches mal, nach einem stressigen, schnellen, lauten Alltag nichts mehr, als die Stille eines endlosesn Waldes oder die einsame Weite der Prärie.
Wächst man in einem kleinen Dorf auf, wo nichts weiter passiert, als das zwei mal die Woche der Bäckerwagen kommt und der Bus nur sporadisch hält, wünscht man sich nichts sehnlicher als die Fülle und Unordung einer Großstadt, in der man niemals allein ist.

Niemals? Stimmt das?
Ist man nicht gerade in der Anonymität einer großen Stadt manchmal einsamer als jemals zuvor?

Und selbst, wenn man Bett, Stuhl, Sofa und Tisch mit Familie, Partner und Kindern teilt, kann man sich nicht trotzdem einsam fühlen?


Allein Allein??!!??

Mittwoch, November 26, 2008

Eine Geschichte, fast wie aus dem Neandertal




Das man es als Frau nicht immer so ganz einfach hat, ist ja bekannt.
Man hat Haarkrisen, bekommt seine Tage (und das manchmal echt schmerzhaft), die Hormone schwanken, ab Mitte 40 fängt alles an zu hängen, was vorher noch fröhlich stand und überhaupt ist es als Mädchen echt kein Zuckerschlecken im Leben.

Trotzdem entscheidet sich fast jede Frau dazu, sich im Laufe der Jahre einen zweibeinigen Mitbewohner zuzulegen, in der Regel - und so soll es sein- aus tiefer und inniger Liebe.

Aber da gibt es einen Punkt, der in nahezu 99,9% der intergeschlechtlichen Haushalte verdammt verkehrt läuft: und zwar der Sinn für Ordnung, der Sinn für das Detail.

Sie: räumt zwischen Zähne putzen, anziehen und stylen noch schnell die Wäsche ein, nebenher kontrolliert Sie die noch feuchte Wäsche auf der Leine UND schafft es auch noch sich einen Tee zu kochen und geht dann zur Arbeit

Er: quält sich in letzter Minute aus dem Bett, rauscht unter die Dusche und verschwindet zur Arbeit.

Sie: versorgt vor und nach der Arbeit im Multitasking Modus Haus Hof und Hund, erledigt Einkäufe, plant die Woche, überlegt womit Sie dem Mann Essens- und Gemütlichkeitstechnisch eine Freude machen kann, während Sie - OHNE zu murren - seine liegen gebliebene Wäsche wegräumt, sotiert und zusammenlegt.

Er: kommt nach getaner Arbeit in ein sorgsam gehütetes Haus und fröhnt der deutschen Fernseh und Multimedia Kultur.

Und: IHN stört der "Junggesellenmodus" nicht, den er in kürzester Zeit quer durch ihr Leben und die gemeinsame Wohnung verstreut hat.
IHR dagegen ist es wichtig ein wohlgepflegtes Nest zu hüten, in dem bei Bedarf Junge großgezogen werden können oder evtl. auch mal die vorher nur kurz angekündigte Freundin zu Besuch kommen kann - denn ihr will ja nicht nachgesagt werden, das SIE eine schlechte Hausfrau ist und ihr Nest Chaotisch ist, weil ER noch im Junggesellen Modus lebt.

Aber ist es nicht eigentlich der Anspruch JEDEN Paares, in einem gepflegten Nest zu leben? Oder verweilt ER bis ans Ende aller Tage im Junggesellenmodus?
Noch wichtiger die Frage: Sind Männer und Frauen überhaupt zum Zusammenleben geschaffen?
Oder sollte man es doch wieder besser so machen wie in der Steinzeit: Frau Neandertal hütet die kleinen Neandertaler, pflegt die Neandertal Höhle (denn Dreck zieht wilde Tiere an!!!!) und Herr Neandertal ist ausschließlich für die Jagd verantwortlich.

Hm, ja, aber HALLO?!!! Wo ist denn dann die Gleichberechtigung geblieben? Denn immerhin ist die Frau Neandertal der Neuzeit genauso auf der Jagd, und das Tag für Tag, wie der moderne Herr Neandertal.

Feldversuche bestätigen mir, das irgendwie immer noch Steinzeitliche Zustände in den modernen Wohnhöhlen herrschen.

Also mache ich mich Axt schwingend auf den Weg und versuche Herrn Neandertal begreiflich zu machen, das auch ER für die Höhlenpflege zuständig ist, denn Frau Neandertal hat täglich mit Säbelzahntigern zu kämpfen. Und was haben wir vorhin gelernt? Dreck in der Höhle lockt Raubtiere an ;))

Fazit: am Ende ist doch mal wieder nur die Evolution schuld....


Saty tuned

Trine*

Montag, November 24, 2008

Vom älter werden



Da bin ich wieder!

Lange Zeit war mein Kopf leer, vielleicht auch voll und ich war mit anderen Dingen beschäftigt, als meinen Blog sinnvoll zu füllen...

Älter werden...
Was bedeutet das eigentlich?
Mal abgesehen von der Tatsache, das der Körper abbaut, langsam gebrechlicher wird, die ein oder andere Kriegsverletzung davon trägt, heißt älter werden doch eigentlich, das man "besser" wird, oder?
Ich sehe das so wie eine Flasche guten Wein. Der muß lange lagern, reifen, hin und wieder wird er vom Kellermeister mal gedreht in seiner Flasche, aber am Ende hat der gute Tropfen eine Menge Zeit darauf verwendet, zu reifen und seinen ganz eigenen Geschmack zu bilden.

Und so ist es doch im Alltag eigentlich auch, oder? Vielleicht haben wir nicht die nötige Ruhe und Zeit uns gemütlich hinzusetzen und zu reifen, aber alles, was wir erleben, was wir tun und gestalten, bringt uns weiter nach vorne. Jeder Tag ist eine neue Aufgabe, der wir uns stellen.
Sei es so etwas lapidares wie ein neues Kochrezept auszuprobieren, oder sich höheren Aufgaben zu stellen.
Am Ende sitzen wir da und können uns ( mal mehr, mal weniger) auf die Schulter klopfen und sagen: "Ich habe es geschafft!"
Und was hat das nun mit dem Älter werden zu tun?

Ich habe mir mal die Zeit genommen, meinen Blog durchzulesen. Viele Einträge sind zu einer Zeit entstanden, in der ich wild und rastlos war, mir die Hörner abstoßen wollte und viel viel viel erleben wollte. Kaum drei Jahre her und trotzdem so weit weg. Und so mancher Eintrag läßt mich schmunzeln, mancher läßt mich auch nachdenklich werden, ein anderer macht mich vielleicht traurig. Aber trotz alledem kann ich eine Veränderung feststellen: ich bin älter geworden, ich bin erwachsener geworden.
Und so geht es doch uns allen, oder?
Nehmt Euch doch mal ein Fotoalbum, schaut Euch Bilder an, die vielleicht drei, vier Jahre alt sind. Denkt an die Situation zurück, in der das Bild entstanden ist...
Und dann betrachtet Euren jetztigen Standort. Was stellt ihr fest?

Ich bewunder immerwieder den ein oder die andere Kundin von mir. Mit welch stoischer Ruhe und Gelassenheit sie ihren Alltag meistern, trotz des ein oder anderen Rückschlags in ihrem Leben. Bewundernswert, oder nicht?!
Und das ist für mich das faszinierende am altern: aus der Summe aller Erlebnisse, auch der Negativen, entwickelt man eine gewisse Ruhe und Weisheit, die wir jungen Hüpfer erstmal schwer erarbeiten müßen!!

Mein Fazit? Ich habe keine Angst vor dem Alt werden, ich habe nur Angst davor alleine alt werden zu müßen, in einer Gesellschaft, in der Alter nichts wert ist und nur der hip und toll ist, der Botoxgestrafft durch die Welt läuft. Nein Danke. Nichts für mich!!

Somit möchte ich erst einmal Schluß machen

Stay tuned

Trine

Donnerstag, September 20, 2007

Alles schön?


Heute saß ich in der Bahn, fuhr von A nach B und es stieg in Päärchen zu. Ich betrachtete die beiden genauer und machte mir so meine Gedanken zum Thema "schön sein". Die beiden gehörten ganz Augenscheinlich zu der Gattung Mensch, die nicht unbedingt durch Schönheit gezeichnet waren. ER, eher untersetzt und klein, Bürstenschnitt, Boxernase, schmale Lippen und finster drein blickende Augen. Fröhlich schauen war heute wohl ausverkauft... SIE, die Blondierung hatte ein gefährliches Außmaß an herauswachsen angenommen, schlecht geschminkt, viel zu grell und dunkel, schlechte Zähne und schiefes lachen. Ich kann nicht sagen, ob die beiden Glücklich sind in ihrem Leben, das konnte ich in diesem Ausschnitt nicht erkennen, nur SCHÖN waren sie beide nicht.
Aber was ist Schönheit schon? Manchmal habe ich das Gefühl, das in unserer heutigen Gesellschaft Schönheit alles bedeutet. Von den Medien wird uns vorgelebt, welche Körpermaße wir haben sollten, damit wir ein geiles Leben haben. Fehlen uns die Traummaße, sollten wir uns schleunigst unters Messer begeben, damit wir HINTERHER ein geiles Leben führen können.
Wie verflucht oberflächlich ist unsere Welt doch geworden. Bei den kleinsten Dingen fällt mir immerwieder auf, wie sehr sich unser denken verändert hat und ich schließe mich traurigerweise nicht davon aus. Auch ich betrachte lieber einen schönen Menschen, mit nahezu Idealmaßen, als einen kleinen dicken, krumm und schiefen mit Glatze und schiefen Beinen.
Es erschreckt mich, denn in frühen Jugendjahren habe ich mir mal auf mein Fähnchen geschrieben, das ich mich keinen Oberflächlichkeiten hingeben will. Aber was tue ich jeden Morgen? Ich stehe vor dem Spiegel, trage Make up auf, tusche mir die Wimpern und style meine Haare. SO lange, bis ich mich für weggehtauglich befinde, weggehtauglich im Sinne des Gesellschaftsanspruches an Schönheit.
Ich wage mal zu behaupten, das es der liebe Gott und die Gene meiner Eltern recht gut mit mir gemeint haben, ich sehe wohl nicht allzu schlecht aus. Welch Glück, halbwegs dem gängigen Schönheitsideal zu entsprechen, auch wenn mein kleiner Speckbauch sicherlich keine Modelqualitäten vorweist.
Aber was tut man nur, wenn weder Make up, Wimperntusche und co helfen, die offensichtlichen Makel zu verbergen? Ist das Leben deshalb ungeiler? Ist man deshalb gleich ein schlechterer Mensch?
Laut unserer Gesellschaft JA! Aktuelle Studien zeigen, das schöne Menschen durchschnittlich mehr Geld verdienen und in besser gestellten Positionen arbeiten. Angeblich sind gutaussehende Menschen glücklicher! Ist das so? Und wer gibt schon gerne von sich selber zu, das er häßlich ist? Und WAS ist überhaupt häßlich? Liegt Schönheit nicht immernoch im Sinne des Betrachters? Meine Katze zum Beispiel: Sie hat einen struppigen Hängebauch und ist (Charakterlich gesehen) ein wirkliches Miststück. Trotzdem finde ich Sie wunderschön. Ich liebe ihre weiße kleine Stupsnase und die Art und Weise, wie Sie sich Abends auf dem Sofa an mich kuschelt

Fazit:
Leider leider verkommt unsere Gesellschaft immer mehr zur Oberflächlichkeit, was mich nicht gerade glücklich macht.
Ich für meinen Teil werde trotzdem weiterhin versuchen, HINTER das Gesicht zu schauen, denn auf seine ganz persönliche Art ist doch JEDER Mensch irgendwie schön, oder??

Stay tuned

Trine*

Mittwoch, September 19, 2007

Mein neuer Freund


Ich möchte heute mal von meinem neuen Freund erzählen. Nein nein, nicht von dem 2, 06m großen, gutaussehnden, sondern von dem 80cm kleinen, quadratischen.
Ja, wir führen eine Symbiotische Beziehung zueinander, wir begleiten uns quasi überall hin, er verschafft mir Raum und Platz für mein Hab und Gut, welches ich auf Reisen benötige, als Dankeschön dafür führe ich ihn Gassi und zeige ihm die große weite Welt (vornehmlich Köln*gg*)
Und was wir nicht alles miteinander erleben. Gerne fahren wir zusammen Zug, überwiegend am Wochenende. Wildfremde Menschen treten meinen kleinen Schatz, stoßen ihn beiseite und mir wird Angst und Bange, das ihm etwas ernstes passieren könnte - was würde ich nur ohne ihn tun? Ein neuer würde nicht in Frage kommen, Gott bewahre. Wir gehören zueinander wie die Butter zum Brot!
Und was haben wir nicht schon Kämpfe miteinander ausgefochten, die Momente in denen ich Donnerstag Abends meine schmalen Kleidungsstücke in ihn betten wollte und er sich ziert wie eine Dame bei Hofe. Auf einmal hat er Minderwertigkeitskomplexe, weil er kein Samsonite ist, auf einmal will er keinen Platz mehr bieten, tut so, als ob der Reißverschluß klemmen würde. Aber nicht mit mir.
Aber spätestens am Freitag Mittag, wenn wir uns zweiwöchentlich auf dem Weg zum Bielefelder Bahnhof machen, sind wir wieder versöhnt. Dann genießt er die frische Luft und das bunte Treiben auf dem Bahngleis...

JA, wir zwei gehören zusammen :)))))

Stay tuned

Trine*

Samstag, September 15, 2007

Der schwache Elefant


Ich bin in einem Forum über folgende Geschichte gestolpert, die mich sehr nachdenklich gemacht hat. Bitteschön:


Als ich ein kleiner Junge war, war ich vollkommen vom Zirkus fasziniert, am meisten gefiel mir die Tiere. Vor allem der Elefant hatte es mir angetan. Wie ich später erfuhr, ist es das Lieblingstier vieler Kinder. Während der Zirkusvorstellung stellte das riesige Tier sein ungeheures Gewicht, seine eindrucksvolle Größe und seine Kraft zur Schau. Nach der Vorstellung aber auch in der Zeit bis kurz vor seinem Auftritt blieb der Elefant immer am Fuße an einem kleinen Pflock angekettet.
Der Pflock war allerdings nichts weiter als ein winziges Stück Holz, das kaum ein paar Zentimeter tief in der Erde steckte. Und obwohl die Kette mächtig und schwer war, stand für mich ganz außer Zweifel, dass ein Tier, das die Kraft hatte, einen Baum mitsamt den Wurzel auszureißen, sich mit Leichtigkeit von einem solchen Pflock befreien und fliehen konnte.
Dieses Rätsel beschäftigt mich bis heute.
Was hält ihn zurück?
Warum macht er sich nicht auf und davon?
Als Sechs- oder Siebenjähriger vertraute ich noch auf die Weisheit der Erwachsenen. Also fragte ich einen Lehrer, einen Vater oder Onkel nach dem Rätsel des Elefanten. Einige von ihnen erklärte mir, der Elefant mache sich nicht aus dem Staub, weil er dressiert sei.
Meine nächste Frage lag auf der Hand: `Und wenn er dressiert ist, warum muß er dann noch angekettet werden?`
Ich erinnere mich nicht, je eine schlüssige Antwort darauf bekommen zu haben. Mit der Zeit vergaß ich das Rätsel um den Elefanten und erinnerte mich nur dann wieder daran, wenn ich auf andere Menschen traf, die sich diese Frage irgendwann auch schon einmal gestellt hatten.
Vor einigen Jahren fand ich heraus, dass zu meinem Glück doch schon jemand weise gewesen war, die Antwort auf die Frage zu finden:

Der Zirkuselefant flieht nicht, weil er schon seit frühester Kindheit an einem solchen Pflock gekettet ist.

Ich schloss die Augen und stellte mir den wehrlosen neugeborenen Elefanten am Pflock vor. Ich war mir sicher, dass er in diesem Moment schubst, zieht und schwitzt und sich zu befreien versucht. Und trotz aller Anstrengung gelingt es ihm nicht, weil dieser Pflock zu fest in der Erde steckt.
Ich stellte mir vor, dass er erschöpft ein schläft und es am nächsten Tag gleich wieder probiert, und am nächsten Tag wieder, am nächsten ... Bis eines Tages, das Tier seine Ohnmacht akzeptiert und sich in sein Schicksal fügt.
Dieser riesige, mächtige Elefant, den wir aus dem Zirkus kennen, flieht nicht, weil der Ärmste glaubt, dass er es nicht kann.
Allzu tief hat sich die Erinnerung daran, wie ohnmächtig er sich kurz nach der Geburt gefühtl hat, in sen Gedächtnis eingebrannt.
Und das Schlimme dabei ist, dass er diese Erinnerung nie wieder ernsthaft hinterfragt hat.
Nie wieder hat er versucht, seine Kraft auf die Probe zu stellen.

Uns allen geht es ein bisschen so wie diesem Zirkuselefant: Wir bewegen uns in der Welt, als wären wir an Hunderte von Pflöcken gekettet.
Wir glauben, einen ganzen Haufen Dinge nicht zu können, bloß weil wir sie ein einziges Mal, vor sehr langer Zeit, damals, als wir noch klein waren, ausprobiert haben und gescheitert sind.
Wir haben uns genauso verhalten wie der Elefant, und auch in unser Gedächtnis hat sich die Botschaft eingebrannt: Ich kann das nicht, und ich werde es niemals können.
Mit dieser Botschaft, der Botschaft, dass wir machtlos sind, sind wir groß geworden, und seit dem haben wir nie mals mehr versucht, uns von unserem Pflock loszureißen.
manches mal, wenn wir die Fußfesseln wieder spüren und mit der Ketten klirren, gerät unser Pflock in den Blick, und wir denken: `Ich kann nicht, und werde es niemals können.`

Der einzige Weg herauszufinden, ob du etwas kannst oder nicht, ist, es auszuprobieren, und zwar mit vollem Einsatz. Aus ganzem Herzen.

Mittwoch, September 12, 2007

Es war einmal - - - die Jugendsünde


"Eine Jugendsünde ist, wenn man jung ist und sie verpasst."

Bei jedem sieht Sie anders aus... Ich habe mich heute mal intensiv mit dem Thema "Jugendsünde" auseinander gesetzt. Da kommen eine ganze Menge bei mir zusammen und wer jetzt denkt, das ich diese alle veröffentliche, DER ist auf dem Holzweg ;) Aber unvergessen bleibt wohl das berühmt, berüchtigte Bauchnabelpiercing, welches in meinem Fall gründlich daneben ging. Völlig entzündet und mißlungen durfte ich es wenige Wochen nach entstehen wieder entfernen. Jugendsünde halt.
Aber was stempelt man eigentlich unter "Jugendsünde" ab? Den ersten Alkoholrausch? Den ersten Sex? Die sechs in Mathe, weil man nicht gelernt hat (ok, keine Sünde, sondern FAULHEIT) Und wie lange darf man eigentlich Jugendlich sünden? Nur als Teenager, oder auch noch als Twen? Es kommt doch immer auf den Standpunkt an. Wenn ich mal irgendwann, als alte graue Frau in meinem Lehnstuhl sitze, werde ich über meine Jugendsünden im Alter von 26 nachdenken und sie beschmunzeln. Derzeit schmunzel ich eher über die Jugendsünden, die ich als kleines Kind begangen habe. Meinen Sandkastenfreund zum Beispiel in den Brenesselhaufen schupsen, ja, DAS ist eine Jugendsünde. Oder das neue Auto von Papa mit einem Backstein zerstören (unvergessene Anektdote in unserer Familie). Eindeutig eine Jugendsünde :)
Ich könnte die Liste nun ewig lang weiterführen, denn ich war ein sehr sündiges Kind *hahahaaaaa*
Aber ich finde, Jugendsünden gehören zum erwachsen werden dazu, wie der 5Uhr Tee nach England

Also, laßt uns unsere Jugendsünden feiern!!

Stay tuned

Trine*

Samstag, September 01, 2007

Wie soll es nur weiter gehen?


Heute geht es wieder groß durch die Presse: die Pflegesituation in Deutschland ist wieder in große Kritik geraten. Alte, kranke Menschen, die von ihren Familien in die (scheinbar) liebevollen, fürsorgenden und kümmernden Hände eines Pflegeheims gegeben wurden, verdursten, verhungern und liegen sich wund.
In mir kommen Bilder hoch, Bilder, die sich in meiner 9jährigen Karriere als Altenpflegerin in meinem Kopf eingebrannt haben.
Aber ich möchte weiter ausholen, um vielleicht Verständniss zu schüren, Verständniss für die Menschen, die hinter den Kulissen arbeiten.
Menschen, gerade alte Menschen pflegen und betreuen ist kein Beruf, sondern eine Berufung. Es ist kein Job, den man einfach so macht, den man nebenher machen kann oder den man nur mit halben Herz ausüben kann. Aber die Bedingungen in Deutschland sind und bleiben, trotz großer Bemühungen, einfach katastrophal. Eine Dienstschicht im Heim beginnt um sechs Uhr morgens. Die Bewohner wollen versorgt und gepflegt werden, sie wollen gewaschen und ernährt werden, wollen vielleicht auch einmal ein nettes Wort ernten, in den Arm genommen werden und wollen ein offenes Ohr für ihre, durchs Alter bedingte Probleme, haben. Nur leider sieht es SO aus: drei Schwestern für 40 Bewohner. Zeitdruck. Unterbesetzung. Doppelschichten. Wochenendedienste. Überlastung. Ein Chef, der das Jahr mit einer guten Bilanz abschließen will. Gesetze, die einem auferlegen, ALLES zu dokumentieren. Und wer bleibt auf der Strecke? Der alte Mensch, der nichts anderes möchte, als einen glücklichen Lebensabend verbringen, noch etwas Freude haben möchte und sich nicht auf dem Abstellgleis sehen möchte. Doch der Staat, das Land Deutschland schafft es einfach nicht, die Pflege zu reformieren. Es ist immernoch wichtiger Protokolle zu führen, Dokumentationen auszufüllen und Berichte anzufertigen. Als "Schwester" ist man mittlerweile mehr Bürokraft als helfende Hand, mehr Sekretärin als fürsorgende, begleitende Person. Resultat? Es ist keine Zeit für die einfachsten Verrichtungen, die ein altes Leben angenehm machen könnten. Auf dem Lagerungsplan steht zwar, das der kranke, alte Mensch alle zwei Stunden in seinem Bett gedreht wurde, in Wirklichkeit geschah das nur alle drei Stunden und der Mensch liegt sich wund. Immer mehr Ärzte verordnen Beruhigungsmittel, damit der alte, kranke Mensch "ruhig" ist und sich besser ins Stationsbild einfügt und die Schwestern mehr Zeit für die Büroarbeit haben. Es werden "4-Liter Windeln" entwickelt, das man die alten Menschen nicht mehr so oft zur Toilette begleiten muß, denn das kostet ja Zeit. Es werden Magensonden gelegt, denn Essen per Hand reichen kostet ja Zeit und Arbeitskraft.
Aber nicht die Schwestern sind die schwarzen Schafe. Ihnen sind die Hände gebunden, sie sind nur die ausführende Kraft, die die Anweisungen von ganz oben befolgen, befolgen MÜßEN. Das Problem liegt an viel höherer Stelle...
Wie traurig, gerade in einem Staat, in dem es immer mehr alte Menschen geben wird. In Würde altern? In Deutschland meines erachtens kaum noch möglich.
Das alles ist der Grund, warum ich meinen erlernten Beruf an den Nagel gehängt habe. Vielleicht habe ich zu hohe Ideale, vielleicht bin ich zu sehr revuluzerin, vielleicht habe ich ein zu reines Gemüt um diese Kriminalität am Menschen mit meiner Arbeitskraft weiter zu unterstützen.
Deutschland geht in meinen Augen unter, wenn nicht ENDLICH etwas getan wird. Oder wer, liebe Leser, würde seine Mutter, seinen Vater heutzutage noch guten Gewissens in ein Pflegeheim unterbringen?????? ICH nicht...

Trine*

Mittwoch, August 29, 2007

2People2007...


... oder die beste Kolabo seit Modern Talking

Check out: http://www.myspace.com/2people2007 und habt Spaß dabei! Wir freuen uns auf Euren Besuch

Stay tuned
Trine*

Freitag, Juli 27, 2007

In der Rush Hour des Lebens



Aufstehen, zur Arbeit gehen, seinen Kram erledigen, Freunde treffen, Sozialen, beruflichen und Familiären Verpflichtungen nachkommen - LEBEN!
So sieht der Alltag eines fast jeden jungen Menschen zwischen 20 und 40 aus - man befindet sich mitten in der Rush Hour. Nur manchmal gerät das LEBEN in ein Ungleichgewicht, auf einmal arbeitet man mehr als sonst, kommt nur noch den Verpflichtungen nach und alles andere bleibt auf der Strecke. Die Freunde beschweren sich, das man kaum noch Zeit hat, die Familie plärt, das man schon ewig nicht mehr Sonntags beim Kaffetrinken war und im schlimmsten Falle geht die Beziehung in die Brüche. Nach dem Sport leidet man an Herzrasen, ein Hörsturz gesellt sich zum nächsten, aber trotzdem findet der der Arzt keine körperliche Ursache, rät "Gönnen Sie sich mal eine Auszeit". Auszeit? Was ist das? Mal entspannen, mal abschalten, mal ein gutes Buch lesen - all das funktioniert nicht mehr. Und recht schnell drängt sich ein Gedanke auf, der Gedanke heißt: "Burn Out"
Mit meinen zarten 26 Jahren befinde ich mich gerade am Anfang meiner Rush Hour, sicher kommt noch eine Menge mehr in meinem Leben. Trotzdem kam die Diagnose vor wenigen Monaten recht unvermittelt und hart auf mich zu. Es ging nichts mehr und ich mußte mich notgedrungen in Behandlung begeben. Aber was ist eigentlich ein Burn Out? Was passiert mit einem, wenn NICHTS mehr geht?
In der Regel wächst die Frustration auf das eigene Leben, man beginnt nichts mehr zu empfinden und alles, wirklich alles wird zur alltäglichen Last. Nachts ist man wach, tagsüber läuft man wie ein Zombie durch die Gegend - man resegniert. Häufig gesellen sich körperliche Symptome wie Kopfschmerzen, Magendrücken, Verspannungen und Knochenschmerzen hinzu. Trotzdem powert man immer weiter und weiter aus Angst zu versagen und Kollegen, Familie und Freunde zu enttäuschen. Irgendwann ist man komplett ausgebrannt und muß die Reißleine ziehen.
So war es auch bei mir und ich habe mich, wie gesagt in proffessionelle Behandlung begeben - fast 4 Monate war ich teilstationär in einer Klinik. Mit Erfolg? Ja, mit großem Erfolg!!! Mittlerweile weiß ich wieder was entspannen heißt, kann mir meine Ruhe gönnen und es zulassen, mal NICHTS zu tun... Meinen Job als Altenpflegerin habe ich an den Nagel gehängt und beginne nun etwas völlig neues - ich mache mein Abitur nach.
Es läßt sich nicht in Worte fassen, was man während so einer Erkrankung durchmacht, was man empfindet, wenn man sich in fachliche Hände begeben muß um zu überleben. Aber es ist schaffbar.
Traurig nur, das es JEDEN treffen kann. Den Manager, die Hausfrau, die Krankenschwester, den Frisör, einfach JEDEN - gerade in der Rush Hour des Lebens...

Link: www.stern.de/burnout - ein Selbsttest
Watch out for: "Menschen Hautnah" - Leben mit dem Burn Out im WDR. Dort wird mein Weg und der eines Mitpatienten dokumentiert. Geplante Ausstrahlung Januar 2008

Stay cool
Trine*

Montag, Juli 09, 2007

Viel Kultura!!


Viel Kultura hieß es am Samstag in Bonn auf der Rheinkultur 2007. Mein erstes Sommerfestival und ich muß sagen: es hat sich mehr als gelohnt!
Nicht nur, das der Spaß umsonst und draußen ist, nein, die Rheinauen sind auch noch wunderschön anzuschauen. Bei herrlichstem Sonnenwetter (Sonnenbrand auf der Nase inklusive) haben wir uns den ganzen Samstag in Bonn getummelt. Bands wie Madsen, Gods of Blitz, Donots und Fanta Vier haben ihren Teil dazu beigetragen, das die Zeit nicht langweilig wurde und die Unmengen von netten Leuten, die man dort kennenlernen konnte haben das ganze noch abgerundet.
Einziges Manko: die Rückfahrt. Zwei Stunden auf der Suche nach dem Bahnhof durch Bonn laufen macht KEINEN Spaß. NEIN :(
Fotos online unter www.trullatrine.blogspot.com

Stay tuned
Trine*

Freitag, Juni 29, 2007

Insomnia - Pt.2


Wieder einmal sitze ich schlaflos vor dem Rechner. In-den-Schlaf-lesen hat heute nicht funktioniert. Also bin ich wieder aufgestanden und ärger mich, das Domian Sommerpause macht. Ich liege gerne im Bett und höre Radio, irgendwie finde ich es beruhigend. Schon als Kind konnte ich am besten mit Hintergrundgeräuschen einschlafen. Aber heute funktioniert es einfach nicht. Jetzt sitze ich da, beobachte meine MauMau, wie Sie friedlich auf dem Sofa schläft und ganz sicher von einer dicken Maus träumt. Vor dem Fenster kämpft sich der Mond durch die Wolkendecke und hüllt die Landschaft in ein diffuses Licht - ich weiß nicht ob ich es entspannend oder aufregend finden soll. Ich verpasse mir einen Zuckerschock, in dem ich einen zuckersüßen Kakao trinke und über den Sinn des Lebens siniere. WAS ist eigentlich der Sinn des Lebens? Einfach nur seine Frist auf der Erde ablaufen zu lassen und das so angenehm wie möglich? Was hält uns im Leben aufrecht und was verleiht uns die Kraft, den Lebenskampf jeden Tag aufs neue auszufechten? Ich persönlich freue mich jeden Tag aufs neue, wenn ich erwache und MauMau mir entgegen schnurrt, oder ich Kontakt zu meinen Freunden habe, ich einen dampfenden Kaffe in den Händen halte, ein schönes Buch zu lesen bekomme, ich lachen kann und etwas schönes erlebe. Aber im Enddeffekt ist doch fast jeder Tag wie der andere, man beginnt seinen Tag auf die gleiche Weise, wie den Tag zuvor und beendet ihn wie zigmal zuvor. Die ewige Tretmühle läßt grüßen... Und trotzdem machen wir immer weiter, egal was passiert. Manchmal wird man aus der Bahn geworfen, sammelt sich und macht weiter, egal was passiert. Soll DAS alles sein?
Okay, ich widme mich gedanklich angenehmeren Themen und schicke ein Stoßgebet ins Universum, das bald besser Wetter kommt. Ja, das Universum... Seit geraumer Zeit übe ich mich im Zwiegespräch mit dem Universum. Klingt strange, oder? Aber beim Universum kann man Wünsche loswerden und wenn man nur freundlich genug fragt, werden Sie erfüllt. Ob nun durch die Kraft des Universums oder doch durch den eigenen, festen Willen, lasse ich mal im Raume stehen. Auf jedenfall ist mein Wunschzettel lang - weit oben steht derzeit besser Wetter. Ich merke, wie sehr mir die Sonne auf der Haut für meine gute Laune fehlt. Ich bin zwar ein geborenes Winterkind und liebe den Winter über alles, aber irgendwie wirds dann doch mal Zeit meinen inneren Sonnentank wieder zu befüllen. Bißchen Farbe und Sommersprossen im Gesicht stehen mir nämlich ausgesprochen gut :)
Ich beobachte weiter das Spiel des Mondes mit den Wolken - ein tolles Bild und irgendwie beruhigend. Als ob der Mond dort oben sich in seine Kissen hüllt um besser zu schlafen, ja so sieht es aus. Ich rauche jetzt einfach eine letzte Zigarette, denn morgen, nein eigentlich heute heißt es mal wieder früh aufstehen und ich beneide meine alte Katzenlady um den gesunden Schlaf, den Sie zutage legt. Katze müßte man sein...

Stay tuned
Trine*

Mittwoch, Juni 27, 2007

In the Ghetto....


Mag man es glauben? Bielefeld verkommt immer mehr zum Ghetto..JAWOLL!
Kaum wurde der "MiniPark" beim dpa von Spritzen und co befreit, tun sich neue Abgründe auf!
Da stiefel ich heute nach einiger Zeit mal wieder ins Büro, treffe einen Arbeitskollegen der mir unglaubliches erzählt. Er saß zuvor zwei Stunden auf der Polizei Wache um ein gestohlenes Auto zu melden. Nein, nicht seine Privatkutsche, sondern einen unserer Dienstwägen. Ist es zu fassen? Wer tut sowas? Immerhin fahren wir nicht die allerneusten Modelle, sondern eher etwas abgeranzte Ford KAs, die auch noch auffälig beschriftet sind. Ja und dann kommt der nächste Clou: während der Unterhaltung mit meiner Cheffin finde ich heraus, das bei einer Arbeitskollegin, wohnhaft in Mitte, eingebrochen wurde - Schmuck und co wurden geklaut.
Bisher fühlte ich mich in Bielefeld ja ganz sicher, sieht man mal von den chaotischen Strassenzuständen ab. Aber nun sowas. Ich glaube ich geh erstmal ins nächste Waffengeschäft, kauf mir eine Walther und Pfefferspray *gg* Die Gangster, die ich immer in der Bahn treffe sind mir auch nicht so ganz geheuer....

So long, passt auf Euch auf
Beste Grüße aus dem freundlichen Ghetto im Teutoburger Wald ;)

Trine*

Dienstag, Juni 05, 2007

Die Leichtigkeit des seins...


Es gibt Minuten, Stunden, Tage, Wochen in einem Leben in denen alles unendlich schwer erscheint. Man fühlt sich wie ein Betonklotz und würde am liebsten in den unendlichen Weiten des Sofas oder der Bettfedern versinken. Doch auf einmal macht es "Klick", alles wandelt sich, auf einmal scheint wieder die Sonne, nicht nur am Himmel sondern auch im Herzen. Zuerst rätselt man, woher dieses beschwingte Gefühl so plötzlich kommt und traut dem Frieden nicht so wirklich. Aber die unbeschwerte Leichtigkeit wird immer greifbarer und ein Teil des Alltags. Erst fühlt man Sie nur für wenige Momente, dann für ganze Tage und plötzlich sind Wochen vergangen, in denen man sich fühlt, so leicht wie eine Feder... Auf einmal bekommt man das lächeln nicht mehr von den Lippen, die Augen strahlen wieder und die Gefühle sprudeln über

Es ist so einfach, die Leichtigkeit des seins zu spüren und trotzdem ist der Weg dahin manchmal so unendlich steinig...


Stay tuned
Trine*

Freitag, Mai 25, 2007

Erfolg


Für den einen bedeutet Erfolg, reich und berühmt zu sein
Für den nächsten bedeutet Erfolg, ein schönes Auto zu fahren und in einer tollen Wohnung zu leben
Für den anderen bedeutet Erfolg, Ziele erreicht zu haben
Der nächste wiederum ist erfolgreich, wenn er die Frau seines Lebens kennengelernt hat
Dann gibt es Menschen, die es als Erfolg verbuchen, ihr Bett zu verlassen, vor die Haustür zu gehen und die Einkäuf zu erledigen
Wieder andere haben sich entschieden etwas neues zu probieren und das neue gelingt ihnen sehr gut

Mit dem Thema will ich mich mal wieder hier blicken lassen, denn ich vollbringe derzeit nahezu Meisterleistungen und habe einige Erfolge zu verbuchen. Daran möchte ich den ein oder anderen teilhaben lassen. Bitteschööön, ich bin wieder daaaaaaaaaaaa :)

Stay tuned
Trine*

Mittwoch, April 04, 2007

M.I.A.U.



Tach auch! Darf ich mich vorstellen? Ich bin MauMau, die neue Nervensäge an meiner Dosenöffners Seite (die ollen Zweibeiner nennen meinen Dosenöffner gerne Trine oder auch Regina)
Ich wohn jetzt seit einer Woche bei der ollen und fühl mich ziemlich wohl. Eigentlich hatte ich vor, noch ein wenig mein altes Frauchen zu betrauern, die mich nach 14 Jahren Dosenöffnen einfach verlassen hat. Eines Tages kamen ihre Töchter in schwarzen Outfits und schleppten mich in einer häßlichen Kiste in ein stinkendes Katzenhaus - die Zweibeiner nennen es glaub ich Tierheim *pfui* Aber zum Glück kam noch am gleichen Tag die gelockte Frau um die Ecke, die sich sofort in mich verguckte. Ich mußte lediglich noch ein wenig den Mann im weißen Kittel kratzen und beißen und so tun, als ob ich durch die komische Spritze traumatisiert war und schwupp hat meine neue Dosenöffnerin mich mitnehmen können - EIN GLÜCK! Ich will ja nicht jammern, aber mit 14 Jahren ist man schon ein wenig zickig, was Umzüge betrifft, aber bei der Lockentante wars gleich ziemlich gemütlich und die eine Nacht im Zwinger hab ich schnell vergessen. Aber es gibt auch SOVIEL neue tolle Sachen bei meiner Dosenöffnerin. Einen Balkon zum Beispiel. Dort sitze ich am liebsten in der Sonne und laß mir meinen Pelz wärmen. Abeds dann kommt die Trine immer mit der Bürste und schrubbt mir mein Fell, das genieße ich totaaaaaaaaaal *schnurr* Naja und sowieso kommt die Zweibeinerin immer auf tolle Ideen um sich bei mir einzuschleimen, gestrn wollte sie mich zum Spielen motivieren *gäääääähn* Ich hab mal so getan, als würde es Spaß machen, der Schnur hinterherzurennen. Aber im Enddeffekt wars in meinem Korb dann doch gemütlicher. Die alte hat aber eh nen Knall, rennt ständig mit so einem silbernen Kästchen hinter mir her, was *knips* sagt, wenn ich grad mal sitze oder liege... ( www.trullatrine.blogspot.com )
Zweibeiner halt - seeeeeeeehr komische Tiere!!

Mit vielen miaus und Grüßen

MauMau

Samstag, März 24, 2007

Seelenverwandschaft


Manchmal bedarf es nur einen kurzen Augenblick und man weiß, das man einen ganz besonderen Menschen vor sich hat.Manchmal reicht auch nur eine klitzkleine Zeitspanne um zu wissen, das man diesem Menschen vertrauen schenken kann.
Man sagt ja, das Auge ist das Tor zu Seele udn bei manchen Augenblicken, denke ich das sehr viel wahres daran ist.
Gibt es sowas wie Seelenverwandschaft? Eine Seele die in zwei Körpern wohnt und existiert und treffen sich diese zwei Menschen, hat man das Gefühl, sich ewig gekannt zu haben und einen alten, guten Freund wiedergetroffen zu haben. Man hat das Gefühl, sich selber in seinem Gegenüber wiederzuentdecken.
Ich denke, das man solche Menschen selten, vielleicht auch nie trifft. Und um so schöner ist es, wenn man ihn dann trotzdem trifft, den Seelenverwandten - ganz egal, ob es eine oder mehrere Personen sind. Man kann sich ohne ein Wort zu reden miteinander verständigen, ein Blick in die Augen sagt unglaublich viel über die aktuelle Stimmung aus. Die Nonverbalen Worte drücken mehr aus, als tausend gesprochene Sätze.
Große Philosophen wie z.B. Platon haben sich damit auseinandergesetzt und faszinierende Texte darüber geschrieben. Allgemein finde ich, dass das ganze Thema SEHR Philosophisch ist. Und am liebsten würde ich darüber nun Stundenlang philosophieren, aber dazu fehlt mir die Zeit und die Lust.
Aber schlußendlich will ich eigentlich nur sagen, das es die Seelenverwandtschaft gibt, den oder die Menschen, die die eigene Persönlichkeit wiederspiegeln und man sich in ihnen wiedererkennt...

Faszinierend!!

Stay tuned
Trine*

Montag, März 12, 2007

Schnuppensterne



Grad stand ich auf dem Balkon und habe mich diebisch über die erste wunderbar klare Frühlingsnacht gefreut. Die Tatsache, das mir eine (mal wieder) schlaflose Nacht dieses Vergnügen beschert, ignorier ich einfach mal.
Angestrengt habe ich den Himmel nach Sternschnuppen abgesucht, weil ich finde, das es mal wieder an der Zeit ist, mir etwas zu wünschen. Hm, leider habe ich vergeblich gesucht.
Trotzdem finde ich es irgendwie beruhigend, in den Nächtlichen Himmel zu schauen. Bei der Maße an Sternen und Planeten dort oben, komm ich mir als Mensch so wahnsinnig klein und unwichtig vor, wie ein kleines Staubkorn auf einer riesengroßen Wiese und alle Probleme und Sorgen scheinen komplett vergessen.
Nur zu gern erinner ich mich an unsere Zelt- Abenteuer im Teenageralter zurück, auf der Pferdekoppel in Eschenbruch, umringt von den ganzen Zossen, die gemütlich ihr Gras mampfen und beruhigend schnauben. Ach Gott, saßen wir lange am Lagerfeuer, haben Gruselgeschichten erzählt und uns ausgemalt, wieviele Alliens uns dabei wohl grad beobachten. Und wie oft lagen wir einfach nur mit dem Schlafsack im Gras und haben den großen und den kleinen Wagen gescuht, den Mann im Mond gefunden und neue Planeten nach unseren Lieblingspferden benannt...
Tja und jetzt steh ich hier, Zigarette in der Hand, Tee in der anderen und freu mich einfach nur über diesen wahnsinnig tollen Anblick - denn im Vergleich zur Innenstadt, strahlt hier nur sehr wenig Licht in den Himmel und man kann das Sternenschauspiel in vollen Zügen genießen...
Ich finde, es sollte gesetzlich verankert werden, wenigstens einmal im Monat Sterne zu gucken, JAWOLL!!

Stay tuned
Trine

Sonntag, März 04, 2007

Dieser Weg...


Wer kennt das Lied nicht... Wärend der WM war es quasi die Kampfansage an unsere Gegner und tönte aus den Lautsprecherboxen in der Kabine unserer National Elf.

Als ich heute Spazieren ging, Musik in den Ohren und ausgerechnet DAS Lied lief, als ich einen relativ dunklen Weg entlang ging, habe ich mir mal Gedanken zum Thema "Weg" gemacht...
Ein Weg... Er verbindet a und b, ist manchmal eine Sackgasse, manchmal auch der Anfang von etwas neuem, manchmal führt er zu etwas tollem und manchmal zu etwas bösem.
Egal was wir tun, wir werden immer einen Weg nutzen, um uns fortzubewegen. Die wenigstens Menschen sind mutig genug, die konventionellen Wege zu verlassen und sich durch das Gestrüpp des Alltags zu kämpfen.. An manchen Kreuzungen müßen wir überlegen, ob wir lieber links oder rechts herum gehen, ohne zu wissen, was die Konsequenz unserer Entscheidung ist - denn letzendlich könnte die falsche Entscheidung in eine Sackgasse führen und wir müßen zurücklaufen...

Manchmal müßen wir also unseren gewohnten Weg verlassen um etwas neues zu erleben, um zu gucken, ob man die Steine, die manch einen Weg versperren, überwindbar sind.
Passend dazu bekam ich gestern eine Nachricht aus Amerika, wo eine sehr gute Freundin grad die Route 66 entlangfährt. Ein ziemlich langer Weg, der wohl sehr Geschichtsträchtig ist. Und hätte Sie ihre USA-Super-Nobel-Leihkarosse nicht mal von dem geplanten Weg runtergelenkt, hätten mich sicher nicht die fantastischen Bilder erreicht, die Sie weit ab der "normalen" Zivilisation geschoßen hat.
Ich bin auch grad dabei, einen neuen Weg zu testen. Bisher weiß ich selber noch nicht genau, wo er mich hinbringt, aber ich möchte einmal mehr diese Plattform nutzen, um mich bei den Menschen zu bedanken, die bei mir sind und mich auf diesem ziemlich steinigen Weg begleiten.
Zusammen läufts sich auf jedenfall leichter Freunde.
DANKE

Stay tuned
Trine*

Donnerstag, Februar 22, 2007

Palast der Leiden...


Gestern hatte ich ein Erlebniss der, naja, mindestens der dritten Art...
Ich habe FREIWILLIG eine Schule, noch schlimmer, ein Gymnasium betreten.
Da meine Freundin, nennen wir Sie an der Stelle mal "Uschi" das ehrgeizige Vorhaben hat, das Abi nachzuholen, habe ich Sie auf dem schweren Gang zur Schlachtbank begleitet (wohlgemerkt ging es aktuell lediglich um die Anmeldung für das Abendgymnasium)
Allein der Weg über den Schulhof rief klamme Gedanken in uns hervor. Ich für meinen Teil habe nur darauf gewartet, das eine wütende Fr.Meyer oder ein tobender Hr.Novian mir mit voller Wucht die Zigarette aus der Hand schlägt und mir mit Lehrer-Konferenz und Strafarbeit bis an mein Lebensende droht. Nichtsdergleichen passierte *schweißabwisch*
Als wir das Portal zum Palast der Leiden passiert hatten, fühlten Uschi und ich uns wie Exoten auf einem fremden Planeten.
Augenscheinlich repräsentierten wir nicht unbedingt die Liga der Oberstufe, eher sahen wir wohl aus, wie die großen Schwestern irgendwelcher pubertierenden Halbwüchsigen, die per blauen Brief zum Direx zitiert wurden. Unser Outfit schien zu erwachsen und zu stylisch, so das sämtliche Penäler uns kritisch beäugten. Mögen DAS wohl die neuen Referendarianten sein? Oder Praktikanten? Zumindest sahen so manche Blicke aus, die uns von oben bis unten musterten. Dummerweise trug ich auch noch Schuhe mit Absatz, das klackern war sicher bis in den Werkraum im Keller zu hören. Am liebsten hätten wir laut gerufen "WIR SIND DAHAAAA, WER NOHOOOOOCH" *gg* Okay, hey, bißchen Arroganz darf man sich mit fast 27 Jahren im Angesicht dieser Grünschnäbel schon leisten, oder ;)

Naja, auf jedenfall fühlte ich mich teilweise um mindestens zehn Jahre zurückversetzt, sah mich selber rumlungernd im Pausenraum (man könnte es auch schwänzend nennen), sehe noch heute meinen verzweifelten Vater beim Direx herauskommen, welcher ihm sagen mußte, das ich, was Mathematik betrifft, eine absolute Null bin und das Klassenziel wohl mit Bestimmtheit nicht erreichen werde und noch heute sehe ich mich mit meinen besten Kumpels qualmend hinter der Turnhalle. Hachja, DAS waren noch Zeiten... Der Schulbesuch glich einer Safari, mit vielen gefährlichen Tieren (Lehrer), leckeren exotischen Früchten (die Pausenzigarette) und unentdeckten Arealen (die Jungs aus der Oberstufe)


Nein, aber freiwillig werde ich eine Schule so schnell nicht wieder betreten. Mein T-Shirt hat unter den Schweißströmen sehr gelitten, ZUVIEL schlechtes, was ich mit dieser Zeit verbinde...
Da schmeckte der kalte O-Saft in der Uni schon um einiges besser, NORMALE Menschen (auch HÜBSCHERE Menschen*gg*) und vorallem ERWACHSENE Menschen!! Das wir NICHT studieren, interessiert ja nicht ;)

Stay tuned
Trine*

Dienstag, Februar 20, 2007

Schokolade, ohooooooooo


Ich muß mich einfach mal öffentlich zu der schönsten Nebensache der Welt äußern:
SCHOKOLADE
In den verschiedensten Variationen macht Sie uns glücklich, von Kontinent zu Kontinent variieren die Rezepte und Vorlieben und überall schmeckt sie ein wenig anders...
Mein heißer Favorit: Zartbitter und natürlich Kinder Riegel. Ich weiß nicht, WER auf die Idee kam, Schokolade in Riegelform herzustellen, noch einen Schuß Milch hineinzugeben und rot-weiß zu verpacken, aber ICH finde, dieser Mensch sollte den Friedens Nobel Preis bekommen! Nach einem Kinder Riegel bin ich glücklich, ich mag sogar mal behaupten, das ein Kinder Riegel sogar schlechte Laune vertreiben kann.
Ja und herrje, was Schokolade so alles "kann":
Schokolade diente bereits im Lateinamerika des 14Jhrds. als Aphrodisiakum, als Kräftigungsmittel und als Geschenk der Götter. Im 19Jhrd. wurde Schokolade in Europäischen Apotheken als "Kräftigungsmittel" verkauft und die Werbung unserer Zeit sagt uns sogar das, wenn man einen Nuß-Schoko-Karamel Riegel zu sich nimmt, man mit den unmöglichsten Situationen fertig wird (nackten Fußballfans zum Beispiel)
Zur Weihnachtszeit wurde ich beinahe um den Verstand gebracht, als ich im Tschibo Katalog den "Schokoladenbrunnen" entdeckte. Ein Geschenk der Götter? Naja, eher ein Geschenk für den Hersteller, denn das gute Stück war nicht gerade billig *hmpf* Also muß ich weiterhin auf meine Kinderriegel zurückgreifen.
Etwas schräg guckte ich, als eine bekannte große Firma ein Schokoladen-Milchgetränk mit Chilli Note auf den Markt warf... Seeeeeeeeehr suspekt. Aber ich, als Schokoladen Süchtling, habe mich todesmutig einem Selbstversuch unterworfen und war... BEEINDRUCKT! Das schmeckt ja mal wirklich extremst LECKAAAAAAAAA :D Außerdem gibts da auch noch Schoki mit Pfeffer, Zimt, Thymian und und und. WAHNSINN!
Ja und dann noch der berühmt berüchtigte "Jule Kake" meiner Mutter - ein Norwegischer Weihnachtskuchen. Wobei "Kuchen" der falsche Begriff ist. Das "Teil" ist der Inbegriff von Karies, Kalorien, Bauchschmerzen und verzückten Kinderaugen *gg* Der Kuchen IST Schokolade in Formvollendung...
Interessant auch, wie toll das schwarze Gold unserer Gesundheit tut: Antioxidantien, die nach Schokoladengenuß in unserem Blut stark ansteigen, schützen unser Herz. Und so suspekt das klingt, aber der Kakao in der Schokolade hemmt angeblich die Kariesbildung. Was noch eine Zahnbürste benutzen? Morgens, mittags und Abends einfach n Schokoriegel futtern und unsere Zähne bleiben gesund! Schokolade ist so süß, das wir nach dem Genuß auf einmal viel mehr Lust auf Sex haben und sowieso wird Schokolade ja eh immer mit "Sünde" verglichen. Ja, Schoki und Sex - das Rezept einer Erfolgreichen Ehe?? Ja und wenn mal der Strom aufällt und kein Licht mehr da ist, dann zündet man einfach sein Snickers an und stellts als Laterne ins Fenster, denn die enthaltende Energie in dem Riegel ist DER Brennstoff überhaupt. Ja Mensch, DIE Lösung unserer Probleme. Warum noch Kohle und Gas? Schokolade ist unsere Zukunft. Oooooooooooh, was würde unsere Welt toll duften, wenn aus den Schornsteinen Schokodampf anstatt Kohlestaub und Gasgemisch kommt.
Rosige Aussichten. Muß ich mir gleich mal ein Post it schreiben, das ich morgen eine Mail an die Bundesumweltministerin schreibe und ihr meinen Vorschlag unterbreite. Das wird mir mindestens ein Bundesverdienstkreuz einbringen, wenn nicht sogar einen Nobelpreis und die Filmrechte meiner Karriere, die ich als "Schokoladen-Energie-Erfinderin" mache, verkaufe ich zu einem horenden Preis nach Hollywood und bekomme dann noch einen Oskar für mein Lebenswerk. Denn die Hauptrolle übernehme ich NATÜRLICH selber, hehe..

Hm, mir ist etwas übel, naja, um nicht zu sagen sehr flau im Magen... Ich glaube, die Kinderriegel waren nicht gut. Ohjeee, ich geh besser und koch mir nen Tee.
Also tschüß erstmal und immer schön viel Schoki essen, quasi "Schokolade für den Weltfrieden" ;)

Stay tuned
Trine*

Mittwoch, Februar 14, 2007

Insomnia


"I can`t get no sleep"... So und weiter der Text eines genialen Liedes von Faithless..
Wie treffend. Schlaflos in Brackwede quasi. Der neue Tag hat längst begonnen und ich wälze mich schlaflos in meinem Bett hin und her. Gewohnte Tricks wie lesen, Fenster öffnen, Schäfchen zählen und so weiter versagen auf das übelste und selbst die eintönig beruhigende Stimme des Herrn Domian wiegen mich nicht ins Land der Träume. Meine Gedanken gehen Gassi mit mir und mein Kopf ist eine herrliche Kirmes mit vielen Attraktionen, nur eine fehlt: der Sandmann. Und ich lausche den Geräuschen, die unser Haus produziert. Hier knarzt es, dort rumpelt es, meine Nachbarn haben sich heute Nacht auch mal wieder "besonders" gern und ich verlasse komplett genervt mein Bett, das geht nun wirklich über meinen Nachbarschaftssinn hinaus. Mit der Gewissheit im Hinterkopf, das ich heute früh um 9Uhr einen Termin habe, der mich zwingt um halb acht aufzustehen, verlasse ich das Schlafzimmer und koche einen Tee. Dabei kommt mir der Gedanke, das ich meine Teekanne mal entkalken könnte. Sinnvolle Tätigkeit Nachts um 01:30h. Der Blick in den Kühlschrank tröstet mich wenig, denn ich habe vergessen einzukaufen. Also benenne ich eine Möhre zu meinem deluxe Mitternachtssnack der Wahl und werfe den PC an. Vielleicht schläfert das www mich ja ein (ohja, ich habe gerade gegähnt!)
Schlaflos sein. Wie schlimm ist das wohl, wenn es einen mehr als einmal in der Woche trifft? Gerädert aufwachen, am liebsten wieder umdrehen und weiter schlafen, aber die Pflicht zwingt einen das Bett zu verlassen... An was für einen Unfug man so denkt, wenn man gedankenverloren im Bett liegt, die Uhr beobachtet und Minuten zu Stunden werden. Wie sehr man sich in solchen Momenten den Holzhammer herbeisehnt, der einen schnell und schmerzhaft ins Tal der Träume schickt. Oder ein Mittelchen, das man einnehmen kann und friedlich einschlummert. Aber nichts dergleichen ist verfügbar und so zähl ich weiter die Minuten, die im Schneckentempo dahinschleichen, höre Domian zu und überlege mir, was ich zum heutigen Thema, "Zwanghaftigkeit", beizusteuern hätte. Hm, eine Menge, aber nicht genug um mit den Schicksalen, die dort anrufen, zu konkurieren.
Also verarbeite ich mein heutiges Leiden im blog, schreiben hilft ja bekanntlich, das nachdenken macht mich sogar ein wenig müde. Trotzdem fühle ich mich hellwach. Ich zappe kurz durch das nächtliche TV Programm, errate in Mordsgeschwindigkeit die ach so schweren Rätsel auf 9Live, T5, Viva und co, würde mir am liebsten die ultramoderne Miederwäsche bei HSE24 bestellen, um sie dann meiner Nachbarin von unten zu schenken und linse kurz in die Spätnachrichten hinein. Beruhigend: die Welt ist immernoch böse
Ich werde wohl doch einen neuen Versuch starten, denn meine Wecker ermahnen mich, schnell zu schlafen. Mein Gott, 1:43h, einen erholsamen Schlaf kann ich wohl nun ad acta legen.

Sleep well
Trine*

Montag, Februar 12, 2007

Just a grey Hair


Da stehe ich so vor dem Spiegel, fahre mir durchs Haar, denke, das ich bald mal wieder Spitzen schneiden lassen sollte und da entdecke ich es: ein SCHNEEWEIßES Haar. Gute 20cm lang, silbrig glänzend und tut so, als ob es kein Wässerchen trüben könnte. Meine Miene verzieht sich und ich wühle verzweifelt nach meiner Pinzette. Definitiv, das Teil muß WEG! Ich betrachte es noch einen Moment, wie es sich in meine schwarzen Locken einfügt, als ob es nie was anderes getan hätte und entdecke noch eins. Das ist zuviel für mich. Pinzette her und rausrupfen, weg weg weg damit!!
Mir ist bewußt, dass das nur eine kurzfristige Lösung ist. Irgendeine alte Frau sagte mir mal "Für eins, das man rausrupft, kommen zwei neue" TOLL, also hab ich bald vier graue Haare?!?!
Ich muß an meine Mutter denken, die mit gut 30 Jahren relativ weiß war. Dank der fortschrittlichen Beauty Industrie ist Sie mittlerweile wieder genauso schwarz wie ich. Panik steigt in mir hoch. Ich werde dieses Jahr doch erst 27. Naja, unumgänglich der nächste Gedanke: nach der 27 kommt die 28, die 29 und DANN die 30. Mein Leben ist also quasi vorbei. Hab ich eigentlich schon meinen Rentenbescheid? Sollte ich mal nachforschen.
Grad saß ich doch noch im Sandkasten, habe mit Puppen gespielt und bin mit meiner Schultüte stolz durch Oerlinghausen gelaufen. Und jetzt sowas :(
Ich befinde mich also derzeit in dem Niemansland zwischen total jung und schon ziemlich alt.
Junges Gemüse sietst mich bereits und ich stehe mit beiden Beinen (mehr oder weniger) fest im Leben. Kürzlich wurde ich noch auf 21 geschätzt (*jipiejipiejeah*), aber fühlen tu ich mich nach meiner Entdeckung wie mindestens 40. In mir dreht sich der Gedanke, wie ich wohl mit weißen Haaren aussehe?! Steht mir das wohl? Bleiben meine Locken, oder werden die auf einmal glatt, vor Schreck oder so..?!
Ich finde es unfassbar, was so eine kleine Entdeckung auslösen kann. Angestrengt stehe ich nun Abends vor dem Spiegel und durchforste akribisch meine Haare, auf der Suche nach weiteren Feinden. Vielleicht sollte ich dochmal eine Vorratspackung Haarfarbe kaufen, man weiß ja nie. Und ist wohl was dran, wenn man sagt, der Stress und Ärger läßt einem graue Haare wachsen ( Mein Gott, da müßte mein Papa ja schon schlohweiß sein, bei mir als Tochter *gg*)
Nunja, vorsichtshalber trink ich jetzt mal lieber einen Tee und esse etwas Zwieback, macht man doch immer so als alte Frau, oder??

Stay tuned
Trine*

Sonntag, Februar 04, 2007

Wenn nicht wir, wer sonst??


Jawoll, Wir haben es geschafft!!!!
Wir sind HANDBALL WELTMEISTER 2007!!!!!!!!
Ich hab ganz schön mitgefiebert und bin irgendwie ein wenig erstaunt das die WM so "still" vorbeigegangen ist. Dabei haben unsere Jungs einen solchen Durchmarsch hingelegt und ein solches Tempo vorgelegt, UNGLAUBLICH!
Und dabei wohnen wir in einer Handball Hochburg. OWL hat gleich zwei Vereine zu bieten, die Handball auf höchstem Niveau bieten: den TBV Lemgo und den HSG Blomberg mit einer fulminanten Damentruppe
Bei den verschiedenen Spielen bekam ich durchaus Gänsehaut und mußte oft an die Fußball WM zurückdenken. Was war das für ein Sommer - ein Sommermärchen. Nun haben wir unser Wintermärchen. Nur ob das auch verfilmt wird? Leider wohl nicht :(
So, dann feiern wir alle noch ein bißchen und dann gehts wieder aufs Sofa, is ja Sonntagabend *gg*

Stay tuned
Trine

Mittwoch, Januar 31, 2007

Bildersalat

Ich bin ja seit einiger Zeit auch unter die WAHNSINNIG motivierten Fotografinnen gegangen!
Naja, eher kleine Knipsereien, Momente, die ich gerne festhalten möchte und teilweise der Außenwelt nicht vorenthalten möchte.
Daher klick mal www.trullatrine.blogspot.com

Mein neuester Streich: Winter Wonderland. Am Samstag war ja Mama da und hat mich quer durchs Lipperland gescheucht *stöhn* Ihr ursprüngliches Vorhaben, von Oerlinghausen nach Lage zur Waldgaststätte "Bienenschmidt" zu laufen, wußte ich durch gezielte Meuterei und Unmutsbekundungen noch zu verhindern. Den Weg zum Hermann hoch mußte ich dann über mich ergehen lassen. Wohlgemerkt unter Einsatz meines Lebens, denn der Weg zu Lippes Wahrzeichen war vereist, und zwar aufs aller übelste!! Und wer mir meiner Mutter einmal im Auot saß, weiß, von wem ich meinen Bleifuß geerbt habe... Mir wurd auf den Serpentinen Richtung Hermann dann doch teilweise etwas blaß um die Nase und grün im Bauch!
Nunja, augenscheinlich habe ich es überlebt und ein paar Impressionen der Winterlandschaft mitgebracht!
Viel Spaß beim gucken!!

Stay tuned
Trine

Sonntag, Januar 28, 2007

Wer?Bung!




Ich fühl mich schön mit Jade, denn wen der Tag geht und Johnny Walker kommt, könnte ich mir den Rest sparen! Morgens aktiviert Actimel meine Abwehrkräfte und Jacobs verwöhnt mich mit dem Verwöhnaroma aber mit halbem Koffein (wie soll ich denn da JEMALS wach werden??) Wenn ich dann mal wach bin denke ich mir: "Forever Sport, denn impossibel is nothing!!" und laufe los. Wieder zuhause angekommen, fällt mir die Goldkante meiner Gardine auf, welche ich mal wieder Porentief rein waschen sollte. Auf die feine Englische Art renne ich zur Waschmaschiene und packe noch etwas Unterwäsche dazu. Natürlich wasch ich nur mit dem Blüteneffekt, denn der könnte meinem Slip so passen! Fröhlich singend gehe ich wieder in meine Wohnung, in freudiger Erwartung einer heißen Dusche. Schnell die Schuhe aus, denn die riechen wie der Käse, der aus der Reihe tanzt. Ihgitt! Jaaa, heißes Wasser und dazu: mein Bac, mein Tag! Während ich mir die Haare Shampooniere (denn Schuppenfreies Haar finde ich unwiederstehlich schön) fällt mir ein: Es gibt immer was zu tun! Ich muß nämlich noch einkaufen gehen... Da bin ich mir sicher! Manchmal wünschte ich mir "Leben Sie, wir kümmern uns um die Details". Alles stressig heutzutage... Naja, ertsmal ein kleines Sektfrühstück, denn ich trinke lieber trocken, als trocken zu feiern ;) Mit Frühstück und Sektpulle setze ich mich aufs Sofa, denn ich lebe schon und wohne seit langem nicht mehr, und sperre die Augen WEEEEEEEEEEEIT auf, denn mit dem zweiten sieht man besser! Mist, ich bin so schußelig, Glas umgekippt, aber mit einem Wisch ist alles weg. Nach dem Frühstück noch eine kleine Torte statt vieler Worte und der Morgen ist glorreich beendet.
Auf gehts zur Arbeit, denn diese Young Miss hats in sich *gg* Ich will meinem Leitspruch " Engagment, auf das sie zählen können" ja jederzeit getreu bleiben. Gut, Lust hab ich keine, aber ich bin heute extra stark und extra frisch!
Einige Stunden Arbeit hinter mich gebracht ruft mir meine Kollegin zu " Regina, heute bleibt die Küche kalt, wir gehen in den Wienerwald!!" Hm, Hähnchen? Naja, warum nicht! Wir wissen ja was schmeckt.
Eine lustige Mittagspause und einige öde Arbeitsstunden später denke ich mir: FEIERABEND, eine gute Idee und gehe nachhause. Erstmal bißchen chillen und die Seele baumeln lassen... Soll mal jemand anders der Fels in der Brandung sein. Noch schnell ein Glas O-Saft eingeschenkt... Hmmmmm, der schmeckt ja wie frisch geprestt. TOLL! LECKER!! Ach eigentlich habe ich heute keine Lust mehr, das Haus zu verlassen, ist ja auch schon spät. Und die Kraft für neue Wege hab ich jetzt eh nicht mehr *gäääääääähn* Zappen ist eigentlich die beste Lösung. Ich finds auch schön, das Viva mich liebt- wenigstens einer! Noch satt vom Wienerwald gehe ich ins Bad, mit dem vorhaben danach ins Bett zu hüpfen. Zähne putzen mit dem Schönheitszahnweiß, denn mit weniger geb ICH mich nicht zufrieden und ab in die Falle... Life can be so simple...


Stay tuned
Trine

Donnerstag, Januar 25, 2007

Mutti kommt!!



Hi Fans ;)
Man man man, ich bin ganz schön im Stress. Warum? Hoher Besuch hat sich angekündigt: meine Mutter!
Ein freudiges Ereigniss, dem ich entgegenblicke, trotzdem Stress pur! Wohnung putzen, abwaschen, aufräumen, alles auf Hochglanz polieren, inkl. mich.
Ich weiß nicht, wie es anderen "Kindern" geht, wenn sich Hoheitlicher Besuch ankündigt, MICH macht es immer nervös.
Da bestreite ich meinen Alltag größtenteils allein, organisiere mein Leben auf meinen eigenen zwei Füßen und informiere meine Familie am liebsten per Telefon oder E-Mail über die wichtigsten Ereignisse, die mir so tagtäglich widerfahren. Und das auch nur so oft wie nötig, so wenig wie möglich. "Dem Kind gehts gut, wenn`s sich nicht meldet" höre ich dann immer seufzend am anderen Ende der Strippe.
Gedanklich arbeite ich schonmal alle eventuell aufkommende Themen des Tages durch, lege fest, auf welche ich näher eingehe (Job, Freizeit, Zukunftspläne, sonstiges) und welche ich schweigend ignoriere (Liebesleben, Männergeschichten, potentielle Heirats-Lebensabschnittskandidaten, sonstiges). Man weiß ja nie, IRGENDWANN könnte es das hohe Gericht gegen mich verwenden, reine Vorsichtsmaßnahme!!
Achja, den Speiseplan muß ich auch nochmal überdenken, soll ja den Anschein haben, das ich a) was zustande bekomme am Herd und b) es auch noch fabelhaft schmeckt!
Nun muß ich auch noch die Ostwestfälische Wanderkarte studieren, da Frau Mama den Wunsch einer Wanderung geäußert hat. TOLL! Ich freu mich wahnsinnig. Wahnsinnig auch die Blasen, die ich am Ende des Tages haben werde. Denn solche "Spaziergänge" durch den Teutoburger Wald arten gerne mal in einen Marathon aus. Schon als Kind hab ich mich lieber im Kinderwagen rumgedrückt, als auf Schusters Leisten zu maschieren, noch besser die Möglichkeit, das ganze via Pferderücken zu erleben. Naja, die Möglichkeit habe ich jetzt wohl nicht. Also auf gehts...
Aber ich nehms schweigend in Kauf. Immerhin sehen wir uns selten, wenns hochkommt drei-, viermal im Jahr für ein Wochenende, im Idealfall eine Woche.
So, ich muß dann auch mal wieder, der Essigreiniger ist alle und bisher nur ein Teil der Wohnung "Zeigefinger-Staubtest" Kompatibel gemacht...

Stay tuned
Trine

Donnerstag, Januar 11, 2007

A ride on the Wildside


"Yeah, let´s take a ride on the Wild Side" klingt mir grad gut gelaunt in den Ohren und ich muß sagen: DAS passt! In letzter Zeit hab ich ziemlich oft Bahn fahren müßen. Und ich muß offen gestehen, das ich mich zeitweise wie im Wilden Westen gefühlt habe. Bahnfahren ist mir irgendwie immernoch unheimlich!
Es geht los mit dem Stress auf dem Weg zum Bahnhof. Man hetzt sich ab, um pünktlich am Bahnsteig zu stehen um dann festzustellen, das der gebuchte Zug 20 Minuten Verspätung hat! Kaffee in der linken Hand, Kippe (natürlich NUR in der Raucherzone) in der rechten Hand und der Trolli mach brav "platz" zu den eigenen Füßen. Ich nehme dazu gerne Platz in den ultrabequemen Wartezon-Stühlen(aus Drahtgeflecht) am hinteren, besonders Frischluft freundlichen(Regen und Sturmsicher ist es DA nicht gerade) Ende meines Bahnsteigs. Belustigt schaue ich mir dann gerne meine Mitreisenden an und erfinde in meinem innerlichen Theater die Geschichte zu der Person und dem Grund der Reise. Meistens finde ich Herren in Anzug und Mantel vor, welche gequälten Blickes auf ihr Handy einprügeln um dann in der Bahn sitzend, das gleiche mit ihrem Fujitsu Siemens oder Apple Notebook zu tun. Schnell noch einen völlig überteuerten ICE Kaffe runtergestürzt und auf das wichtige Meeting vorbereitet, dem grimmigen Schaffner die Fahrkarte hingehalten und fertig is...
Ja, die Schaffner, auch ein ganz eigenes Kapitel für sich. Ich vermute, Schaffner wird man während eines Wochenendeseminars für 69,90€ Seminargebühr. Seminarinhalte: "Wie bewahre ich mir meine unsäglich schlechte Laune und wie verhindere ich, das diese jemals besser wird", "Wie bewahre ich zu neugierige Reisende vor zu viel Information zum Thema: Anschlußzüge im Zielbahnhof bei Verspätung" und last but not least: "Wie komme ich am schnellsten von Zuganfang zum Zugende ohne jemanden die Gelegenheit der Ansprache gegeben zu haben?"
Immer wieder ein ausgesprochenes Vergnügen, einem Schaffner zu begegnen.
Ich durfte auf meiner Reise nach Sylt sogar den direkten Vergleich zur "DeutschenBahn" und einer Privat Bahn testen:
Nord-Ostseebahn: "Einen wunderschönen guten Tag, ist noch jemand zugestiegen? - Ich wünsche ihnen eine schöne Weiterreise und einen tollen Aufenhalt auf Sylt"
DeutscheBahn: "Noch jemand eingestiegen?"
NOB: "Darf ich ihnen etwas aus unserem fahrbaren Kiosk anbieten? Eine kleine Erfrischung oder einen Snack?"
DB: "KAFFEE, TEE, SNACKS!!"

Mal GANZ abgesehen von den Hygienischen Zuständen in den unterschiedlichen Zügen:
NOB: hübsch beleuchtetes WC mit angenehm kratzfreiem Toilettenpapier und frisch riechender Seife
DB: siffiges Klo mit 99Cent Toilettenpapier, welches schmerzhafte Erinnerung in der "privaten Gegend" hinterläßt, ganz zu schweigen von dem "DUFT" in jener Örtlichkeit *urgz*

Also ICH für meinen Teil weiß schon, warum die Bahn um ihre Schäflein - die Reisenden bangt...

Stay tuned
Trine

Sonntag, Dezember 31, 2006

Tschüsss 2006!!


Um Gottes Willen nicht noch ein Jahresrückblick, erst recht nicht aus meiner Federführenden Hand.
Lediglich eine klitzekleine Rezension MEINES Jahres und der Dinge, die ich erlebt habe und die mir im Kopf geblieben sind.
Okay, dann mal los.
Im Grunde ein relativ normales Jahr, mit den gewohnten Up`s and Down`s die man so von mir kennt. Nach Himmelhochjauchzend kommt oft"alles scheiße"
Im April zog ich in meine Wohnung und kehrte somit dem WG Leben den Rücken. Eine gut Entscheidung, denn wer meine Butze kennt, weiß wie schön alleine wohnen sein kann!
Im Mai durfte meine Familie ein neues Mitglied begrüßen: Lale, mein ganzer Stolz und glücklicherweise das Kind meiner Schwester.
Flaute auf allen Bereichen machte sich über den Sommer (mal von der WM abgesehen) bis hin zum Winterbeginn breit. In mir wuchs die Erkenntniss, das viele Dinge anders kommen können als erwartet und beabsichtigt und ich erlangte die Erleuchtung, das Freunde ein weitaus besserer Ersatz gegen langeweile sein können als ein Mann!
Ja, Freunde, ein dickes Thema in 2006!
Aufgrund eines Selbstversuches, wieviel Arbeit eine Freundschaft aushält, kann ich nun sagen: viele kommen, aber viele gehen auch. Das was bleibt sind nahezu Seelenverwandte, die auch dann noch bleiben, wenn das Schiff zu sinken droht! Ich danke Euch dafür, für Eure Freundschaft, für Eure Geduld, für Eure Zeit und für Eure aufbauenden Worte in Momenten in denen ich sie mehr als nötig hatte!!!
Was war sonst noch 2006? Eigentlich nicht mehr viel. Eher viele kleine Highlights, die mich bewegt haben, die mich zum lachen gebracht haben und einige Dinge, die mich Schlaflose Nächte gekostet haben oder meine Tränenschleusen öffneten.
Ja, auf zu neuen Ufern. Ich bin gespannt, was das neue Jahr alles bringt. Aber solange mich weiter die Menschen begleiten, die mich auch bisher begleiten, kann NICHTS schief gehen!

Guten Rutsch Freunde, Bekannte, Familie und alle anderen!
Bis nächstes Jahr

Eure Regina

Samstag, Dezember 30, 2006

Der Knigge


Ja, der gute Herr Knigge. Der arme Mann gerät leider allzuoft in Vergessenheit.
Wenn ich mir unsere heutige Gesellschaft so anschaue, frage ich mich, ob ein großteil schonmal überhaupt irgendwas vom "Knigge" gehört hat (und damit meine ich nicht das Cafè hier in Bielefeld!!)
Es geht los in der Bahn: WER steht denn heutzutage noch für ältere Menschen auf? Also die Kinder, mit Bushido im Ohr sicher nicht.
Die junge Frau mit den H&M Tüten auch nicht.

Ich habe als Kind zum Beispiel noch gelernt, einen Knicks zur Begrüßung und zur Verabschiedung zu machen. Und das mache ich auch heute noch, zumindest bei meinen sehr alten Patienten. Die freuen sich dann wie verrückt, das es "sowas" noch gibt und sind ganz begeistert.
Tür aufhalten, sei es nun einer Frau oder jemandem, der die Arme voll hat oder einfach eingeschränkt ist. "Selbstverständlich" mag nun manch einer denken. Ist es aber bei weitem nicht. Das erlebe ich oft genug, das einem die Tür einfach vor den Latz geknallt wird.
In den Mantel helfen... WO macht das einer noch, außer in dem schicken Restaurant, in dem wir Weihnachten gespeist haben...?!
Aber nun zu einem heiklen Punkt des Knigges: das bezahlen im Restaurant, in der Bar oder sonst wo...!!
Für die eine ist es selbstverständlich sich einladen zu lassen, sei es beim ersten Date oder generell. Ich persönlich habe da so meine Probleme mit. Ob es nun an einem übergroße Ego liegt oder an meiner Erziehung, ICH zahle mein Essen und meine Getränke immernoch selber. Und ich finde es einfach unangenehm, wenn der Mann einfach so seine Scheine auspackt, ohne einen Ton und breitgrinsend, mit einem wohlmütigen Gesicht und einem überspendablen Trinkgeld die Rechnung übernimmt. Nein, da schüttelt sich mir alles. NO GO!
Aber weiter im Text, äääh, mit dem Knigge!
Ich habe mal einen "Knigge-Selbsttest" gemacht, und folgendes kam bei heraus:
"Es macht Ihnen offensichtlich Spaß, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen. Sie sind ein guter Gastgeber und ein gern gesehener Gast. Sie können sich benehmen und verstehen es, sich dem Anlass entsprechend angemessen zu verhalten. Den letzten Schliff erhalten Sie, wenn Sie sich bei jeder kleinsten Unsicherheit selbst korrigieren oder bei offenen Fragen einen Stilkunde-Berater konsultieren."
Angaben ohne Gewähr *pengpeng* hihi

Wer auch mal Lust hat, zu gucken, WIE gut er sich bennehmen kann: http://www1.manager-magazin.de/active/karrierechk/fcgi/karrierechk-3552.fcgi

In dem Sinne "Gutes benehmen ist eine Zier, der eine hat es, der andere sucht es hier"

Stay tuned
Trine

Samstag, Dezember 23, 2006

Kuno


Seit zwei Tagen habe ich einen neuen Mitbewohner:
Kuno, ca. 90cm groß und eine reinrassige Nordmanntanne.
Okay, es ist schon etwas strange, einer Tanne einen Namen zu geben, aber ich sah sie und dachte, sowas putzig kleines braucht auch einen Namen *gg*
Bis vor kurzem stand Kuno noch im Bethel´schen Forst, bis der Oberförster kam und dem Dasein ein Ende bereitete. Für 10 schlanke Euro konnte ich dieses Stück Weihnachtliche Tradition ergattern und somit meine Wohnung wenigstens ein wenig auf Weihnachten pimpen...
Tja, da steht er nun, der Kuno. Duftet meine Wohnung mit herrlichem Tannengeruch zu und ich freue mich jedesmal, wenn ich die Tür aufmache.
Leider ist das nun alles, was bei mir an Weihnachtlicher Tradition stattfindet. Kuno bekommt mich nur wenige Minuten, im höchstfall kurze Stunden zu Gesicht, da das ganze Weihnachtswochenende im Zeichen der Arbeit steht. Und heute wurde mir unmittelbar verdeutlicht, das es wohl für einige Menschen ein sehr, sehr trauriges Weihnachten wird... Eine meiner Lieblingspatientinnen wird wohl nicht über die Feiertage kommen, was mich sehr traurig stimmt. Normalerweise arbeite ich Weihnachten, besonders Heiligabend sehr gerne. Eine ganz besondere Stimmung liegt in der Luft und ich fühle mich wohl bei dem Gedanken, wenigstens ein Paar Menschen, die alleine sind, etwas gutes getan zu haben, allein durch meinen Besuch oder einen kleinen Plausch. Vorallem sind ENDLICH mal alle Strassen frei! Aber sowas verhagelt selbst mir Frohnatur und 24Stunden-am-Stück-lächlerin die gute Laune und ich fahre eher nachdenklich und bedrückt meine Runden durch Bielefeld. Und auch der Anruf meiner Mutter, die derzeit in Norwegen den letzten Weg ihrer Schwiegermutter begleitet, macht mich nicht gerade fröhlicher. Alles in allem also ein sehr graues Weihnachten 2006.
Aber nichts desto trotz nehme auch ich ein wenig Weihnachtsfeeling mit mir mit, futter bei den Besuchen unseres Patienten Unmengen Spekulatius (selbstgebacken, nach alten Rezept), trinke heißen Kakao und freue mich über die vielen Kleinigkeiten, die einige als Dankeschön und zur Anerkennung für uns bereithalten. So liegt also doch eine recht ansehnliche Menge Päckchen, Tütchen und co. zu Kunos Füßen. Und wenn ich dann morgen meinen 15Stunden Dienst hinter mir habe, abgekämpft, müde, vielleicht schlecht gelaunt oder traurig zu Hause ankomme, werd ich mich ans Geschenke auspacken machen. Hier also schonmal DANKE an: Kiki, Mama, Yve (auch wenn schon ausgepackt ist*gg*), Opa und an die vielen Menschen, die während der letzten zwei Tage mal etwas weniger nervend und stattdessen etwas netter zur gestressten Schwester Regina waren :P

Ich wünsche allen schöne, frohe, ruhige, besinnliche Weihnachten 2006!!!

Regina

Montag, Dezember 18, 2006

Schicksal oder doch nur Murphys Law?


Glaube ich an Schicksal? Hm, eine Frage, die garnicht SO einfach ist. Ich frage mich selber, wer oder was das Schicksal beeinflußt, wer dahinter steckt und ob das Schicksal nicht doch einfach das Resultat beinflußbarer Faktoren meiner eigenen Person ist...
Ich mag einfach nicht daran glauben, das eine Begegnung, ein Geschehniss, eine besondere Fügung in meinem Leben (oder dem anderer) "vorherbestimmt" sein soll. Denn bitte WER nimmt sich das Recht heraus irgendetwas vorher zu bestimmen, ohne mich gefragt zu haben, ob ich das überhaupt möchte? Das Thema wird nun Philosophische Ausmaße annehmen, merke ich gerade...
Es gibt diese unglaublich schlauen Sprüche: "Das Schicksal meint es gut mit dir", "Das war ein schwerer Schicksalsschlag", "Das Schicksal hat sie zusammengefügt" und so weiter und sofort. Und grad in unserer Gesellschaft, wo alles "greifbar" gemacht werden muß, wir für alles und jeden eine plausible Erklärung haben möchten, hat es das Schicksal wohl besonders schwer und eine relativ geringe Chance auf Erfolg. Und ich verknüpfe es eigentlich immer mit der "hätte, wäre, wenn und sollte" Frage... Wäre ich nicht an den Ort gegangen, obwohl ich eigentlich garnicht wollte, wäre mir das nicht passiert... Als Realist hat man es nunmal nicht besonders einfach, an Schicksal zu glauben und man benennt Schicksal in "Zufall" um, um das ganze zu verharmlosen.
Aber manchmal fällt es mir schon relativ schwer, NICHT ans Schicksal zu glauben, da es immerwieder Begegbenheiten gibt, die so unerklärbar sind, das es zwangsläufig Schicksal sein muß. Oder doch nur Zufall, oder gar "Murphys Law"? Ja, das gute, alte Murphy Gesetzt. An DAS glaube ich Felsenfest, da es bei mir immer und immer wieder zuschlägt.
„Wenn es zwei oder mehrere Arten gibt, etwas zu erledigen, und eine davon kann in einer Katastrophe enden, so wird jemand diese Art wählen.“
So die Grundformulierung des guten Herrn Murphy. Und JA, es ist was dran. Allein die Tatsache mit den frischen T-Shirts und dem Marmeladen Brot. Denn wenn etwas schief gehen soll, dann geht es schief.. Und auch hier wieder die Frage: WER in Teufels Namen bestimmt denn, das es schief gehen soll (ich werd noch wahnsinnig bei dem Thema...) ?
Nein, ich breche hier jetzt besser ab. MEIN Schicksal hat mich nun aufgefordert, Weihnachtskarten zu schreiben...
Das Bild oben zeigt im übrigen die Göttin Fortuna, die eng mit dem Schicksal und dem Glück verbunden ist.

Stay tuned
Trine

Samstag, Dezember 16, 2006

Friday Night Fever...




Freitag Abend. Gute Stimmung. Gute Musik. Gute Getränke. Ja und dann ist da noch dieser schicke Junge Typ. Hast Du gesehen wie der die ganze Zeit rüberschaut? Wie findeste den denn?... Nicht dein Typ? Hm, also ich find den ganz süß, hat was...Hingehen? Nee, laß mal... Komm, wir trinken noch was!... Wollen wir tanzen? Ohje, ganz schön voll hier... Ach guck mal, mensch, LANGE nicht gesehen!... Ja, ganz gut, danke... Müßen wir mal wieder machen, klar... Ich ruf dich an... Achnee, echt? Wer hat Schluß gemacht, SIE oder ER?... Mist. Naja, S´Leben geht weiter!...
Guck mal, der guckt die ganze Zeit her... Hm, soll ich? Nein, ich trau mich nicht. Was wenn der betrunken ist und die ganze Zeit mit der Wand flirtet? ...Komm, wir trinken lieber noch was...
Hui, der Prosseco ist aber lecker. Hm, ob ich wohl... Warte, ich hol mal Stift und Zettel
, ich hab ne Idee! Wie lange bleiben wir noch? ...Ja, könnten wir so machen, aber n Kaffe bei Mäces geht ja wohl noch?... So, guck mal, ich hab ihm nen Zettel geschrieben, den geb ich ihm, wenn ich rausgehe... Ja, find ich auch... Naja, ich hab Angst. Was wenn doch die Wand..? ...Okayokay, ich weiß, ich bin blöd. Komm wir trinken noch was...Uih uih uih, ich glaube ich bin ein wenig beschwippst, wird Zeit das wir gehen. Ich hol mal die Jacken und dann sagen wir tschüß. Wo is ER? ...Jau, mach ich wenn wir rausgehen, dann bekomm ich die Reaktion nicht mit... Danke, ich weiß, trotzdem Angst. Los, hopp, noch ne Runde tanzen und dann ab nachhause. Ach is der süß. Ja, der neben dem mit der Pudelmütze, gestreiftes Hemd... Hehe, ja find ich auch...
So, wir gehen jetzt. SCHEI*E, der is weg. Mist, dabei wollte ich doch... JA, ich hätt`s getan. Naja, was solls. Hat nicht sollen sein.
Tschüüühüüüß
...
Achnee, guck mal wer da vorne läuft, hihi...Naja, nun is zu spät... Nein, hab ich nicht, aber ich bin jetzt zu müde, ihm meine Nummer zu geben...
Oh Gott, der hat mich angegrinst, hihi...Ja, ich glaub auch, ein, zwei Bier zuviel, aber trotzdem süß!...Ach guck mal, DIE Bahn bekommen wir noch... Wo läuft der hin?Mist, hey, falsche Richtung...Hypnose? Hm, ich hypnotisiere seine Beine, das die nochmal zurück hierher laufen, dann geb ich ihm meine Nummer... Ja...MIST, weg isser.
Oh man, ich bin sooo blöd. Ich bin sooooooo blöd. Hätt ich mal... Jaja, ich weiß... Manno. Und jetzt? Den werd ich NIE wiedersehen... Ich bin soooo blöd. Hätt ich mal... Man, bin ich müde... MANNO, was bin ich blöd blöd blöd blöd...
...
Gut Nacht schlaf gut. Bis morgen! Ich bin soooooo blööööööd. Hätt ich mal, hätt ich mal...

Prolog ENDE!

So geschehen in unzähligen Clubs, auf unzähligen Partys, auf unzähligen Weihnachtsmärkten, in unzähligen Kaffes rund um und in Deutschland letzte Nacht. Und natürlich hat das ganze keinerlei Autobiografische Züge *lach*
Was lernen wir daraus? RAN AN DEN SPECK Mädels, bevor es zu spät ist!

Stay tuned
Trine

Donnerstag, Dezember 14, 2006

Glaube




Ich glaube an die therapeutische Wirkung einer Staffel Sex and the City
Ich glaube an den DolceGusto Kaffeautomaten und das sein Latte Macchiato ein Produkt des Teufels ist
Ich glaube an den Schnee, der dieses Jahr sicher noch kommen wird
Ich glaube an Karies und Baktus und das Lale die beiden NIEMALS kennenlernen wird
Ich glaube an Meyerbeer und das die köstlichen Heißgetränke irgendwann einmal auch billiger sein werden
Ich glaube an den Weihnachtsmann und das Christkind
Ich glaube an die lila Milka Kuh
Ich glaube (manchmal) auch an den lieben Gott
Ich glaube an die beschwingende Wirkung eines Marzipan Brotes
Ich glaube daran, das mein Adventskalender IRGENDWANN auch einmal länger durchhält als bis zum 10.Dezember
Ich glaube, das Sven Väth nicht immer gudde Laune hat
Ich glaube daran, irgendwann auch einmal in der Karibik Urlaub machen zu können
Ich glaube, das Yve und ich niemals Küchenkompatibel sein werden
Ich glaube an Alex` Fähigkeiten, Zuckerguß zu bereiten
Ich glaube, das ich einen an der Waffel habe

Stay tuned
Trine

Dienstag, Dezember 12, 2006

Hätte würde wenn und sollte


"Der Weg ist das Ziel" ...
...hat mal ein sehr weiser Mensch gesagt. Ich weiß nicht wer es war, eigentlich interessiert es mich auch nicht. Mich beschäftig eigentlich eher die Frage, aus vielerlei Gründen, warum wir Menschen uns den Weg so wahnsinnig schwer machen.
Oft sind es nur die Kleinigkeiten, die wir uns tagtäglich erschweren. Für manch einen ist es, sich morgens aufzuraffen, das Bett zu verlassen und zur Arbeit zu gehen. Für den nächsten ist es ein unüberwindbarer Weg, seine Wohnung umzugestalten. Der andere wiederrum schiebt das längst überfällige Telefonat mit einem Bekannten/ Verwandten/ dem Chef oder sonst wem vor sich her.
In der Psychologie spricht man davon, das alles, was wir machen, aus Motivationshintergründen geschieht. Man möchte etwas bewegen, und wenn es nur Kleinigkeiten sind, kurzum hat alles was wir "anpacken" einen Hintergedanken. Und trotzdem sind wir Meister im "Dinge vor uns herschieben". Ich schließe mich dabei nicht aus. Ich bin offengestanden eine faule Socke. Der Spruch "Was Du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf morgen" ist nicht gerade mein Lebensmotto. Vielleicht bringt mich das in manchen Lebenslagen in Schwierigkeiten, die vermeidbar wären. Aber ich nehme es der Bequemlichkeit halber in Kauf, weil ich nunmal eben eine faule Socke bin. Nun denke ich aber, nach einem längeren Telefonat mit meiner Mutter darüber nach, was wäre, wenn ich manch eine Sache schon früher angepackt hätte. Teils belanglose Dinge, teils Dinge, die entscheidenden Einfluß auf mein Leben gehabt haben oder hätten.
Ich bewunder immer wieder die Menschen, die eine unglaublich hohe Motivationsgabe haben, die Dinge, die Sie sich vornehmen auch direkt angehen, ohne lange drüber nachzudenken, sich nicht kümmern, was für Folgen es haben könnte.
Es gibt einen sehr interessanten Test, der in erster Linie von großen Firmen bei der Bewerber Auswahl für Führungspositionen durchgeführt wird. Der sogenannte "Hakemp-Test". Dieser Test wertet aus, ob man eher Handlungs- oder Lageorientiert ist. Ich gehöre zu den Lageorientierten Menschen (ich habe den Test kürzlich während eines Seminars machen dürfen) Es liegt also schwarz auf weiß auf dem Tisch, das ich (mal platt ausgedrückt) ein Angsthase bin, der die Dinge erstmal gründlich analysiert, von allen Seiten beleuchtet, ewig und drei Tage nachdenkt, was wäre wenn und hätte würde sollte geschehen wenn das und das unternommen wird. Ich mußte schmunzeln, als unsere Trainerin die Testauswertung näher erläuterte, denn ich habe mich eins zu eins wiedererkannt. Zudem ich mich derzeit in einer Situation befinde, die ich genau SO handhabe, ich denke ewig darüber nach, beleuchte alle Vor- und Nachteile, lasse mir Zeit und ziehe dabei meine heißgeliebten "faulen Socken" an (denn die sind so herrlich bequem).
Dabei bin ich aber zu der Erkenntnis gekommen, das eine Umleitung nicht immer etwas schlimmes ist. Wir ärgern uns ja gerne über Umleitungen, denn sie verlängern unseren Weg zum Ziel und wir verlieren dabei meistens Zeit, wenn wir eine Umleitung fahren müßen. Aber gewinnen wir durch diese Umleitung oftmals nicht auch ein wenig mehr Freizeit, also FREIE Zeit?
Freie Zeit, mit der wir nicht gerechnet haben, die aber manchmal genau gelegen kommt, um seine Gedanken zu sammeln und neu zu sortieren...

Im Enddeffekt habe ich für meinen Teil aufgegeben, die "hätte, wäre wenn würde und sollte" Frage zu stellen und nutze die ein oder andere Umleitung in meinem Leben, um meine Gedanken zu sortieren, TROTZ der faulen Socken...
Denn wie heißt es so schön?
"Heute ist der erste Tag vom Rest meines Lebens"
In dem Sinne

Stay tuned
Trine

Freitag, Dezember 08, 2006

Wenn Trine eine Reise tut....



...hat Sie was zu erzählen!
Ja, und davon eine ganze Menge.
Eine wunderschöne Woche hab ich erlebt. Warum ausgerechnet Westerland von den Ärzten besungen wird, weiß ich nun. Sicher nicht DAS Prunkstück, verglichen mit Kampen, aber trotzden klein und fein und selbst im trüben Dezember gut belebt und besucht.
Als ich in Hamburg in die Bimmelbahn stieg, war ich doch recht aufgeregt, was mich so erwartet. Zuerst aber mal gings quer durch den Norden und als ich dann das erste Mal das Meer erblickte, wurd mir doch recht mulmig. Dort mitten hindurch soll ich fahren? Auf zwei wackligen Schienen, bei Sturm und Regen? HILFE!! Mir wurd auch wirklich bange, als der Zug anfing zu schauckeln und rattern, aber glücklicherweise wußte der Zugführer uns alle sicher wieder an Land zu bringen.. (UNS heißt in dem Fall eine Horde Schüler, zwei Dutzend Rentner und ich mitten drin...)
Angekommen hieß es erstmal Gummistiefel an und an den Strand, der keine zwei Fußminuten von meiner Ferienwohnung entfernt lag. FANTASTISCH... Fantastisch auch die nasse Hose, die ich hinterher hatte. Man sollte Dezember-Nordsee-Wellen nicht unterschätzen...RIESEN groß sag ich Euch!!!
Genauso sollte man nicht die verfluchten Mövenbiester unterschätzen. Die sind nämlich dermaßen frech. Im Sturzflug an den Strand, egal ob dort grad ein Bielefelder-Landei Muscheln sucht oder nicht...
Ja und eigentlich hatte ich mir ja auch fest vorgenommen, eine Kutterfahrt zu den Seehunden zu machen. Also gings am Tag drauf mit dem Bus nach List um dort festzustellen, das der blöde Kutter im Dezember nur Sonntags rausschippert. Nunja, so gabs dann noch ein Fischbrötchen (wie jeden Morgen, Mittag und Abend*gg*) und auf der Rückfahrt einen Spaziergang durch Kampen. Dieter Bohlen oder andere Promis, die sich dort gerne tummeln, hab ich leider nicht getroffen und mein Vorhaben, bei Cartier nach einem Weihnachtsgeschenk für meinen imaginären Freund zu schauen, hab ich mir dann geschenkt. Ich wollte den Verkäuferinnen nicht meine Sandstrotzenden Stiefel antun...
Sand war sowieso ein entscheidendes Thema während der vier Tage. Selbst im Bett knirschte es, obwohl meine Stiefel und Klamotten schön in der Garderobe blieben. Höchstmysteriös das alles.
Ja, so habe ich die meiste Zeit damit zugebracht, am Strand entlang zu turnen, die nähere Umgebung zu erkundschaften, mich von Joggern umrennen zu lassen und meine blauen Flecken zu verarzten (ich sag nur eins: Drehkreuze an Bahnhöfen sind saugefährlich!!!!)
Heute dann habe ich es mir, wartend auf meine Abreise, an der Promenade in einem Strandkorb gemütlich gemacht, Becks Lemon auf den Tisch und nochmal das Meeresrauschen in meinen Ohren abgespeichert. VÖLLIG schlechte Idee, wie sich herausstellte. WOHER soll ich auch wissen, das selbst in der Winterzeit die Körbe das gemietete Eigentum rauflustiger Rentnerinnen sind??!! Kurzum wurde ich höchst unfreundlich aus meiner Notbleibe verscheucht und mußte mich frierend am Bahnhof rumdrücken. Wohnung war bereits geräumt und der Zug ließ noch eine Stunde auf sich warten... Na, wenn das mal keinen Schnuppen gibt.. Hätte ich doch mal ne Pulle Aquavit einpacken sollen ;)

JA nun bin ich wieder in Bielefeld und lächel müde über die Aussage einer Freundin am Telefon, das es hier ja SOOOOOOOOOOOO stürmt. Paaaah. Mildes Lüftchen weht hier, verglichen mit dem Orkan, der auf Sylt meine Locken glatt gebügelt hat...

Ich kann es nur jedem weiterempfehlen, mal im Winter auf die Insel zu fahren... Wunderschöne Momente und eine herrliche Ruhe, die man dort erleben darf.
Fotos unter: http://trullatrine.blogspot.com/

Stay tuned
Trine

Freitag, Dezember 01, 2006

Trine`s Party Top`s 2006

So, FAST ist das Jahr vorbei und ich habe mir mal meine Gedanken zu diesem Thema gemacht und finde, dass das ein oder andere erwähnenswert wäre!! Und natürlich gabs noch einiges mehr an Unternehmungen, aber ich habe mich mal auf das beschränkt, was mir am meisten Spaß gemacht hat und mir am liebsten in Errinerung geblieben ist...
Bittschäää:





Ich sag nur eins: "GUUUUUUUDEEEEEE LAUNÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ"
Meine Damen und Herren, die Nummer eins meiner Partyunternehmungen im Jahre 2006:
Time Warp @Maimarkthalle Mannheim, irgendwann Anfang April!!
Also was wir in dieser Nacht gefeiert haben, hätte eigentlich für den Rest des Jahres reichen müßen. Trotz einiger, naja, *hüstel* zickigen Anwandlungen meinerseits auf der Rückreise ( nichwahr Renjo ;) ) wars die Reise doppelt und dreifach wert... Das war wohl die beste Time Warp ever. Und an der Stelle auch nochmal ein Dank an unseren edlen Getränke Spender ;)




Man nehme eine heiße Sommernacht in OWL, ein paar feierwütige Leutchens auf dem Weg nach Verl, gute Musik von zwei unserer Localheroes und ein klitzeklein wenig zuviel Jägermeister, schüttelt das ganze und bekommt eine Party, die mir wohl ein Leben lang in Erinnerung bleiben wird, hehe. Die wohl lustigste, beste und ausschweifendste Party seit meiner wohnhaftigkeit in Bielefeld. Man spricht mich seitdem auch mit "treppentrine" an *gröhl*




Ilmenau, wir koooooooooooooooooooooooommen... Hieß es glaub ich im März. Richie Hawtin war die Reise allemal wert. Mit der Erkenntnis in der Tasche, das ein 50x50cm großer Luftschlitz zur Belüftung eines Clubs ausreicht, haben wir ein herrliches "Wochenende" verlebt. Grüße an den Kickelhahn *gg*




Also in die "TOPS´s" dieses Jahres gehört eindeutig auch die kleine Sause am verkaufsoffenen Sommersamstag bei im X-Inch. OH MEIN GOTT!! Den Abend wird wohl keiner der beteiligten so schnell vergessen *gg* Gut, das es Passwort geschützte Fotoordner gibt!!!




Ja und DANN war da im Februar auch noch die Reise nach Hannover in die Factory (René, ROSA Hemd? *gg*) Mensch hat uns Karotte da auf eine Electronische Reise geschickt... Selten so viel am Stück getanzt!! Immer wieder gern!!




Hachja, die lustig lustigen "klubzimmer-Ersatz Abende" im alten X-inch... Das waren wohl ziemlich lustige Abende *gg* Das hat die Klubzimmer freie Zeit um einiges versüßt...




Stellvertrendend für ALLE Callings, auf denen ich im Sommer war: die Calling Erfurt! Eine der besten Partyerfindungen, die in Bielefeld erfunden wurden!!!! Also: immer schön weitermachen im Ostende von Bielefeld ;)




SMS@Talsperre Saalburg:
Ja, wieder ein wunderschönes Wochenende in Thüringen... Und vorallem der Kraftwerk auftritt hat mich schwer beeindruckt...Hier nochmal DANKE an meine beiden Feierschweine René und Ricardo!! Ihr ROCKT (bis nachmittags um vier*gg*)

Mittwoch, November 29, 2006

Walkin in my Shoes


*keuch*schwitz*hechel*prust*
Neee, ich bekomme kein Kind, ich war laufen!
Diese formschönen, ultrabequemen, hochmodernen und viel zu teuren (danke Mama) Schühchen tragen mich 2-4 mal wöchentlich 30-45 Minuten rund um Brackwede.
Spätestens nachdem ich 3/4 der Strecke vollbracht habe, verfluche ich mich selber, was in Herrgottsnamen mich geritten hat, das Haus zu verlassen um Sport zu treiben. Und allerspätestens wenn meine Lunge in den Kniekehlen hängt, weil mein Ehrgeiz mich den Käseberg hochgetrieben hat, mir aber ein Cocktail aus Endorphinen und Adrenalin durch die Adern strömt, weiß ich, WARUM ich es tue!!
Ja, Sport ist Mord und weiß Gott bellt mein innerer Schweinehund verdammt laut, wenns mal wieder soweit ist, aber ich verpasse ihm nen Maulkorb und fütter ihn mit Leckerli und er ist wieder ruhig.
Und ich kann tatsächlich auf eine bewegte sportliche Karriere zurückblicken: mit 5 kletterte ich das erstemal auf ein Pferd um mehr oder minder erfolgreiche Turnübungen auf dem Rücken der die Welt bedeutet zu vollbringen. Das wurd mir irgendwann zu langweilig und ich "sattelte" um und zwar in den Sattel. Nebenher schickte meine Mama mich noch zum TSV Oerlinghausen um der leichten Athletik zu frönen (das Kind muß ja ausgelastet werden, nech...) Junge junge, konnte ich rennen, hehe.
In der Grundschule kam dann noch die Schulbasketball Mannschaft hinzu und später wurde der Korbball gegen den Handball getauscht. Naja, das Training Dienstags und Donnerstags während der 7. und 8.Stunde haben wir eigentlich immer mehr zum Schabernack treiben als dem Training gewidmet. Es gab trotzdem ne 2 auf dem Jahreszeugniss. Juhuuu!
Ja, irgendwann endete meine nicht weiter erwähnenswerte Schulkarriere und somit leider auch meine Sportliche Karriere. Fürs reiten war, trotz vieler Erfolge auf regionalen Tunieren, keine Zeit mehr und die Handball Schulmannschaft ist nunmal leider auch nur denen vergönnt, die den "Palast der Leiden" täglich außer Samstag und Sonntag besuchen.
Also hats mich letzendlich wieder in die Outdoor Laufschuhe verschlagen.
Trotzdem eine gute Entscheidung wie ich finde. Immerhin finde ich so runde 45 Minuten Zeit, meinen Kopf von dingen zu befreien, die mich belasten, ich komme an die frische Luft, kann herrlich nachdenken und zu allerletzt habe ich Gelegenheit mal Musik Sets durchzuhören, die sonst in den tiefen meiner Festplatte verstauben...
Ja und meinen eignen Fanclub hab ich auch schon *gg*
Die Bauarbeiter von der Baustelle um die Ecke. An guten Tagen belohne ich ihre zugerufenen "Freundlichkeiten", gerichtet an die junge Dame im Sportdress (mich), mit einer verzerrten Grimasse, die gefolgt wird von einem halblauten "Schnauze dahinten!" Hehe

Stay tuned
Trine

Samstag, November 25, 2006

The Definition of "Glücklich sein"


"Die Summe aller möglichen, positiven Wendungen und Ereignisse im Leben ergeben Glück" ... So habe ich neulich für mich selbst einmal das Wort "Glück" definiert...
Aber WAS ist Glück eigentlich, bzw. was verschafft uns die Ehre, diesen Zustand zu empfinden?
Für den einen ist es ein prall gefülltes Bankkonto, der nächste nennt sich glücklich, wenn ein neues Auto vor der Tür steht. Ein anderer wieder hat das Glück gepachtet und gewinnt im Lotto.
Ich wiederrum gebe mich mit den kleinen Dingen des Lebens zufrieden. Ich bin schon glücklich über einen freien Tag, über ein neues Buch, das mich vom Alltag ablenkt, die Aussicht auf einen schönen Urlaub, ein gutes Essen oder schöne Musik stimmen mich glücklich. Und noch viel glücklicher bin ich, wenn ich meine liebsten Menschen um mich habe, mal wieder das lachen meiner kleinen Nichte bewundern darf, ich und meine Angehörigen gesund sind und und und...
Es ist wohl wirklich das unbezahlbarste aller Gefühle, die ein Mensch empfinden kann. Die Glückshormone sprudeln über, die Moleküle spielen verrückt, man bekommt das breite lachen nicht mehr von den Wangen, man tanzt beschwingt durch den Tag... WOW! Unbezahlbar, oder?
Und WIE schnell kann einem das Glück abhanden kommen... Der eine ist vom Pech verfolgt, verliert seinen Arbeitsplatz, seine Familie und sein soziales Umfeld. Der andere hat beim Pokern eine Pechsträhne, wird von seiner Freundin verlassen und fühlt sich wie die Pechmarie himself.
Darum sollte man sein Glück festketten, verriegeln und konservieren, ZU schnell kommt es sonst abhanden.
Jeder definiert also sein "Glück" unterschiedlich und eigentlich verbringen wir unser Leben im Enddeffekt mit nichts anderem, den "Weg zum Glück" zu suchen, zu finden und ihn auf unsere Gedanklichen Landkarte rot anzukreuzen...

Ich bin jetzt gerade glücklich, gleich in ein herrlich weiches Kissen zu fallen, eine hoffentlich ruhige Nacht zu haben und morgen einen wahrscheinlich sonnigen Sonntag zu erleben...
Ja, die KLEINEN Dinge sinds halt ;)

Stay tuned
Trine

Mittwoch, November 22, 2006

Die Haarkrise...



Es ist mal wieder soweit.
Ich stecke VOLL drin.
Sie kommt ein bis zweimal Jährlich...
Die HAARKRISE!!!

Ein typisch weibliches Problem glaub ich.
Von einen auf den anderen Tag ist sie da, ohne Vorankündigung.
In meinem Fall immer besonders dramatisch. Denn ich betrachte meine Locken als mein ganz persönliches Markenzeichen und bekomme oft gesagt, wie toll die doch sind. Und natürlich "häng" ich an meinen Locken.
Aber kaum einer, es sei denn die Person hat selber so eine Mähne, sieht, was für eine ätzende Arbeit dahinter steckt. Mal davon abgesehen, das ich monatlich ein heiden Geld für Pflegeprodukte ausgeben muß, damit die Locken nunmal so aussehen, wie sie aussehen. Dann die Fönerei, die mir manchmal den Nerv raubt. Denn bis alles trocken ist und ich "rausgehfertig" bin, vergeht schon eine bis einderthalb Stunden. Das ist gerade im Winter ganz besonders nervig...
So bin ich also mal wieder hin und hergerissen, ob ich zu meiner Frisörin des Vertrauens renne und sage "Ab damit" oder es belasse wie es ist.
Ich denke, jeder der diese "Haarkrise" schonmal hatte, weiß wie schlimm das ist. Alle brüllen "Neeeeeeeeeeeeinnnnnnnnnnnnn, nicht abschneiden"(an DER Stelle verweise ich mal auf den "I!Robot?" Blog) und am Ende beuge ich mich meinen Mitmenschen und belasse alles wie es ist. Und dazu noch diese Gedanken im Hinterkopf, das lange Haare ja soooooooooooo toll sind, die Männerwelt statistisch gesehen eher auf Frauen mit langen Haaren abfährt und und und...
Manno. Könnte man die Dinger ohne Probleme wieder ankleben, ja DAS wäre toll..

Ich bin auf die Psychologische Analyse der Hobbypsychologen unter Euch gespannt. Weil Haare abschneiden oder färben bei einer Frau bedeutet ja (in den Augen mancher Semipsychologen) das "Frau" im innerlichen Umbruch ist und so blablabla...

Naja, vielleicht überrasch ich ja demnächst mit Platinblonder Raspelkurz Frisur. Oder mit Dreadlocks, oder mit Rastahaaren. Oder mit Feuermähne. Oder mit dunklem Iro. Oder oder oder... *gg*

EDIT: Haarkrise glücklicherweise wieder überwunden*Mähne schüttel* :D

Stay tuned
Trine

Dienstag, November 21, 2006

DANKE


So, da ich heut Abend vermutlich nicht mehr in der Lage bin, brav danke danke zu sagen, tue ich das mal vorab ;)
Also: DANKE an alle, die heute an mich denken, mich bemitleiden, beglückwünschen, bei mir sind oder auch fernbleiben!

Auf die nächsten Jahre *cheers*
Review und Bilder meiner geplanten Sause wirds dann hier an Ort und Stelle geben!

Stay tuned
die alte Frau

Donnerstag, November 16, 2006

Zorn


Ich bin heute Zornig!
Warum?
Mich beschleicht in letzter Zeit immer häufiger das Gefühl, das wir als Pflegeteam keine Anerkennung für unsere Leistung bekommen. Weder von Seiten der Patienten, Angehörigen, Ärzte, Sprechstundenhilfen, noch (und in erster Linie) von unseren Brötchengebern...
Viele halten es anscheinend für selbstredend, das wir sämtliche Lasten tragen, welche die ambulante Pflege so mit sich bringt. Sei es unmenschliche Dienstzeiten, der Verkehr, der immer stressiger wird, noch die immense psychische wie auch physische Last, die wir zu schleppen haben. Beschwerden über nicht passende Einsatzzeiten sind ja alltäglich und ich leier in solchen Fällen den Standartsatz hinunter "Cheffin macht den Dienstplan".
Aber es kommen auch Ungerechtigkeiten hinzu, die teilweise, aus Frustration seitens der Angehörigen, auch sehr persönlich werden. So muß ich mir gefallen laßen, als unkompetent beschimpft zu werden. Ich werde oft beschimpft. Wie ich bereits schon mal in einem Blog geschildert habe, nicht wegen Dinge, die ICH verbockt habe, sondern schlicht weg, weil Patienten und deren Angehörige überfordert sind, Angst haben, sei es vor dem Tot oder der Krankheit ansich.
Sicher eine Sache, mit der ich umgehen MUß, das ist mein Job!
Aber ich, so wie wohl jeder der in dem Berufsfeld arbeitet, weiß, wie gut oftmals eine klitzekleine Anerkennung tut. Ein Wort, das mir zeigt, das die Arbeit und der Einsatz den ich und meine Kollegen leisten, geschätzt und anerkannt wird.
Das wir eine Anerkennung in Form von Weihnachts- ode Urlaubsgratifikationen nicht erhalten, damit haben wir uns wohl abgefunden. Aber heute wurde uns eröffnet, das wir unser Weihnachtsessen anteilmäßig selbst tragen müßen. Für mich ein Unding und auch eine Art Hieb ins Gesicht...
Denn ich kenne es aus meiner langjährigen Arbeit in der Pflege nicht anders, dass das Weihnachtsessen ein Dankeschön des Arbeitgebers an die Belegschaft ist, für erbrachte Leistungen, gedacht als kleine Abwechslung in einem mehr als anstrengenden Arbeitsalltag. Vorallem aber auch mal die Möglichkeit, ein wenig Zeit außerhalb des Büros miteinander zu verbringen. Und das ist so unglaublich wichtig, denn wir müßen als Team "funktionieren"!
Mich hat diese Information heute wirklich sehr empört und ich brauchte den kompletten Fußweg nachhause, um mich wieder abzuregen.
Ich weiß, das meine Familie stolz auf mich ist, ich weiß, das meine Freunde wissen, was ich an Arbeit leiste und dieses auch respektieren und aktzeptieren. Aber WO bleibt die Anerekennung derer, um die es in meinem Beruf geht?
Ja, das macht mich zornig, wütend und vorallem frustriert es mich sehr. Denn der Spaß, den ich bei meinem Job habe, bleibt immer weiter auf der Strecke. Anerkennung ist der Sprit, der unseren Motor am laufen hält...

Stay tuned
Trine

P.S.
Wer sich fragt, was das oben gezeigte Bild mit dem Thema zu tun hat:
"Zorn" gehört zu den sieben Totsünden. Nichts anderes zeigt das Bild

Mittwoch, November 15, 2006

Rituale


Wecker klingelt- aufstehen- Kaffe anschalten- Zähne putzen- anziehen- Frühstücken- Tasche packen- zur Arbeit gehen- Büro aufschließen- PDA synchronisieren- Schlüßel einsammeln- Patienten versorgen- Büroarbeit erledigen- Feierabend machen- nachhause gehen- Mittagsschlaf halten- Haushalt machen- abschalten- joggen gehen- zu Abend essen- TV gucken- zähne putzen- schlafen gehen
...

Täglich das gleiche Schema, nach dem ich meinen Tag gestalte. Täglich die kleinen Rituale, die mir helfen, den Tag besser zu organisieren. Ob es nun die Tatsache ist, vor dem schlafen gehen mein Frühstück für den nächsten Morgen vorzubereiten, oder nach der Arbeit zuerst eine Freundin anzurufen und sich über den vergangenen Arbeitstag auszutauschen.
Mir ist mal bewußt geworden, wie Ritual gesteuert ich eigentlich bin und als wie dramatisch ich es empfinde, wenn nur eine Kleinigkeit von meinen Alltagsriten abgeändert wird.
Viele meiner täglichen Wege lege ich wie in Trance zurück, nur teils bewußt, schlichtweg, weil sich viele Strecken tagtäglich wiederholen. Manchmal erreiche ich mein Ziel und ich frage mich tatsächlich, WIE ich dort hin gekommen bin und erschrecke, denn ich kann mich kaum erinnern.
Heute habe ich mal probiert, mein Duschritual zu ändern. Anstatt ERST die Haare zu waschen, habe ich mich zuerst eingeseift. Es hat mich ungelogen eine heiden Überwindung gekostet, es mal anders als sonst zu machen, da selbst diese "Kleinigkeiten" des Alltags ritualisiert sind. Mir wurde bewußt, wie Zwanghaft wir Menschen (oder auch nur ich??) überhaupt sind. Ich werde nahezu nervös bei dem Gedanken, das am nächsten Tag etwas anders sein könnte, als die Tage zuvor...
Nehmen wir mal das kommende Wochenende. Mich verschlägt es beruflich nach Dresden. Das heißt für mich: nichts mit meinem "freien Samstag Ritual", in die Stadt zu gehen, zu bummeln, Sushi in der City Passage zu kaufen, bei Meyerbeer meine Kaffe zu trinken, Yve bei NY zu besuchen und kurz zu quatschen... Nein, ich muß für nur zwei kleine, klitzekleine Tage sämtliche meiner liebgewonnen Rituale abschalten. Hm... ICH HAB ANGST!!! Naja, okay, SO schlimm ist es dann doch nicht.
Aber doch eine spannende Angelegenheit, die Sache mit den Ritualen. Und wenn ich mich so umschaue, bin ich doch ein wenig beruhigt, das wirklich JEDER in meinem Umfeld nach kleinen, festen Schemata handelt und lebt...
Puuuh, ich bin doch nicht verrückt...

Stay tuned
Trine

Montag, November 13, 2006

"Wo wollen wir hin...


... wo kommen wir her?"
So lautet die Textzeile eines Liedes von den Fanta4.
Das hörte ich gestern im Auto und da mir bei der Arbeit ja immer schrecklich langweilig ist (*gröhl*) hab ich mich mal wieder hemmungslos meiner Tagträumerei hingegeben.
Ich habe mal überlegt, wo ich wohl heute in zehn Jahren bin, nein, nehmen wir mal fünf Jahre.
SCHÖN wäre natürlich, wenn ich auf der Terasse der oben abgebildeten Villa am Meer sitzen würde, mir einen guten Wein einschenke und mein treusorgender Ehemann in der Küche lecker Antipasti zubereitet. Okay, zumindest die Villa kann ich mir von der Backe schmieren glaube ich. Betreffend des Ehemannes bin ich auch eher skeptisch, aber zumindest die Sache mit den Antipasti sollte wohl klappen.
Gut, weiterträumen...

Aber anhand meines Tagtraumes gestern habe ich mal in alten Unterlagen gewühlt und tatsächlich eine alte Deutschklausur wiedergefunden. In der 9. Klasse war ich glaub ich damals. Thema war "Lebensziele" und wir sollten einen Aufsatz zu dem Thema schreiben. Wir sollten uns Gedanken machen, wo wir in zehn Jahren sind. Da ich zum damaligen Zeitpunkt 15 war, sind die zehn Jahre nun also verstrichen.
Damals war es noch mein Traumberuf, Physiotherapeutin zu werden und mich hinterher auf Reittherapie zu spezialisieren. Hm, DAS war dann schonmal nichts. ABER ich bin dem Berufsfeld im weiteren Sinne treu geblieben.
Desweiteren habe ich mir damals vorgestellt, in einer hippen Großstadt zu wohnen, Köln oder Berlin waren damals meine Wunschstädte. Hm, okay, Bielefeld ist es JETZT. Vielleicht nicht grad eine hippe Großstadt, aber wohnen tue ich trotzdem vom ganzen Herzen gerne hier.
Die weiteren Vorstellungen entsprangen dann eher einer verrückten Teenagerin, die nur Flausen im Kopf hatte und tun hier dann doch nicht weiter zur Sache ;)
Aber es ist schon ein spannender Gedanke, die Frage "Wo bin ich dann und dann"...
Vielleicht lese ich ja in fünf Jahren meinen Blog und sitze dabei, hmmmm, vielleicht immer noch in meiner Wohnung hier in Brackwede, trinke ebenfalls, so wie gerade, einen Pfefferminztee, höre Radio und freue mich über einen freien Tag nach einem anstrengenden Dienstwochenende.
Man weiß es nicht. Aber träumen ist etwas wunderschönes. Mal weit davon ab, in wiefern man sein Leben reel schon verplant hat...
"Was derzeit mein größter Traum ist" frage ich mich jetzt gerade selber...
Hmmmm, Zeit. Ja, viel Zeit haben. Und diese Zeit mit sinnvolleren Dingen, als schlafen und Haushalt zu verbringen. Und die Welt zu bereisen. Ja, das wäre toll. Einfach mal losreisen und Länder sehen, weit ab von den Touripfaden, die ich bisher nur aus dem Katalog kenne.
Das wäre toll.
Hm, vielleicht erfülle ich mir irgendwann meinen Traum, nehme mir eine Auszeit und bereise einen anderen Kontinent...

Träumen ist toll...


Stay tuned
Trine

Donnerstag, November 09, 2006

Brot für die Welt....



....aber die Wurst bleibt hier!!!
JAWOLL!
Aaaaaaaaaaargh, es geht wieder los. In wirklich jedem Geschäft, von McDonalds bis zum Supermarkt um die Ecke stehen wieder die Spendensäckel, jeder hält die Hand auf und bittet um Almosen für hungernde Kinder, Tierheime, Sozialprojekte etc.pp. Es Weihnachtet also wieder mal sehr.
Nicht das ich irgendwie Sozial untragbar bin, weil ich auch dieses Jahr NICHTS spende, nein nein, aber wer spendet MIR eigentlich mal etwas? Immerhin verbringe ich mein Leben am Bett totkranker Menschen, begleite Gehbehinderte Damen zum Arzt, wickel älteren Herren die Beine, damit die mal wieder den Ausblick auf eine junge Schwester genießen können und das ganze für einen Hungerlohn!... Ich schlage mir Nächte mit Rufbereitschaft um die Ohren, verbringe meine knapp bemeßene Zeit in zu kleinen Dienstwägen um die Kranken dieses Landes zu versorgen, aber WEN interessierts? Paaaah. Niemanden!
Stattdessen guckt mich der Obdachlose in der Fußgängerzone verständnisslos an, als ich auf seine bitte, IHM einen Euro (vermutlich für ne Pulle Korn) wie folgt reagiere: ich habe ihm in gemäßigter Lautstärke die Anschrift der örtlichen "Tafel" genannt, ihm die Öffnungszeiten der Städtischen Kantinen erläutert und ihm DANN noch erklärt, das ich morgens um 5h aufstehe, bis zu 10 Stunden arbeite, um mir MEINE Pulle Korn schwer zu verdienen!!!!
Oder auch das Erlebniss einer Freundin, nennen wir sie mal Uschi Müller, bei McDonalds. Als Sie die Frage der freundlichen McDonalds Burgerschuppse, einen Euro für die Krebshilfe zu spenden, verneinte, wurde Sie URPLÖTZLICH weniger freundlich behandelt, geradezu herabwürdigend beäugt.
Haben wir bei unserer Geburt eigentlich einen Vertrag unterschrieben, in dem steht, das wir spenden MÜßEN? Hallo? Ich bekomme nicht mal Weihnachtsgeld! Und warum können sich die ganzen Organisationen nicht mal absprechen, ihre Spendengesuche über das Jahr zu verteilen.
Und selbst die Dötze halten die Hand auf, oder was denkt ihr, wofür das "Martinssingen" erfunden wurde? Na? NA?? Damit sich die kleinen Racker mal wieder, auf fremder Leute kosten natürlich, den Wanst vollhauen können. Und dabei wird man noch blöd angeguckt, wenn man anstatt Mars, Snickers und co. "nur" Mandarinen in den Beutel wirft. HEY, ich denke dabei NUR an das Wohl der kleinen, so von wegen Karies und fette Kinder und so!!
Nein, ich weigere mich weiterhin partout, mein Portmonait zu öffnen, davon abgesehen, das eh nichts darin zu finden ist. Wobei es ja die passende Gelegenheit wäre, mal die veralteten Visitenkarten los zu werden *gg*
Ich finde es einfach nervend, das die Weihnachtszeit ausgenutzt wird, um unser schlechtes Gewissen zu schüren (ich habe es im übrigen NICHT) und wir mit Bildern putzig aussehender Tiere, kleiner Kinder und einbeiniger Banditen bombadiert werden...

Nun mag man von mir denken, was man möchte, das ich n Miststück bin, das ich egoistisch bin oder sonst irgend etwas, aber MIR schenkt auch keiner etwas (achja, zum Geburtstag wünsche ich mir bitte ein T-Shirt: "Vorsicht bissig!!!!" *gg*)

So, ich muß mal losziehen, mein Vorrat Strothmann Korn geht zuneige!

Stay tuned
Trine

Mittwoch, November 08, 2006

Music make my World go round


Mir ist in letzter Zeit mal aufgefallen, WIE sehr Musik mein Leben bestimmt.
Es gibt quasi keine Stunde in meinem Leben, in der ich nicht dem Radio lausche, meinen Realplayer anwerfe und Musik von Festplatte höre oder selber vor mich hinsumm,-singe oder -träller.
Ich habe mal in einem Selbstversuch getestet, wie es mir geht, wenn ich versuche, nur EINEN Tag das Radio ausgeschaltet zu lassen und habe mich jeglichem Musikalischen Einfluß entzogen.
Ergebniss: Ich hatte schlechte Laune!
Morgens, zum wach werden, schaltet sich automatisch das Radio an, zwei Minuten später ertönt mein Handy Wecker und versucht mich mit "Strong" von Robbie Williams aus dem Koma zu rütteln. Und nachdem ich die Kaffemaschiene angekloppt habe, ist der nächste Gang nicht ins Bad, sondern zu meinem Radio im Wohnzimmer.
Und auch sonst befinde ich mich in einer 24h Rundumbeschallung. Auf dem Weg zur Arbeit die Knöpfe im Ohr, im Dienstwagen wahlweise BFBS Radio 1 oder Einslive. Manchmal auch WDR 4 oder Radio Bielefeld, beim joggen spornt mich das Set eines Lieblings DJ`s an. Und bei manchen Patienten, besonders bei den Dementen, schmeiß ich ganz gerne mal den Kasettenspieler an um Oldies zu spielen, denn dann sind sie ruhiger und fröhlicher. Und gemeinsam singen verbindet und schafft vertrauen (Hallo Dr.M. aus Muc: sing doch mal mit den schweren Jungs *gg*)
Während der Ausbildung haben wir u.a. ein Seminar zum Thema "Musiktherapie" gemacht. Wahnsinnig interessant. Viele, gerade Psychisch beeinträchtigte Menschen, kann man wunderbar über Musik erreichen. Sei es nun durch überdimensionale Klankkörper, auf denen authistische Kinder wunderbar entspannen können oder die uralte Platte von Marlene Dietrich, bei der Frau Müller-Meyer-Schulze auf einmal wieder anfängt zu reden und zu strahlen.
Und was hatte ich einen Riesenspaß, meiner kleinen Nichte, Lale, während meines Besuchs Kinderlieder vorzusingen. Und ich selbst begann mich auf einmal auch wieder an meine früheste Kindheit zu erinnern, habe mit meiner großen Schwester überlegt, was unsere Mutter immer gesungen hat ( oft war es der BiBaButzemann oder das Fähnchen, was sich im Wind dreht)

Mal abgesehen von meiner Leidenschaft für die Electronische-Platten Musik, kann ich meinen Musik Geschmack als sehr breit gefächert bezeichnen, das geht von Jazz, Swing über Pop und Rock nach Hip hop und House bis zu Punk und Oldies, von allem ein wenig. Neulich sagt sogar mal jemand zu mir, ich wäre ein wandelndes Lexikon, was Musiktitel und Interpreten betrifft. Kein wunder, bei DEM Musikpensum ;)
Ich vertrete auch die Einstellung, das Musik anstatt Waffen eingesetzt werden sollte.
Bei genauerem hinsehen ist in manchen Kulturen Musik sogar so etwas wie eine Waffe. Rap ist nichts anderes als der Musikalisch-verbalisierte Versuch, jemand anderen zu "dissen", also zu beleidigen. Bei den Buschmännern heizt Trommelmusik die Krieger an, sie tanzen sich in Trance. Und seit Dirty Dancing wissen wir alle, das Musik und der damit verbundene Tanz sogar verdammt einheizen kann ;)
Vielleicht nerve ich manchmal meine Mitmenschen mit meinem gepfeife, gesinge und meinem ständigen Wunsch, Musik laufen zu lassen, aber HEY:
"Wo gesungen wird, dort lass dich nieder, denn schlechte Menschen kennen keine Lieder!"

Stay tuned
Trine

Donnerstag, November 02, 2006

Dancefloor Kings and Disco Queens


Ein erschreckender Virus greift um sich.
Und zwar der "wir werden erwachsener" Virus :(
Zuletzt schlug er zu am vergangenen Dienstag.
Eine kleine Truppe fröhlicher Menschen brach auf, um sich unter das Partyvolk zu mischen. Hübsch gestylet, voll motiviert, die Tanzfläche zu stürmen und einen wahnsinnig lustigen Abend zu haben.
Doch dann passierte es: kaum angekommen machte sich ein flaues Gefühl bei den beteiligten und einer Handvoll weiterer "Ritter der Nacht" breit. Es schien, als ob irgendwas anders wäre als sonst. Der sonst gewohnte "Kick" bei den ersten Klängen einer Lieblingsplatte, die gewohnte Euphorie auf der Tanzfläche hielt sich in Grenzen und verwunderte Mienen machten sich breit.
Was war nur los? Was ist passiert?
Eine heiße Diskussion nahm auf der Rückfahrt ihren lauf...
"Wir werden Anspruchsvoller" meinte die eine Discoqueen "Das Publikum wird immer komischer" entgegnete der andere Dancefloor King. Die nächste schob es auf ihr mittlerweile ansteigendes Alter... "Wir haben irgendwie schon alles gesehen" wurde beinahe Unisono gesagt. "Es bockt nicht mehr, immer das gleiche: aufhübschen, vorglühen, ankommen, Bekannte begrüßen und dann zu den Platten feiern, die wir uns schon längst überhört haben!"
Eine mysteriöse Sache, die mich selbst den darauffolgenden Tag noch schwer beschäftigt hat.
Seit fast zehn Jahren wiederholt sich mein "freies-Wochenende" Ritual. Schlaf vorholen, überlegen, was ich anziehe, schick machen, zu Freunden fahren um dort n Prosseco oder nen Becks zu trinken und dann bricht man auf zu der Party, bleibt dort bis zum Morgengrauen um dann noch in einen weiteren Club zu gehen oder auf einer After Hour zu landen.
Hm, dann fiel mir auf, das ich daran garnicht mehr SO sehr den Spaß habe.
Zehn Jahre...
Das bedeutet, ZEHN Jahre Gas gegeben, andere Dinge schlüren gelassen, mehr Party und weniger "normale" Dinge der Wochenendgestaltung unternommen. Ich weiß garnicht, wann ich das letzte mal eine zünftige Kneipentour mit vorhergehendem Kinobesuch gemacht habe.
Sicher liebe ich meine Electronische Musik. Aber ich, wie auch andere Menschen aus meiner Clique, schweifen immer mehr zu anderen Ufern ab. Auf einmal steht in unseren Profilen in diversen Foren unter "Musikstyle" nicht nur noch: House, Electro, Techno, Minimal, NEIN, mittlerweile mischt sich dort unaufhaltsam erwachsener Musik drunter. Auf einmal steht dort: Jazz, Indie, Rock, Alternative, Pop.
Oh mein Gott...
Mag es doch passiert sein?
Werden wir doch auf einmal erwachsen und anspruchsvoller?
Man weiß es nicht, aber der Prozess nimmt unaufhaltsam seinen lauf. Denn auf einmal sind auch noch andere Dinge wichtiger, als NUR den Lieblings DJ zu bejubeln und seine neueste Platte zu feiern...



Stay tuned
Trine

Sonntag, Oktober 29, 2006

Rollenspiele

Ich muß mich heute mal einem Problem widmen, welches mich seit geraumer Zeit beschäftigt, nämlich dem Rollenkonflikt, in dem ich mich berufsbedingt befinde...
Immer häufiger passiert es in letzter Zeit, das ich, aufgrund meiner Schichtarbeit (vorallem am Wochenende) nicht an Aktivitäten teilnehmen kann, sei es eine Party oder sonstige Zusammenkünfte in meinem Bekanntenkreis.
Es ist nicht immer einfach für mich, alles unter einen Hut zu bekommen, vorallem nicht an Wochenenden. Häufig bekomme ich lange Gesichter zu sehen, wenn ich für etwas absagen muß, weil halt wieder ein Wochenenddienst ansteht und ich habe den Eindruck, das einige wenig Verständniss für mich und meinen Beruf haben.
Wochenenddienst bedeutet für mich, an Samstagen, Sonntagen und auch mal an Feiertagen mitten in der Nacht aufstehen zu müßen (teilweise noch VOR 5Uhr), wenn andere noch fröhlich im Club feiern. An einem dieser beiden Tage muß ich sogar zwei Schichten am Stück schieben, was wenig Schlaf und sehr viel Arbeit bedeutet. Und auch unter der Woche sieht es oft ähnlich aus. Besprechungen, Dokumentations- und Schriftarbeit im Büro (welche sehr viel Zeit in Anspruch nimmt), Fortbildungen (an denen wir regelmäßig teilnehmen MÜßEN) und Früh- und Spätdienste, die zu Menschenunwürdigen Zeiten beginnen, oder auch enden. Da habe ich oft einfach keine Kraft und Lust mehr, mich noch unter das Party-Volk zu mischen.
Sicher gab es Zeiten, in denen ich dem Dienst zum trotz am Wochenende Abends auf den Putz gehauen habe. DAS geht derzeit einfach nicht, da von meiner Konzentration teilweise Menschenleben abhängen. Eine Insulin Spritze falsch dosiert oder eine Infusion falsch angehängt, einen Verband falsch angelegt oder einen Patienten unachtsam gelagert kann fatale Folgen haben, die mich unter Umständen bis vor Gericht führen können.
Ich denke, viele haben ein falsches Bild von meinem Beruf und denken, das ich meine Runden drehe um Inkontinenzvorlagen zu wechseln und alten Menschen den Rücken zu waschen. Nein, dem ist nicht so. Die Intensivmedizinische Versorgung nimmt immer weiter zu und für diese Dinge brauche ich meine komplette Aufmerksamkeit!
Ich tue mein bestes, um niemanden zu vernachläßigen und gebe alles um mich auch mal wieder häufiger unter die Clique zu mischen!
Bis dahin, Schwesterliche Grüße

Stay tuned
Trine

Donnerstag, Oktober 26, 2006

Kennt ihr den Ort...



... an dem man Madonna neben dem Dalai Lame trifft? Wo man Angela Merkel und Robbie Williams (nimm mich Robbieeeeeeeeeeeeeeee) als Freund hat. Und letzendlich DER Ort, an dem Jesus lebt?!
ICH habe ihn gefunden....

www.myspace.com

Dort ist jeder, wirklich JEDER angemeldet. Jack Nicholson erzählt von sich, Justin Timberlake zeigt sein neustes Viedeo und Dittsche befindet sich in meiner Freundesliste.
Was habe ich vorhin Tränen gelacht, als ich Helmut Kohl`s Profil durchlas. Oder Mal auf "Pamela Anderson" klickte. Achja, Bismarck, Willy Brandt und co sind dort auch vertreten.

Davon mal abgesehen, trifft man dort nicht nur die Promis dieser Welt (Tom Cruise, Harald Schmidt und Shakira reichen sich die Klinge in die Hand), nein auch sämtliche Menschen aus meinem Umfeld finden dort Platz. Und es werden mehr und mehr. Das wohl größte Netzwerk dieser Welt. Allein die "Arctic Monkeys" haben es MySpace zu verdanken, das Sie so berühmt sind, wie sie es jetzt sind.
Na, mal gucken, was aus MIR noch so wird ;)
Und wer mal schauen mag:
www.myspace.com/trullatrine

Viel Spaß!!

Stay tuned
Trine

Montag, Oktober 23, 2006

Das Ding nach dem "Ding"

Heute möchte ich mich mal näher mit dem seltsamen Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur, ääh, ne, nicht zur Paarungszeit, sondern im allgemeinen widmen.
Aufgrund einer Reportage im Radio gestern, hat mein Kopf mal wieder schwer zu arbeiten gehabt.
Es geht um folgendes:
Wie gehen wir mit der Beziehung nach der Beziehung um, quasi "dem Ding nach dem Ding"?!
Ich kann das ganze eigentlich in zwei Gruppen spalten.

Gruppe 1:
Die Menschen, die sich nach der großen, ernstzunehmenden Beziehung erstmal die Hörner abstoßen, daten bis zum umfallen und sich in ein "Ding" nach dem nächsten stürzen. Der eine mag es für sein gekränktes Ego tun, der andere kann nicht alleine sein, der nächste möchte einfach die Ungebundenheit und die damit verbundenen Vorzüge des Singeldaseins genießen. Im jedenfall wird es aber Verletzte geben. Denn DIE Frau oder DEN Mann, der das "Ding nach dem Ding" sein wird. Angehörige dieser ersten Gruppe haben Freude daran, die Zeit mit dem "neuen" zu verbringen, aber ernst zu nehmend werden solche Liaisonen höchst selten, nein eigentlich fast NIE. Und noch seltener steht ein jemand dazu, nämlich DAS es nur dieses Egoding ist, um über die große, dicke, zurückliegende Beziehung hinweg zu kommen, der/die neue nur das Trostpflaster auf einer verletzten Seele oder einem geknickten Ego ist. So wird es in diesen, "Nach-Beziehunglichen-Beziehungen" also einen Gewinner und einen Verlierer geben... Schade für den Verlierer, der vielleicht doch ein wenig mehr in die "Beziehung" investieren möchte.
Wie heißt es in meinem Lieblingsfilm, "If Only" so schön? "In einer Beziehung gibt es immer einen, der mehr liebt als der andere...."

Okay, dann mal zu
Gruppe2:
Die Gattung Mensch, die nach DEM "Ding" erstmal lange, laaange Zeit verweilt, Wunden leckt und allein bleibt um dann, wie gesagt nach langer Zeit, wieder ein neues, ernstzunehmendes "Ding" zu starten. Das sind die Menschen, in deren Leben die Beziehung zu einem Menschen einen recht hohen Stellenwert einnimmt. Soll nicht heißen, das Sie nicht minder schlecht allein sein können, aber "Hörner abstoßen" oder "Egodinger" sind nicht deren Sache. Sie wollen die tiefe Emotion einer handfesten Sache, die man vielleicht später auch mal "Liebe" nennen mag. Und im Enddeffekt sind DAS auch die Menschen, welche die längeren und standhafteren Beziehungen führen... Ob nun mehr oder minder glücklich als andere, lasse ich mal im Raum stehen.
Die Frage, die ich mir nun stelle, wenn ich mir das alles nochmal durch den Kopf gehen lasse, ist: welches ist eigentlich besser für die Seele? Hörner abstoßen, sein Ego wieder polieren, nachdem ER oder SIE uns verlassen hat, oder doch warten, bis der nächste "Mr.Allright" um die Ecke kommt, um eine Neuauflage zu starten...?!
Ehrlich gesagt weiß ich es nicht. Ich für meinen Teil zähle mich eher zu zweiter Gruppe, larifari ist nichts für mich und halbe Sachen verabscheue ich wie der Teufel das Weihwasser, aber das ist auch nur meine ganz persönliche Sichtweise, die ich hier einfließen lasse.
Ich denke, am "gesündesten" und am fairsten ist eine Mischung aus beidem. Nämlich JEDE Beziehung ernst zu nehmen, sie zu leben und zu zelebrieren, als wäre es die einzigst wahre...
So weit, so gut...
Lebt Eure Liebe, liebe liebenden ;)

Stay tuned
Trine

Sonntag, Oktober 22, 2006

Das literarische Solo


Als erstes meine "Bibel", DAS Buch, was ich quasi tagtäglich lese, nutze und auch bei mir habe.
Die Pschyrembel, das Wörterbuch der Medizin. Unabdinglich für mich als Pflegerin und es gibt wohl keinen, der im Medizinischen Bereich arbeitet, der es noch nicht in der Hand hatte.
Sehr zu empfehlen im übrigen auch für unsere Hypochondrischen Mitmenschen ;)


Eins der drei Bücher, welches ich derzeit lese. Ich als weltgrößter Robbie Fan (*lach*) MUß natürlich auch ne Biographie gelesen haben. Durchaus interessant, beleuchtet weniger die Karriere, als viel mehr den Menschen, der dahinter steckt. Arme Sau, denke ich mir immer wieder...


Buch Nummer zwei, welches gerade auf meinem Nachttisch liegt und aufs verschlungen werden wartet. Gestern fing ich an zu lesen, bei Meyerbeer über dem Boulevard... Ich denke, das ich dort erstmal Hausverbot habe, denn ich mußte SO laut lachen und vor mich hin prusten, das es schon ein wenig peinlich wurde ;)
DIESES Buch beantwortet MINDESTENS die Hälfte aller Fragen, die wir uns so im laufe eines Lebens stellen!!!


Ja und DAS ist Buch Nummer drei. Mein heißgeliebtes Angstbuch, welches mich viele Dinge besser verstehen läßt. Auf der einen Seite mich selber, aber auch meine Mitmenschen und vorallem meine Patienten... Lesenwert, wenn man sich ein wenig für die Menschliche Psyche interessiert...


Einer meiner "frischeren" Romane, den ich Ettapenweise durchlese.
Was wäre wenn Terroristen versuchen würden, in nie da gewesener Form, einen G8 Gipfel in Köln platt zu machen? Tja, in dem Roman erfährt man es... Hauptdarsteller, ein irischer Physiker, kommt wunderbar charmant rüber und es macht wirklich spaß, ihm auf der Verfolgungsjagd durch Köln Gesellschaft zu leisten!


Und NOCH ein Schätzing Roman...
Wahnsinnig spannender Mittelalter Krimi, der zur Zeit des Dombaus in Köln spielt. Es handelt von einem armen Schlucker, der den Mord am Dombaumeister beobachtet. Herrlich bedrückende Stimmung und man stellt sich immer wieder die Frage, wie unglaub hart das Leben anno dazumal gewesen sein muß...


Also DAS, liebe Leute, ist mein absolutes Lieblingsbuch!! Habe ich sicher schon zehnmal gelesen und tue es weiterhin. Handlung: aufstrebende Werbeagentur Cheffin rastet aus. Aber RICHTIG. Ihre Neurosen, Psychosen, Zwänge und was nicht alles werden ihr zum Verhängniss und die Art und Weise, wie das beschrieben wird, ist einfach zu genialst. Da schießt Sie einen wehrlosen Bürger im Kino um, weil er zu Laut mit dem Popcorn raschelt, legt die Oma auf der Strasse um, weil Sie doofe Fragen stellt oder nötigt ihren besten Freund zum einparken, obwohl das Theater noch 5km weit weg ist, aber hier halt grad ein freier Parkplatz ist. Man könnte fast von einer weiblichen Jack Nicholson reden. ABSOLUTES must have für den Winter Mädels ;)


Ich glaube das Buch habe ich schon seit 5 Jahren, lese aber immerwieder darin (habe es sogar schon zweimal durch) Es handelt vom Aufstieg und Niedergang in unserer Gesellschaft, explizit in dem Buch geschildert anhand des Beispiels eines Starfrisörs in Berlin...Teilweise sehr lustig, teilweise sehr beklemmend...


Auf das Buch bin ich durch Zufall gestoßen. Langeweile gehabt, beim Boulevard gewesen und wahllos zugegriffen. Gute Entscheidung, wie sich herausstellen sollte. Selten habe ich ein so teifgründiges und sinnvolles Buch gelesen. Fundament des Buches: "Was wäre wenn..." Die Frage stellen wir uns ja häufig. Und in dem Buch darf man erleben, was wäre wenn das und dies passiert wäre, oder was wenn nicht... Sensationelles, kurzweiliges Buch!!


Hahahaaaaahaaaa. Ich denke, DAS trifft am ehesten, was während des lesens in mir vorging. Teilweise bin ich fast vom Sofa gefallen vor lachen. Thommy Jaud ist seineszeichens Autor vieler Comedy Streifen, schrieb unter anderem für Anke Engelke oder RTL Samstag Nacht. Auch der Vorgänger Roman "Vollidiot" war ein Kompliment an die Lachmuskeln, die hinter her wirklich 1a trainiert waren.
UNBEDINGT lesen!!!


Ich denke zu "Sakrileg" brauche ich nicht wirklich was zu sagen. Habe ihn mir als Film bisher gespart, da ich meine Fantasie nicht kaputt machen möcht. Aber wie jeder Dan Brown Schinken wollte ich das Buch überhaupt nicht mehr weglegen und habe die ein oder andere Nachtschicht eingelegt

War anfangs etwas Zäh, da man sich erst durch die Rahmenhandlungen, die diversen Personen und Schauplätze kämpfen mußte. Aber gegen Mitte des Buches, wollte ich es garnicht mehr weglegen. Die Protagonisten befinden sich im Byzanthinischem Reich und es geht um eine Verschwörung alt rivalisierender Stämme. Der Roman spielt in der heutigen, wie auch in der Zeit um 500v.Chr. Empfehlenswert, wenn man kriminalistische Spannung gekreuzt mit der prickelnden Aufgeregtheit eines "Sakrilegs" liebt.



Das sind bei weitem nicht ALLE Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe, aber die, die mir erwähnenswert erschienen. Ich denke, das auch noch das ein oder andere hinzu kommt.
Also, viel Spaß beim schmökern ;)

Stay tuned
Trine

Donnerstag, Oktober 19, 2006

Voll bekloppt, wa - oder Fragen, die die Welt nicht braucht?!

Für Yve ;)

Heißt Mushi Mushi eigentlich wirklich "Küßchen" auf Japanisch?

Mal ganz zu schweigen von der Frage, ob man After eight at PM oder AM ißt?

Ist es legitim, im Kino eine Unterhaltung über Männer zu führen, WÄHREND des Films?

Warum fällt das Marmeladen Brot eigentlich immer nur DANN runter, wenn ich ein frisches T-Shirt anhabe und warum landet es dann auch noch IMMER auf der Marmeladen Seite?

Darf man mehr als 60Minuten pro Tag mit sinnfreien Telefonaten verbringen?

Ist Fear and loathing Las Vegas im besoffenen Zustand genauso lustig wie im nüchternen?
Und warum bekomm ich vom lachen Bauchschmerzen, aber von zu viel Schokolade nicht?

Und warum überhaupt ist Australien unter uns und nicht neben uns? Oder sogar ÜBER uns?

Wieso tret ICH immer in die Fettnäpfchen und nicht meine Nachbarin?

Warum weiß mein Handy nicht, das "alles klärchen" so und nicht "alles klärag" geschrieben wird?

Und WANN erfindet mal jemand sich selbstreinigende weiße Hosen

Darf man als 23jährige noch ein Poesie Album führen, in dem die besten Freunde ihren Lieblingslehrer, die Lieblingsboygroup schreiben und als Lieblingsfarbe rosa ankreuzen? Und wie ist es dann erst mit 25???

Dauert Liebeskummer mit 25 genauso lange wie mit 15?

Und woher in herrgottsnamen weiß man, das man erwachsen ist?

Ist Sven Väth ein Alien? Oder doch vielleicht Xavier Naidoo, weil DER ist ja nicht von dieser Welt, sagt ER zumindest..

Warum muß man sich beim Candle Light Dinner eigentlich gegenüber sitzen und nicht mit dem Rücken zueinander und wieso ist es schlimm, eine Sozialphobie zu haben??

Geht das zucken im Augenwinkel auch mal wieder weg????

Auch interessant, wieso der Großteil der Bevölkerung lieber die roten, als die grünen Gummibärchen vernascht und die weißen komplett vereinsamt in der Tüte verotten.

Man weiß es nicht, aber Antworten auf die Fragen dürfen mir gerne an lockenalarm@web.de mitgeteilt werden

Ansonsten werd ich mir jetzt mal wieder die weiße Jacke mit den Ärmeln am Rücken überwerfen, is doch a weng frisch geworden hier, so beim denken :D

Achja, Humor, ist, wenn man trotzdem lacht!!

Stay crazy
Trine

Dienstag, Oktober 17, 2006

I! Robot?

Ich denke seit einigen Tagen schon darüber nach, inwiefern wir eigentlich Fremdbestimmt sind.
Es sind eigentlich nur die kleinen, alltäglichen Dinge, die mir vermehrt auffallen. Steht in der Zeitung, das es nur 10Grad draußen hat, werde ich wohl gut daran tun, mir eine Jacke überzuwerfen, wenn ich das Haus verlasse. Höre ich in den Nachrichten, das der Kaffe teurer werden soll, kann es passieren, das ich loslaufe und mich mit meiner Lieblingssorte bevorrate. Sagt meine Freundin mir, das ich sensationell aussehe, freue ich mich und bekomme das lächeln nicht mehr von den Lippen, fühle mich fantastisch und unglaublich toll. Sagt Sie hingegen, das ich müde Augen habe, ich heute schlecht aussehe, fühle ich mich schlecht und überlege, was denn mit mir los sein könnte. Und das obwohl ich vorher vielleicht blendende Laune hatte.
Alles also Kleinigkeiten, die uns tagtäglich passieren. Aber trotzdem fällt mir auf, das wir immer mehr zu Robotern werden, uns die Meinung anderer mittlerweile so extrem wichtig geworden ist, das wir teilweise verlernt haben, auf unseren eigenen Kopf, auf unseren Bauch oder auf unser Herz zu hören.
Wenn ich Probleme habe, ziehe ich meine engsten Freunde hinzu und frage Sie um Rat. Meistens kommt eine Meinung heraus, die Unisono mit meiner eigenen ist. Es passiert aber auch, dass es eine völlig neue Meinung ist und in 80% der Fälle überdenke ich meine eigene Meinung wieder und wähle den neuen Weg. DANN passiert es aber auch mal, das mir drei verschiedene Leute, drei unterschiedliche Dinge sagen. Ja und DA ist der Punkt, an dem mir bewußt wird, das ich schon sehr fremdbestimmt bin, denn DANN fängt mein Kopf an zu rauchen und ich weiß garnicht mehr, ob grün wirklich grün ist und nicht vielleicht doch eher blau aussieht.
Es ist also glaub ich ein Problem der heutigen Zeit, das wir uns mittlerweile ZU sehr auf fremde Dinge verlassen, als uns selber zu vertrauen. Den Weg nach Köln diktiert uns eine Maschiene, die im Cockpit unseres Auto eingebaut ist. Was wir für gesund oder ungesund befinden, lassen wir uns von den Wissenschaftlern vorgeben. Wen wir hübsch oder häßlich finden sollen, verraten uns die Medien und was wir von einem Krieg in Fernost mitbekommen sollen und was nicht, gibt uns die DPA vor.
Bei genauerem hinschauen, finde ich das schon sehr erschreckend. Denn WO in herrgottsnamen ist unser Urininstinkt geblieben, der, der uns vor Gefahren warnt und in schönen Situationen ein woliges Gefühl im Bauch vermittelt?
Ich habe mir vorgenommen, öfter mal auf mich selber zu hören, auch wenn dabei nicht immer gutes herauskommt. Aber im Enddeffekt muß ja ICH allein dafür gerade stehen... Egal ob es sich um meine eigene Meinung handelt oder die, die mir meine Freunde vermittelt haben..

Stay Head over Heart
Trine

Samstag, Oktober 14, 2006

Singledingelding

Herrgott, bin ich derzeit produktiv ;) Ja man, mein TV ist kaputt, also muß ich mich anderweitig beschäftigen. Heute mal wieder im Dashboard meines Blogs.
Heutiges Thema: das Single Dasein...

Hach, schweres Thema. Hm, oder nein, eigentlich nicht.
Mir werden immer wieder die unfassbar vielen Vorteile dieses Zustandes bewußt:
1. KEINEN kümmerts, wenn ich in abgeranzter Schlabberhose durch die Wohnung turne und vor mich hintanze, pfeife, gerne auch mal singe und das so laut, das ich schon Angst habe, meine Nachbarn lachen sich grad tot über mich
2. Es ist piepegal, wenn meine Haare morgens aussehen, als würde es sich um den Genitalbereich eines Bären handeln (mal übertrieben dargestellt, NATÜRLICH sehe ich nach dem aufstehen fantastisch aus*gg*)
3. Ich muß mir beim wöchentlichen Einkauf keine Gedanken machen, was Schatzi wohl gerne auf dem Teller hätte, was zu Punkt
4. führt: ich kann JEDEN Tag nach Lust und Laune mein Tiefkühlfach kontakten, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, das ich ne schlechte Freundin bin, weil ich NIE koche
5. Kann ich den ganzen Abend Telefonieren, egal ob mit männlich oder weiblich, ohne das jemand nörgelnd auf dem Sofa hockt
6. Ich kann von morgens bis Abends Sex and the City gucken, ohne lautstarke Proteste und rollende Augen eines Testosteron gesteuerten SatC Hassers zu ernten

Nun die ENTSCHEIDENEN Pro`s:
1. Um die Häuser ziehen bis es Taghell ist, ohne das jemand auf einen wartet und man mit schlechtem Gewissen ins Bett steigt
2. viel viel viel Prosseco und Gin Tonic mit den Mädels leeren ohne nen schlechtes Gewissen haben zu müßen, hinterher auf einer schwulen Party abzustürzen
3. Ja ach und dann die Tatsache, auch mal bequeme Unterwäsche tragen zu können, ohne in der Gefahr zu leben, der angetraute könnte die Pantys mit den Comicfiguren auffem Hintern eher unsexy finden *lach*

Tja, summasummarum ergibt das schon eine Menge Vorteile wie ich finde...
Trotzdem ist es irgendwie schon ein unhaltbarer Zustand, wie ich derzeit feststellen muß. Allein die Tatsache, Sonntagsmittags allein im Bett aufzuwachen... Und wenns richtig schlimm kommt: an einem schönen Herbsttag, umringt von ätzend glücklichen Pärrchen durch den Olderdissener Tierpark laufen zu müßen*aaaaargh* Da sieht man als Single schonmal rot und fängt an zu fluchen ;) Ja und was auch OBERÄTZEND ist: die kalten Füße. Die hab ich irgendwie NUR, wenn ich Single bin. Komisch irgendwie. Hm. Naja. Was solls.
(Mama, zu Weihnachten bitte wieder n Päckchen mit dicken Socken. Ja? DANKE!!!)


Stay tuned
Trine

Freitag, Oktober 13, 2006

Mensch Mädchen....

Ich sehe mich geradzu GENÖTIGT, mal was zum Thema "Frau" "Mädchen" und co zu schreiben...
Warum? Weil so unglaublich viele Lügen und Halbwahrheiten über uns verbreitet werden, in erster Linie vom unwissenden, schwachen Geschlecht (im folgenden MANN genannt)
Okay, es gibt Dinge, die stimmen wohl, oder auch zum Glück, möchte ich sagen.
Das wir sensibler sind, nachdenklicher und emotionaler entspricht durchaus den Tatsachen. Aber hey, ist das n Verbrechen? Wo würde unsere Welt hinkommen, wenn es NUR kopflastige Männer geben würde, die sich n Sch*** Dreck um die sensiblen Themen scheren würden? Es ist nunmal unsere Veranlagung, Dinge ständig und IMMER zu hinterfragen, neugierig zu sein und viel und oft zu telefonieren.
Oder auch das Thema Autofahren: eine Studie beweißt, das prozentual gesehen, die MEISTEN Unfälle von Männern verursacht werden. Warum? Weil Frauen VIEL sinniger fahren, bedachter und vorallem logischer ;) Und ich als Berufsfahrerin weiß, wovon ich rede!!
Naja, das wir oft kalte Füße haben, stimmt wohl, das kann ich nicht abstreiten. Aber Männer, freut euch doch, so habt ihr mal wieder n Grund uns einzuheizen. Achja, womit ich beim nächsten Punkt meiner kleinen Darstellung wäre: es ist auch ein Gerücht, das Frauen nur einmal in der Woche "Lust" haben. DAS unterstellt uns das Männliche Geschlecht ja ZU gerne, eine schwache Libido. Nö, stimmt nicht...
Sicher wird es IMMER Probleme in der zwischenmenschlichen Konversation und dem Verständniss zwischen Mann und Frau geben. Aber das ist nicht allein unsere Schuld. Das Mannsvolk sollte nur mal etwas öfter den Schnabel aufbekommen. Wir machen uns nunmal Gedanken, wenn das Objekt der Begierde plötzlich in der Versenkung veschwindet, ohne zu Begründen, warum das so ist. Eine Frau tickt da anders. Zuerst denken wir "Da steckt ne andere hinter" oder "Er findet mich unattraktiv" oder oder oder. Alles Dinge, die Männer wohl NIE verstehen werden. ABER Frau möchte nunmal gesagt bekommen, das sie toll ist, auch wenns den Jungs schwer über die Lippen bekommt. Und wir leben nunmal im STÄNDIGEN bestreben, Klarheit über das Gefühlsleben unseres Sparingpartners zu haben. Wir WOLLEN wissen woran wir sind. Egal wie sehr die Wahrheit manchmal weh tut...

Ja und dann ist da noch das Gerücht über das "Schuh-Gen"

Wir Frauen tragen keine Kleidung, wir tragen "Outfits". Das bedeutet, das summasummarum alles zueinander passen soll. DAZU gehört nunmal auch die Fußbekleidung. Wir tragen ja auch net jeden Tag die selbe Jeans, oder? ;)
Okay, was fehlt noch.. Hm mal überlegen...
Achja, wir stehen NICHT auf Männer wie Brad Pitt, Robbie Williams und co. Zumindest nicht für den täglichen Gebrauch. Und mal im Ernst Jungens: IHR schaut Euch doch auch mit absolutem Hochgenuß hübsche Mädels an, vorzugsweise Prominent und gut "ausgestattet" !!!
Und das ist bei UNS nicht anders. Sicher ist ein Robbie n verdammt lecker Jungsche, aber mehr auch nicht..
Ja und das wir immer ALLES falsch verstehen, stimmt SO auch nicht. Männer drücken sich nunmal leider oft undeutlich aus und Frauen LIEBEN es, zu interpretieren. Jaaa, wir interpretieren und analysieren immer, alles und überall. Vorzugsweise ziehen wir dann noch die beste Freundin hinzu, die mit interpretiert... Um welche Banalitäten es dabei geht, verschweige ich besser mal. Da wird wegen einer einzelnen SMS oder Mail schon mal ein Stundenlanges Krisengespräch abgehalten... Ja, was WIR wollen sind KLARE Ansagen und nicht immer dieses Männliche rumgeeier um den heißen Brei.
Zu guter letzt noch möchte ich auf die berühmt berüchtigten Stimmunsgschwankungen eingehen:
JA, die gibt es leider bei uns. ABER ihr solltet Euch mal Gedanken machen, warum das so ist. Wir können NICHTS dafür, das ist unser Hypothalamus, die Hypophyse, die Eierstöcke, die Schilddrüse , die für unsere Hormone zuständig ist und wenn die mal alle auf einmal n schlechten Tag haben, dann gehts halt ab bei uns.. Wir können da nichts für, EHRLICH...
Na und mal ehrlich: wäre das männliche Leben nicht extrem langweilig ohne uns Mädels??? Andersrum empfinde ich es nämlich durchaus so... Wie sehr würde ich meine männlichen Freunde vermissen, meine Ratgeber in sachen "Hiiiilfe, ich brauch nen männlichen Rat"

So Jungs, ihr seit toll, sollt es auch bleiben, aber BITTE schaurt auch hin und wieder mal über den Tellerrand. Wir wollen nichts mehr, als einfach nur liebgehabt werden und das vorzugsweise von einer sexy, starken, gut bemuskelten, wenig behaarten, durchtrainierten, romantisch, zärtlichen Schulter, die an einem hinreißenden, einfühlsamen, charmanten, witzigen, gut zuhörenden, auch mal beim Liebesfilm mitweinenden männlichen Körper hängt
;)

Habt uns lieb!!!!

Stay tuned
Trine

Donnerstag, Oktober 12, 2006

Alle Jahre wieder...

Oh man, da hat man grad seine Sommerbadelatschen, Jeansmini und Sonnenmilch in den Schrank verbannt, gehts schon wieder los.
Es grinsen mich hämisch die Lebkuchen, Nikoläuse, Spekualtius und Marzipankartoffeln an.
Und ZACK ist es wieder präsent: das Weihnachtsgefühl, welches man Ende September, Anfang Oktober ja so waaaaaaahnsinnig gern hochkommen läßt... Und welch Freude überkommt mich da geradezu:
*nörgelnde Kinder in überfüllten Kaufhäusern
*gestresste Männer verstopfen die Kassen
*hysterische Ehefrauen blockieren die Geschäfte
*alles is gereizt, gestresst, aggressiv etc.pp.
*die letzten zwei Monate des Jahres, die grausiges beinhalten:
-mein Geburtstag
-wie gesagt WEIHNACHTEN
UND
-die jährlich wiederkehrende Frage "Wat geht`n Silvester??"

Achja, dann noch die unüberfühlbare Tatsache, mal wieder als Single unterm Tannebaum seine Runden zu drehen und sich dem hemmungslosen Konsum von Schnulz-Filmen, Literweise Glühwein (Aldi, 1,79€), Kiloweise Marzipankartoffeln und noch mehr Schoki hinzugeben.
Mensch Weihnachten is echt TOLL!!!
Was freu ich mich schon auf den Weihnachtsmarkt, die dazugehörigen Eisfüße und den unüberwindlichen Kater am nächsten morgen, weil es statt einer Feuerzangenbowle doch drei + 1 Eierpunsch geworden waren. Ja und dann das viele Geld, was man so spart, weil man sich geschworen hat, die Abmachung, Familienintern NICHTS zu schenken, wieder eingehalten hat.
Mensch OH DU FRÖHLICHE *sing*
Ich für meinen Teil werde Weihnachten geflißendlich ignorieren. Nikolaus werd ich auf Sylt verbringen und den Nikolaus mit Muscheln abschießen und das restliche Tromborium mit hoffentlich vielen Dienst-Schichten verbringen um garnicht erst in Versuchung zu kommen, einen Ausflug in die City zu machen.
Achja, ich veranstalte einen Kontest:
"Weihnachts einsamster Single..."
Bewerbungen an bekannte Email Adresse. Den Gewinner los ich dann aus und beschenk ihn reichlich mit Alkohol, Antidepressiva, Tranquilizern und der Notseelsorge Nummer :p

So, liebe Leute, dann packen wirs mal an!
Frohe Weihnachtszeit!!!

Stay tuned
Trine

Freitag, Oktober 06, 2006

ANGST

Ich lese grade ein höchst interessantes Buch. Mal wieder was hochpsychologisches, es interessiert mich einfach.
Es geht darum, warum wir zivilisierten Menschen überhaupt von Ängsten geplagt werden.
Bei dem einen ist es relativ harmlos, er fürchtet sich vor Spinnen, der andere traut sich nicht eine Schlange im TV zu betrachten.
Dann gibt es aber noch die weitaus schwereren Fälle, die Menschen, die ums verrecken nicht in ein Flugzeug steigen, solche, die Schweißausbrüche vor Prüfungen bekommen, oder noch schlimmer: unter Angstzwängen leiden (was ich während meiner Arbeit in der Psychiatrie lebhaft mitbekommen durfte).
Auch ich kenne das Problem... Mal abgesehen von meiner leichten, antrainierten Spinnenphobie, quälen mich, zwar in sehr grobmaschigen Abständen, Panikattacken. Ich stehe da, ringe nach Luft, der Schweiß steht mir im Gesicht und genauso schnell wie es gekommen ist, ist es auch wieder weg. Faszinierend eigentlich.
Aber was ist Angst eigentlich?
Eigentlich ist Angst ein reiner Überlebensmechanismus. Schon Arnie Geröllheimer wurde von Angst geplagt. Warum? Es hat ihm das Überleben gesichert, denn das Endorphin, das Adrenalin und noch ein paar andere Produkte der Hirnanhangdrüsen sorgten dafür, das er NICHT starr vor Angst dem Mammut oder dem Säbelzahntiger Aug in Aug stand. Er behielt einen kühlen Kopf und trat in den Kampf.
Tja und dieses Phänomän haben wir bis in unser dasein als Homo Sapiens beibehalten.
Wer kennt nicht die Angst, vor der schweren Prüfung. Oder die zittrigen Knie vor dem ersten Date. Viel schlimmer noch die Angst schlecht zu sein in dem, was man tut oder ausgelacht zu werden.
Das Buch will mir sagen, das es garnicht schlimm ist, Angst zu haben. Im Gegenteil. Was wäre wohl, wenn wir keinerlei Ängste mehr verspüren würden? Wir würden alle wie Marionetten unseren Alltag bestreiten, in keinster Weise mehr kampfbereit den Herausforderungen des Lebens gegenüber treten. Wir würden gleichgültig werden, jeder Tag würde dem anderen gleichen, weil es keine Herausforderungen mehr geben würde, die wir Zähnefletschend angehen könnten...

Ergo:

Angst ist toll (naaaaaaaja..)
Angst sichert unser überleben (okay, geht klar)
Angst treibt uns an (tschakka)
Angst brauchen wir, um aus dem Alltag zu fliehen und den "Kick" zu erleben (MEIN reden)

Stay tuned
Dr.Dr.Dr.Prof.med.psych.vet.dent.phil. Trine

Sonntag, Oktober 01, 2006

Magic Moments

Seit einem Jahr gibt es mich nicht mehr...
Warum?
Heute auf den Tag wohne ich genau ein Jahr in der Stadt, die es nicht gibt!!
JAWOLL
Meine Güte, wie schnell diese 12 Monate verflogen sind, ich glaub es selber kaum.
Und in diesen 12 Monaten habe ich eine Menge "Magic Moments" erlebt. Keine Minute bereue ich den Umzug in die größte Baustelle im Teutoburger Wald.
Anfangs gabs eine Menge zu kämpfen, neuer Job, neue Kollegen, harte, lange Schichten, neue Freunde, neue Mitbewohner, alles neu neu neu. Und trotzdem blicke ich mehr als zufrieden auf das vergangene Jahr zurück!
Unvergessen die WG Partys in der Arndtstrasse, die Glühweingelage auf dem Weihnachtsmarkt, die vielen, vielen Ausflüge durchs Bielefelder Nachtleben, die vielen neuen Menschen, die meinen Weg kreuzten. Freunde, die ich dazu gewonnen habe und Freunde, die ich auch wieder verloren habe. Und an DER Stelle auch nochmal ein DICKES DANKE an meine Umzugshelfer, die mir 1-2 mal treu zur Seite gestanden haben...! Die nächste Wohnung wird Erdgeschoß ;)

CHEERS aufs kommende Jahr.
Es möge spannend bleiben... In der Stadt, die es nicht gibt ;)

Stay tuned
Trine

Donnerstag, September 28, 2006

Friends

Da schreib ich hier über jeden Unfung, der mein Leben beschäftigt, der meinen Alltag bestimmt, der mir Kopfzerbrechen und Herzschmerz bereitet, der mir ein lachen zaubert und der mir letzendlich einfach in den Sinn kommt. Und dabei hab ich ganz vergessen, welches eigentlich fast das elementarste Thema ist, welches mich tagtäglich beschäftigt, welches mir zu denken gibt, welches mich zum lachen bringt und manchmal auch zum weinen:
FREUNDE

Ich kann eine kleine Handvoll mein eigen nennen. Viele Menschen treten in mein Leben und denken, diesen Status bereits zu besitzen, ohne etwas dafür getan zu haben. Widerrum andere hab ich für solchige gehalten, aber ich merkte schnell, das Freundschaft doch ein recht weit auffassbarer Begriff ist.
So ist das Leben, so ist es eben...
Aber im Enddeffekt möchte ich mich bei meiner kleinen Handvoll Freunde bedanken. Die, die in diesen Kreis gehören, wissen genau, das ich hiermit SIE ansprechen möchte...
Und warum haben diese Menschen diesen Status bei mir verdient?
Weil ich mit ihnen reden kann, auch wenn wir uns wochenlang nicht gesehen haben, es aber trotzdem so ist, als hätten wir uns zuletzt vor 5 Minuten gesehen
Weil ich die Bauchschmerzen liebe, die ich vor lachen bekomme, wenn wir wieder völlig Sinnfreie Konversationen führen
Weil das Gefühl, Menschen zu haben, die genau so quere Gedanken wie ich haben, einfach unbezahlbar ist
Weil ich weiß aufgefangen zu werden, wenn ich mal wieder falle
Weil ein Augenblick manchmal mehr sagt als jedes gesprochene Wort
Weil Stundenlange Telefonate oftmals mehr bedeuten als nächtelang um die Häuser zu ziehen
Weil es toll ist, NICHT immer einer Meinung zu sein
Weil vertrauen können einfach einfach ist, obwohl es so schwer ist...

Ich danke Euch!
Ohne Euch wäre mein Leben wohl ziemlich trist und grau und langweilig sowieso...


Stay tuned
Trine

Donnerstag, September 21, 2006

Das Parfum


Nein, hierbei soll es sich nicht um eine Rezzension des aktuellen Tom Tykwer Filmes drehen, denn ich habe erst heute Abend das Vergnügen...

Viel mehr beschäftigt mich heute die Frage: wie wichtig sind uns eigentlich Düfte im täglichen Leben?
Ich erwischte meine Kollegin dabei, wie sie ihre Nase relativ nahe in meine Locken grub und verzückt sagte "Du duftest wahnsinnig toll!" Dabei benutze ich im Alltag kein Parfum. Genau das gleiche passiert mir immerwieder. Mir nahestehende Menschen freuen sich, ihre Nase in meine Haarpracht zu stecken und daran zu riechen. Dabei empfinde ich den Duft garnicht mehr, da ich ihn tagtäglich, 24h in meiner Nase habe.
Beruflich bedingt habe ich ja nicht immer mit schönen Düften zu tun, aber meine Nase hat sich daran gewöhnt und es gibt glücklicherweise einen Haufen Möglichkeiten, den sensiblen Rezeptoren in Nase und Hirn Linderung zu schaffen.
Der eine probiert es mit Parfum, der andere mit Duftwässerchen oder Sprays, aber im Enddeffekt sind wir alle bemüht immer und jederzeit toll zu riechen.
Rein Wissenschaftlich gesehen werden wir in dem Moment von unseren Hormonen gesteuert, denn wen wir mögen und wen nicht hängt unter anderem davon ab, wie gut wir ihn riechen können. Und das hat nichts mit dem Industriell produzierten Gemischen zu tun, sondern mit den, für das Bewußtsein unmerklichen, körperlichen Duftstoffen, die der Mensch ausschüttet. Also ein Hormon Cocktail, der sich seinen Weg durch den Körper an die Hautoberfläche bahnt.
Ich erwische mich oft dabei, das ich jemanden anhand seines Geruchs für TOLL oder für BLÖD befinde. Mag oberflächlich klingen, ist aber nichts anderes als mein Urinstinkt.
Aber ich halte wenig von den ganzen Produkten, die uns der Kosmetik Markt darbietet. Ich benutze seit Jahren das gleiche Parfum, das gleiche Deo und die gleichen Lotionen um mich mehr oder minder in einen, mir angenehmen Duft zu hüllen. Und beschwert hat sich meines Wissens bisher niemand, eher im Gegenteil, wenn ich das Beispiel meiner duftenden Locken nehme.
Trotzdem finde ich das ganze Thema wahnsinnig faszinierend und muß nun doch einen Schlenker zu dem Film "Das Parfum" schlagen. Denn wie ist es wohl, wenn ein Mensch, aufgrund eines kleinen Deffektes im Gen-Gerüst, keinen eigenen, natürlichen Duft besitzt?
Ich wage mal zu behaupten, das ich die Menschen, dir mir extrem nahestehen, jederzeit mit geschloßenen Augen an ihrem Duft erkennen würde, vorallem meine Familie, OBWOHL wir uns sehr selten sehen.
Und auch sonst spielt sich in meinem Kopf ein kleiner Film ab, wenn ich irgendwo stehe, gehe, verweile und mir ein Duft in die Nase steigt, mit dem ich Dinge verbinde. Dort ist es der Mann, der vermutlich das gleiche Eu de Toilet benutzt wie mein Ex-Freund, oder die Bäckerei, die gerade etwas backt, was mir vielleicht irgendwann einmal besonders gut geschmeckt hat. Aber auch negative Dinge schießen mir dann durch den Kopf.
Neulich roch ich Schwefel und ich mußte an meinen Unfall im Frühjahr denken, es roch irgendwie auch nach Schwefel und Benzin. Und plötzlich wurde mir ganz unbehaglich und ich habe den Ort verlassen.
Oder der Duft von frischem Kaffe oder Kakao, der mir ein Gefühl von Gemütlichkeit und einkuscheln-wollen vermittelt.
Oder der Duft, der nach dem ersten, frischen Schnefall in der Luft hängt, ein für mich unbeschreibliches Erlebniss, meine Nase in den Wind zu stecken, die Augen zu schließen und an früher zu denken...
Sensationell, wie sehr DUFT unser Leben leitet.

Vielleicht sollten wir unserer Nase etwas häufiger kleine Duftproben des Alltags zu riechen geben, denn zwischen all den Chemischen Düften haben wir oft verlernt, den wahren Duft in uns aufzunehmen und zu speichern...
Steckt Eure Nase doch einfach mal wieder in eine Handvoll frisches Laub, riecht an einem frisch gebackenen Brot oder vergrabt das sensible Organ in die Halsgrube Eures Mannes, Eurer Frau und genießt den ECHTEN Duft...

Stay tuned
Trine

Sonntag, September 17, 2006

Darling, is it a Lightner or a Flashlight in your Trouserpocket??


Sushi rult, selbstgemachtes erst recht. Zusammen mit Donauwelle sogar ein GANZ besonderes Erlebniss...
Singstar auch.
Und Wohnungseinweihungen sowieso!
Jawoll.


Danke Iwonnäää für diesen lustig lustigen Abend!!!

Möge der Hase mit uns sein ;)

Stay tuned
Trine

Mittwoch, September 13, 2006

Sommer auf der Haut...

Was ein Gefühl...
Ich gehe raus, in die Sonne und merke wie mein Herz schneller schlägt. Ich spüre die wärmende Kraft der großen gelben Scheibe da am Himmel und strecke ihr meine Nase entgegen, mir doch egal, wenn ich Sommersproßen bekomme :)
Noch einmal die kurzen Hosen und die Old School Leinenschuhe ausgepackt, noch einmal die Sonnebrille auf die Nase und mit dem Fahrrad losradeln. Nochmal meine SommerSonnenGuteLaune Musik aufdrehen. Nocheinmal an der Ampel blöd angeguckt werden, wenn ich im Dienstwagen lauthals mitsinge und dabei vergesse, das die Fenster ja runtergedreht sind und jeder, wirklich JEDER mir zuhört.
Noch einmal schwitzend den Rosenhöher Berg hochklettern und durchgeschwitzt im Büro stehen und übers Wetter "fluchen"
Nochmal das SonnenSommerGefühl aufstocken und bevorraten, denn der Winter wird lang und dunkel. Nocheinmal an alles denken,was den Sommer so toll gemacht hat.
Die WM am Jahnplatz - laut gröhlend (gell, Calla *zwinker* ), der Festival Sommer, die tollen Outdoorparties, der Treppensturz von Verl*lach*, die schmerzenden Augen, wenn es morgens beim Verlassen der Party schon hell war, der warme Sand an der Düne13...
Und vorallem noch einmal auf meinem "Balkon" stehen und die Sonne beim schlafen gehen beobachten...
Schade nur, dass das ein letztes aufbäumen des Sommers ist. Bereits um neun Uhr Abends holt mich die Realität ein, es wird dunkel, es wird frisch. Und ich rieche bereits den Herbst, der sich noch versteckt, aber langsam und sicher auf uns zukommt.
Und ich freue mich... denn nichts ist schöner, als durch den Wald zu laufen, den würzigen Duft in der Nase, das raschelnde Laub unter meinen Füßen...
Bis nächstes Jahr Sommer!!!!


Stay tuned
Trine

Dienstag, September 12, 2006

Hilfe...



Heute ist ein großer Tag!
Warum?
Okay, dann werd ich mal
*räusper*
*hüstel*
Ich werde mich heute outen!!
Jawoll!
Also...
Ääääähm...
Okay, ATTACKE!
Nun ist es hochoffiziell!
Ich bin ein blödchen...
Puuuh, nun ist es raus.
Warum?
Also:
Ich wohne seit nunmehr 5 Monaten in meiner Wohnung und es gibt folgende Probleme:
Im Keller steht ein Kleiderschrank, den ich nicht aufgebaut bekomme.
Im Trempel liegen Regale, die ich nicht an die Wand bekomme, genauso wie die Bilder in meinem Schlafzimmer. Naja, ich würde sie an die Wand bekommen, nur weiß ich nicht, ob meine Haftpflicht auch einstürzende Häuser abdeckt.

Ich muß also hiermit offen und ehrlich kund tun, das ich ne Null bin und auf fremde Hilfe angewiesen bin...

Wer sich also in der Lage sieht, mir bei einem, oder vielleicht sogar ALLEN Problemen zu helfen oder mir wenigstens erklären kann, wie ich einen Dübel in die Wand bekomme, OHNE das die DBV Winterthur tätig werden muß, möge sich bitte unter bekannten Kontaktdaten mit mir in Verbindung setzen.
Es dankt eine völlig verzweifelte Trine

Und bis dahin:

Stay tuned

Sonntag, September 10, 2006

Männer...



So Mädels, ich habe eine GUTE Nachricht ;)
Nicht wir Frauen sind das Problem in den zwischengeschlechtlichen Beziehungen, die zwischen Mann und Frau bestehen.
Wie ich auf die Idee komme?
Ich habe mal geforscht, ich habe nachgedacht, ich habe rechergiert und ich habe Feldforschung betrieben! ICH HABE MEIN LEBEN RISKIERT!!!!

Immer wird gesagt: Frauen und Männer sind nur im Bett kompatibel, aufgrund der primären und Sekundären Geschlechtsmerkmale. Alles andere ist, als versuche man Feuer und Wasser miteinander zu vereinen. ES GEHT EINFACH NICHT.
Dachte auch ICH.
Doch dann bin ich darauf aufmerksam gemacht worden, das selbst Männer mit Männern die gleichen Probleme haben, die bisher nur, ANGEBLICH wir Frauen mit ihnen hatten.
Komisch, so dachte ich mir.
Sie hören sich gegenseitig nicht zu, lästern übereinander, führen Konkurenzkämpfchen und und und...
Sprich: das Objekt Mann ist nicht mal mit sich selbst kompatibel.
Faszinierende Erkenntnis, wie ich finde
Da ich mit meiner Studie noch nicht wirklich am Ende bin, sie fortlaufen weitergeführt wird, werde ich das Thema immer wieder ergänzen.
Aber ich denke, für den Fall, das ich diese Studie mit meinem Leben oder zumindest mit meinem Herzen bezahlen muß, möchte ich wenigstens schonmal einen Teil der ungeschönten Wahrheit über den Mann veröffentlichen...
Ich halte Euch auf dem laufenden

Stay tuned
Trine Kolumna ;)

Samstag, September 09, 2006

Zuhause?!?



Es gibt Situationen, die ich eigentlich garnicht erleben möchte..
Da gehe ich unbefangen und fröhlich meines Weges und auf einmal macht es *zoooooom* Beinahe wie ein Blitzschlag.
Meine gute Laune ist verflogen, auf einmal kreisen meine Gedanken um etwas, was eigentlich längst vergessen ist und überhauptnicht mehr irgendeine Rolle spielt. Trotzdem fühle ich mich eng im Hals, mein Kopf schmerzt und ich werde nachdenklich, fast traurig...
So geschehen heute Abend. Ich war mit Freunden auf dem Weinfest, beinahe rutscht mir immerwieder das Wort "Kerwe" hinaus, aber wer weiß hier in OWL schon, was eine "Woi-Kerwe" ist?! Auf jedenfall bekam ich plötzlich "Heimweh" Wobei Heimweh das verkehrte Wort ist, denn ich bin in meiner Heimat. Trotzdem vermißte ich beinahe schmerzvoll Mannheim und die Umgebung. Grade jetzt, wenn es allmählich Herbst wird, war es immer zauberhaft... Die letzten warmen Abende am Rhein, die Wein- und Altstadtfeste in Ladenburg, Weinheim und weiter raus Richtung Pfalz. Die würzige Luft, je weiter man Richtung Odenwald fährt und die tuckernden Traktoren, welche die Traubenernte einholen und vor denen unsere Hunde beim Gassi gehen immer Angst hatten. Und nicht zu vergessen der schmerzende Bauch vom "neue Woi" und Zwiebelkuchen, oder Mama`s "Quetschekuche un Kartoffelsupp" Und ich muß daran denken, wie unser Dicker mit einem Happs den frischen Zwiebelkuchen aufgefressen hat, für den ich bald 30km weit gefahren bin, und mir die Nacht zur Hölle wurde, weil das Monster nur noch geko*** hat
All das schießt mir durch den Kopf, während wir uns durch die Menschenmaßen drängen, umringt von Weinständen, lachende Menschen, mitten in der Bielefelder Altstadt. Alles duftet nach einer vergangenen Geschichte, in der ich mitgespielt habe...

Und ich stelle mir die Frage: Warum möchte man immer das haben, was man nicht haben kann oder schon hatte?
Warum fühlt man sich in der einen Jacke wohl, kauft eine neue, die ebendso gemütlich ist und trägt trotzdem weiter die alte?
Und wie definieren wir "Heimat" oder was ist für uns zuhause? Der Ort an dem man arbeitet?
Oder der Ort an dem man seine Freunde, Familie und Bekannten hat?
Vielleicht der Platz, an dem man sein Haus stehen hat?
Eine schwere Frage, wenn man mehr als einen Ort hat, an dem man sich wohl fühlt...

Aber eins weiß ich ganz sicher:
Seit nunmehr fast genau einem Jahr bin ich ZUHAUSE und trage eine Jacke, die wie angegossen passt und mich wärmt... Und trotzdem würd ich manchmal gern in die alte Jacke schlüpfen, nur um zu gucken, ob sie noch immer sitzt...

Stay tuned
Trine

Donnerstag, September 07, 2006

Nehmen?? Geben!!



Ich bin genervt, nein, ich bin aggressiv. Natürlich schlag ich nicht um mich oder schnauze wen an. Es handelt sich eher um so ein latentes genervt sein und einen Kloß im Bauch, der auf mein Gemüt drückt.
Warum?
Ich kommuniziere pro Tag mit ca. 30 unterschiedlichen Menschen, 25 davon beruflicher Natur, der Rest privat. Bei ca.15 von den 25 handelt es sich in erster Linie um Patienten, teilweise auch Angehörige. 10 von diesen 15 begrüßen mich und dann geht es schon los... Ich werde bombadiert mit Problemen, mit Sorgen, teilweise werde ich beschimpft. Nicht weil ICH was verbrochen habe, sondern schlichtweg, weil es gerade kein anderes Ventil für die Sorgen, Kummer, Nöte der betreffenden Person gibt. Teilweise muß ich trösten, muß mir anschauen, wie jemand weint oder vor Zorn an die Decke geht. All das muß ich schlucken, immer freundlich bleiben, denn JEDER dieser Menschen denkt, er ist allein auf der Welt und SEINE Probleme die schlimmsten, die es gibt.
So schaukelt es sich durch meinen Dienst. Habe ich das Problem des einen schnell zu den Akten gelegt, kaum habe ich einmal Luft geholt um zwei Minuten Sammlung zu erfahren und vielleicht eine Minute an MICH gedacht,in dem ich etwas trinke, esse, vielleicht kurz die Beine vertrete, kommt schon das nächste Problem auf mich zu, bricht über mich herein, wie eine böse Lawine. Und wieder muß ich lächeln, freundlich sein, Rat geben, Trost spenden, ein dickes Fell haben, weil ich wieder wegen etwas angeschrien werde, was nicht annähernd meine Schuld war, dabei aber gucken, das ich die vorgegebene Zeit einhalte. Und so geht es weiter und weiter.
Mein Kopf wird immer voller und voller, denn die Menschen, denen ich begegne nehmen sich mehr und mehr von mir und ich muß geben und geben und geben und muß dabei mich und meine Bedürfnisse immer weiter zurückstellen...
Nach einem langen Tag des gebens treffe ich zuhause ein, ausgepumpt, leer und erschöpft, denn ich bin während des ganzen Tages meiner Rolle als "Helferin" als "Schwester" gerecht geworden, habe meine Person zurückgestellt um mich komplett, mit jeder Faser meiner Seele den Menschen gewidmet, die nicht erkennen, das es auch noch ANDERE Menschen gibt...
Zuhause geht es weiter, der Anrufbeantworter blinkt, jemand möchte etwas von mir. Ich fahre den Rechner hoch, das ICQ blinkt, jemand möchte etwas von mir und als ich meine Mails öffne, möchte jemand was von mir.
Meistens völlig stupide Dinge, es geht um Wochenendplanung, Smalltalk, Freunde halt... Aber oft kommt es vor, das auch die übriggebliebenen 5 Menschen, mit denen ich dann privat zu tun haben, etwas von mir "nehmen" ohne sich Gedanken zu machen, ob ich überhaupt "geben" möchte... Und dann bricht wieder die Lawine über mich herein, ich werde wieder mit Sorgen, Problemen, Zorn und Verzweiflung bombadiert...

Und DANN will jemand von mir wissen, warum ich denn so zickig, greizt, abwesend und unaufmerksam bin (nachdem ich mir Stundenlang SEINE Probleme angehört habe natürlich)

So, nun gehts MIR besser ;)
DANKE an all die Menschen, die MIR zuhören und MIR mal etwas geben...

Stay tuned
Trine

Dienstag, September 05, 2006

Kinder, Kinder...


Ich finde, wir "großen" Menschen, sollten den kleinen Menschen in unserem Leben mal etwas mehr Aufmerksamkeit schenken!

Gestern sah ich einen Bericht über die Spezies "Kind"
Im Durchschnitt wird das Kind runde 10Jahre alt, in dem Alter wird es dann zum sogenannten "Teenager", eine besonders anstrengende Gattung der Spezies "Kind". Danach wird es allmählich zum ausgewachsenen Menschen, auch gerne "Erwachsener" genannt.
Das normale Kind verfügt über einen Lebensraum von ca.8m² (ein Hundezwinger hat im übrigen runde 9m², ein Auto bekommt 26m² zur Verfügung) welchen das Kind gerne mit bunten, teilweise Lärmverursachenden Spielsachen füllt.
Lebensformen der Gattung "Eltern" oder auch "Familie" genannt, halten ihre Kinder gerne hinter verschloßenen Orten. Sei es im Laufstall (manch einer schönt das Wort in "Honigwabe"um, damit das schlechte Gewissen beim Wort: "Kinderknast" ausbleibt*zwinker*), in Kindersitzen, in Hochstühlen oder die Hinterhältigste Form: der Spielplatz!! Scheinbar ein Ort der Freude und des Spaßes, doch im Grunde ist der Spielplatz nichts anderes als ein Zoo für Kinder, in dem sie gehalten werden, umringt von Zäunen, Stäben und Türchen und in dem sie jedermann begaffen kann.
Während dieser freien Zeit erholen sich die erwachsenen Menschen von ihren Kindern und angagieren gerne Teenager der erwachseneren Form um auf die Kinder achtzugeben.
Lärmende Kinder werden mit mißbilligenden Blicken an die Eltern gestrafft, während nebenbei der süße, kleine kläffende Hund ausgeführt wird, der dann auch noch ein süßes kleines Häufchen vor das Spielgerüst in Nachbars Garten macht. Ist doch bezaubern niedlich, der kleine haarige Stinker!
Auch ungern gesehen sind Familienverbände mit mehr als 3 Kindern. Gerne werden solche Sippen als "asozial" bezeichnet. Ausser acht gelassen wird der Soziale Aspekt, den solche Sippen Verbände mit sich bringen. In Mitteleuropa kommen solch Verbände allerdings relativ selten vor. In diesen Breitengraden halten sich die erwachsenen Menschen lieber haarige oder gefiederte Begleiter...

Also ICH finde ja, da kommt die Gattung "Kind" doch noch gut bei weg?!


Und Ironie, ist, wenn man trotzdem lacht....


Stay tuned
Trine

Samstag, September 02, 2006

The Years after - Ein Tag im September



Es ist wieder soweit.
Ein Datum, das die Welt bewegt und mit dem unsere Generation unfassbare Bilder, Emotionen, Geschichten und Erlebnisse verbindet.
Und jedes Jahr aufs neue habe ich einen Kloß im Hals.
Heute habe ich mir den neuen Stern gekauft, samt der Ausgabe "Stern View" mit Bildern des 11.09.2001
Beim durchblättern schnürt sich mir alles zu und ich reise gedanklich 5 Jahre rückwärts.
Als wäre es gestern, weiß ich noch genau, was ich zur Stunde Null getan habe.
Ich lernte für eine Klausur, Gerontopsychiatrie, Neurosen und Psychosen sowie Persönlichkeitsspaltung und die vier Persönlichkeitsstrukturen. Es war ein roter Papphefter, in dem ich laß und versuchte mir den Lernstoff ins träge Hirn zu prügeln.
Ich gönnte mir eine kurze Pause um einen Cappucino zu trinken und kurz auf andere Gedanken zu kommen.
Ich stellte den Fernseher ein.
Ich setzte mich auf meinen Kuschelsessel.
Ich erstarrte.
Ich konnte nicht glauben, was ich sah.
Ich wollte nich glauben was ich sah.
Peter Klöpping saß mit ernster Miene im RTL Studio und berichtete von einer Flugzeugkatastrophe in New York, viele Tote, wohl ein Unfall.
Kurz darauf raste Maschine Nummer zwei heran und es geschah das, was uns bis heute nahe geht...

Auch der darauffolgende Tag ist mir in Errinnerung geblieben.
Die Polizeiwache im Erdgeschoß unserer Schule hat Halbmast geflaggt, ganz Lippe, NRW, Deutschland, die ganze Welt war erstarrt und hielt die Luft an.
Die Klausur fiel aus, stattdessen redeten wir über die Geschehnisse des Vortages, mutmaßend, wer oder was dahinter steckt.
Unser Dozent fragte uns, was wir fühlen und einige von uns mußten weinen...
Alles in allem ein dumpfer Tag, der sich ins Gedächtniss gebrannt hat...

Und auch jetzt, 5 Jahre später, fühle ich das, was ich auch damals gefühlt habe.
Ich schaue mir immer wieder die Bilder an und mein Blick bleibt bei einem Bild hängen:
Ein Mann stürzt sich aus einem der beiden Tower. Eine Momentaufnahme eines Lebens, welches in dem Augeblick droht, zuende zugehen...
Und immerwieder frage ich mich, was in den Menschen vorgegangen sein muß, die Sicherheit, gleich zu sterben vor Augen...

Oft habe ich das Gefühl, das die Ereignisse des 11.09.2001 unsere "heile" Welt ins trudeln gebracht haben. Als ob die Welt aus ihrer Angel gehoben wurde und nun haltlos trudelt, mit gebrochener Achse den Weg verloren hat.

Und eins wird mir bei all diesen Gedanken bewußt:
WIE klein und nichtig sind nur unsere alltäglichen "Probleme"... Und trotzdem stellen wir sie dar, als ob sie den Weltuntergang bedeuten würden...

Stay tuned
Trine

Die Eisprinzessin - ein Märchen für große Menschen



Es war einmal eine kleine Prinzessin.
Sie lebte in einem tollen Land. Es floß zwar keine Milch und auch kein Honig, aber es ging ihr gut, Sie war glücklich und zufrieden. Ihre Familie ließ Sie behütet groß werden und Sie wurde zu einer erwachsenen Frau, die Kindheitstage waren vorbei. Aber das störte Sie nicht, denn durch ihre fröhliche Art war Sie der Sonnenschein ihrer Mitmenschen, immer einen netten Satz auf den Lippen und bei groß und klein beliebt und gern gesehen.
So lebte Sie viele Jahre im Königreich.
Doch es wurden ihr immerwieder Steine in den Weg gelegt, Steine, die zwar nicht groß und mächtig waren, aber Sie stolperte immer häufiger und verstauchte sich immerwieder die Knöchel. Aber da die Prinzessin eine Frohanatur war, steckte Sie die Unannehmlichkeiten schweigend weg und lief weiter lächelnd und fröhlich durch ihr Leben, keiner merkte ihr an, das Sie innerlich über die Steine fluchte und ihr die Stolperei immer mehr Probleme bereitete, den langsam taten ihr die Füße entsetzlich weh...
Abends lag Sie in ihrem ausladenden Himmelbett in ihrem Schloß und dachte nach. Ihr wurde bewußt, das Sie immer eingefrorener wurde, ihr das lächeln schwerer fiel und ihre positiven Gefühle immer weiter einfroren. Anfangs dachte Sie sich nichts dabei und steckte auch diese Gedanken in ihr kleines Säcklein, das Sie mit sich rumtrug, nur das Säckchen wurde immer voller und der Prinzessinen Herz immer kälter. Ihre Untertanen dachten sich nichts dabei, denn die Prinzessin war immer für Sie da, half besonders den Kranken und Schwachen aufopferungsvoll und mit inbrunst, vergass sogar ihre eigenen Bedürfnisse, nur um eine treue und gütige Herrscherin zu sein.

Eines Tages brach eine schwere, mysteriöse Krankheit über das Reich ein, viele ihrer Untertanen wurden krank und einige starben auch.
Doch was war mit der Prinzessin? Sie machte weiter wie bisher, ging ihren täglichen Verrichtungen nach, war zwar weiter für ihr Volk da, doch ohne Emotionen, selbst als ihre liebsten Menschen krank wurden, blieb ihr Herz verschloßen und kühl. Sie hatte über all die Stolpersteine und Hindernisse auf ihrem Weg die Emotion verloren, wußte nicht mehr wie man eine Träne weint, oder ein Gefühl ausdrückt. Sie wußte wie man lacht, wie Sie sich zu verkaufen hat, das ihr niemand etwas anmerkt, alles andere war auf ihrem Weg verloren gegangen...

Und die Moral von der Geschicht?
Gibt es nicht...

Nur einen Gedanken, der hängen bleibt:
Warum schauen wir heutzutage nur auf die Fassade, die vielleicht herrlich glänzt, uns blank poliert und sauber entgegenstrahlt, ohne eine Tür zu öffnen und zu gucken, was sich dahinter verbirgt?

Stay tuned
Trine

Donnerstag, August 31, 2006

Feuer frei...

Diesmal etwas ernster...

Was würde ich machen, wenn ich morgens aufstehen würde und mein Nachbarhaus wäre weggebombt? Einfach weg...Ausgelöscht aus dem Alltag, samt der Einwohner, meiner Nachbarn.
Ist vielleicht ein unrealistsisches Szenario, vorallem in Brackwede und erst recht in der relativ guten Wohngegend, in der ich wohne.
Aber es gibt Menschen, die gehen mit dieser Angst ins Bett und wachen mit dieser Angst auf.
Wie es wohl ist, ständig auf gepacktem Koffer zu sitzen, gefüllt mit dem nötigsten Hab und Gut, um im Notfall schneller als schnell das Haus, den Ort, das Städtchen zu verlassen, in dem man sich wohl fühlt, weil der Bombenhagel immer näher und näher rückt..?
Ich kenne diese Geschichten nur aus Erzählungen meines Vaters und meines Opas, beide entstammen den Kriegsjahren. Der eine passiv, als kleiner Bub, der andere aktiv, kämpfend an der Front. Ich bemerke bei den Erzählungen meines Großvaters, die Tränen in seinen Augen, die die Angst um das eigene Leben und den Schmerz der Gefangenschaft widerspiegeln.
Als kleines Kind war es meine allergrößte Angst, getrennt von meiner Familie, den Krieg erleben zu müßen...

Letzte Woche stand ich im Bahnhof Bremen. Ich wollte die Rückreise nach Bielefeld antreten. Da kam eine Durchsage, mehrmals, eindringlich, direkt und laut. Diese forderte die Besitzer eines roten Trollis auf, diesen im Reisezentrum abzuholen. Ich schaute mich um, überall standen Menschen, starr geweitete Augen, tuschelnd, rechts und links schauend. An der nächsten Ecke standen Polizeibeamte, bewaffnet und mit Kugelsicheren Westen, sowie Helmen ausgestattet.

Die Situation kam mir so unfassbar bizzar vor. Der Gedanke, das in dem Moment, wenige Meter unter mir, wahrscheinlich einige sehr nervöse Menschen durch Gänge rannten, überlegten, ob der rote Trolli, dessen Besitzer nicht zu sehen waren, vielleicht ein Bombe enthielt oder lediglich mit schmutziger Wäsche gefüllt war, flößte mir mehr als nur Angst ein.

Ich vermute, der Trolli wurde im laufe der folgenden Minuten von seinem Besitzer abgeholt, vielleicht ein junger Student, der sich im Snackpoint schnell ein Bifi gekauft hat, oder eine Ältere Dame, die verzweifelt den Plan nach ihrem Gleis durchsucht hat und darüber hinweg ihren Koffer vergessen hat.
Man weiß es nicht

Ich saß kurze Zeit darauf in meinem Zug, sehr verstört und verängstigt, denn mir wurde etwas bewußt:

Wir befinden uns bereits im Krieg...


Trine

Montag, August 28, 2006

Mr. Big - Die Akte-Ex...


Was gibt es schöneres, als bei schlechtem Wetter, einer dicken Erkältung und mit einer Kanne Tee auf dem Sofa zu liegen, umringt von einer Horde Taschentücher sämtliche Staffeln Sex and the City durchzugucken (inkl. Nachtschicht, weil man kein Ende findet)

Zentraler Dreh und Angelpunkt, für alle nichtinformierten, ist Mr.Big. ER ist quasi der charmante Bösewicht, der Carrie das Herz bricht...
Als ich meinen Gedanken freien Lauf lasse, zudem auf der Suche nach new Stuff für diesen schnuckeligen Blog bin, dazu noch die Erzählungen nahestehender Menschen addiere, was das Thema "Herzschmerz" betrifft, sprudelt es nur so aus mir heraus.

Hat nicht irgendwie JEDER Mensch, speziell wir Frauen einen Mr.Big, die mehr oder minder geschloßene Ex-Akte? DER Mann, mit dem uns tiefere als nur tiefe Gefühle verbunden haben? DER Mann der den Sack hätte zuschnüren können um uns zumindest für die nächsten Jahrzehnte in die schnuckelige Familienidylle entführen hätte können? Und letztendlich DER Mann, der daran Schuld ist, das es jeder weitere Mann, vorallem jeder neue Mann unfassbar schwer haben wird, das verlorene Vertrauen wieder aufzubauen?
So staubt die Ex-Akte vor sich hin. Der eine öffnet Sie hin und wieder, der andere verbuddelt Sie im Garten, aber in jedemfalle existiert die "Akte-Ex"

Im Fall Carrie und Big endet die ganze Story mit einem HappyEnd...

Nur WILL man immer ein HappyEnd...??

Stay tuned
Trine

Sonntag, August 20, 2006

"Sprich mich an..."

Ein Wochenende.
Eine Wohnung.
Die ein oder andere Flasche Prosseco.
Eine gute Freundin

und

EIN Thema!
In erster Linie natürlich Männer, Klamotten, der ein oder andere Styling Tip, aber in erster Linie die kleinen Problemchen, die ein Mädchen so beschäftigen.

Da platzte es heraus: "Warum werde ich nie angesprochen??"
Wir diskutierten das Thema lang, breit und vorallem ausführlich und kamen zu dem Schluß: Männer haben Angst vor uns!
Da sind wir (ich rede bewußt in der "Wir" Form, weil der Großteil meiner Freundinnen zur selben Gattung Frau gehört) viel, gerne und oft unterwegs, haben viele gute Freunde, sind witzig, fantastisch charmant, wissen wie man sich bewegt und bißchen nett auszusehen hat.. Ja und was passiert? NICHTS...
Anscheinend strahlen wir etwas aus, was Angsteinflößend ist auf die HERRschaftliche Mitwelt.
Ist es denn etwa ein "No-Go" bei der Suche nach einem passenden Gegenstück, das man Selbstbewußt ist, auf eigenen Beinen durch das Leben wandelt? Das man weiß, wie man ein Regal an die Wand und Laminat auf den Boden bekommt? Ist es verboten NICHT zur Sorte "Püppchen" zu gehören, auch mal in Turnschuhen aufzukreuzen und nicht den Beschützerinstinkt zu wecken, in dem man hilfesuchend in die Runde blickt um zu erfahren, wo die nächste Toilette ist, um dort vorzugsweise Haare zu kämmen, sich den Finger in den Hals zu stecken oder das Näßchen zu "pudern" ??

Anscheinend haben die Herren der Schöpfung ein riesen Problem damit, kommen sich gar selber klitzeklein und schüchtern in der Gegenwart einer solchen Frau vor, DENN sie trauen sich in der Tat nicht drauf los zu stürmen und einfach mal "Hallo" zu sagen...

Dabei wünschen wir uns das doch sooooooo sehr, denn eigentlich sind WIR die kleinen Prinzesschen, die ihren Ritter in glänzender Rüstung suchen, zwar den Raum ausfüllen, mit Aura, mit Präsenz, aber trotzdem zu schüchtern sind, um ihn anzusprechen...


Special greetz to my fabulous Yve

Stay tuned
Trine

Dienstag, August 15, 2006

Ein harter Brocken...


... der Weg zum Nichtraucher..
Seit nunmehr 44 Tagen bin ich Nichtraucherin. Habe knappe 300EU eingespart (und in Gummibärchen, Klamotten für das neue Hüftgold und eine Digicam investiert)
Der Weg bis dahin ist echt nicht einfach. Also wir reden hier nicht von Schmachtattacken oder so, nein nein, von RICHTIGEN Entzugserscheinungen.
Teilweise fühlte ich mich wie ein Crack-Junkie, der nach seinem "Stoff" lechzt. Nachts lag ich zitternd im Bett, schweißgebadet (ok, es hatte ja auch 40Grad draußen), tagsüber zitterten mir die Gliedmaßen, der Körper verlangte nach seiner Droge.
Als das überstanden war, kam das ALLERSCHLIMMSTE: die Ersatzbefriedigung, die sich mein Körper schaffen möchte. In meinem Fall sind das Gummibärchen und Karotten. Tütenweise futterte und futter ich immernoch die armen Tierchen in mich hinein, vorzugsweise die roten und gelben. Das Ergebniss strahlt mir in schwarzen Lettern bzw. Zahlen von meiner Waage entgegen... Und stürzt mich in tiefste Depressionen samt Schreianfällen!! Möge nochmal jemand behaupten, Nichtrauchen macht gesünder... Nun habe ich das eine Laster gegen das andere ausgetauscht. Ich habe also die tagtägliche Wahl zwischen Pest und Cholera. Zigarette oder Gummibärchen?
Weiterhin entscheide ich mich für Gummibärchen UND einem ausgeklügelten Fitness- und FDH-Programm... Bin auch MIT Hüftgold immernoch die alte, nur OHNE Lungekrebs, ätschbätsch!!
Allerdings sind dann da noch die Aggressionen, die der Entzug mit sich bringt. Meine mir nahestehenden Mitmenschen haben glaub ich derzeit ziemliche Last mit mir. Ist halt nicht einfach, wenn ein 24Stunden, 7Tage die Woche gut gelaunter, immerzu fröhlicher Mensch auf EINMAL zickt, schlecht gelaunt ist und einfach mal böse anstatt lieber Worte über die Lippen bringt...
Leute, es sei mir verziehen! Ich bin doch garnicht SO schlimm? ODER???? O D E R ????????


Naja, ich bemüh mich weiter um mein Nichtraucher Glück

Stay tuned
Trine

Sonntag, August 06, 2006

Tiere Menschen Sensationen


Meine Damen und Herren, ab sofort in ihrem Kino! Wir präsentieren ihnen in 16:9
"Sommerurlaub 2006"


In der Zeit vom 07.-30.08.2006 bleibt unsere Zweigstelle bis auf weiteres geschloßen.
In dringenden Fällen können Sie unsere Filialleiterin wie folgt erreichen:
11.-13.08 Bleilochtalsperre, SonneMondSterne
21.-26.08 Bremen, Kindschaukeln-Windelnwechseln-im-1/4-bummeln-gehen-Schwesterherz-bekochen-verwöhnen-an-der-Weser Chillen
Dazwischen, danach und davor: mal bißchen Bielefeld und Umgebung unsicher machen, gibt noch sooooooooooooooo viel zu entdecken!!

Adios Arbeitswelt!!!

Samstag, August 05, 2006

Falling down - ein GANZ normaler (Arbeits-)Tag...


Kennt ihr den Film?

Ein ganz normaler, unbescholtener Bürger rastet aus und zwar KOMPLETT. Ihm brennen alle vorhandenen und bis dahin intakten Sicherungen durch, er läuft Amok und nichts und niemand kann ihn aufhalten..

Wir unterhalten uns nun mal über den heutigen Tag, einen eigentlich herrlichen Samstag an einem herrlich warmen Augustwochenende...


Genau, GAAAAAAAAANZ herrlich...
Es ging los um 4:55, ich hätte EIGENTLICH aufstehen müßen, tat es aber nicht, weil ich meine drei Wecker nicht gehört habe und erst tief in der Nacht in den Schlaf fand...
Um 5:20 überkam mich die Idee, mein Bett zu verlassen und mal den Kaffe anzuschalten. Im Prinzip ist das ja ne tolle Sache, wenn ich nicht um 5:45 im Büro hätte sein müßen. Okay, anziehen, zähneputzen und Brot schmieren lief im Multitasking Modus (den ich als Frau ja in Perfektion beherrsche). Da mir meine Zahnbürste das sprechen unmöglich machte, blieben meine Flüche und Schimpfkanonaden bei einem undeutlichen murmeln.
Ich hatte bis zu dem Zeitpunkt die Hoffnung, das der Kaffe meine morgendlichen Aggressionen etwas lindert, aber nein, ich verbrannte mir dermaßen die Zunge, das ich ohne zu zögern einen halben Liter Wasser nachkippte und schimpfend die Wohnung verlies.
Kaum zu glauben, aber wahr, um 5:55 hatte ich nicht nur die Türklinge zum Büro in der Hand, ich habe sogar daran gedacht meiner Pflicht als Wecker nachzukommen und eine Freundin aus dem Schlaf zu holen (mit mindergroßem Erfolg ;) )
Der Vormittag lief so vor sich hin... Verbände machen, Spritzen verabreichen und diverse Dinge, die wirklich Spaß machen, an einem Samstag, verpennt, frustriert, unausstehlich schlecht gelaunt...
Um 09:35 stand ich auf dem Parkplatz und gönnte mir einen Kaffe und ein frisches Brötchen... Der Kaffe landete auf meiner FRISCHGEWASCHENEN weißen Hose und das Brötchen in meinem Bauch.
Um 10:30 stand ich wartend in der Wohnung einer Patientin, der Notarzt verspätete sich. Naja, was solls, Kreislaufkollaps kuriere ich mit links.
Um 11:30 war der Notarzt endlich da und es störte mich auch nicht weiter, das alle darauffolgenden Patienten mit Inbrunst die Rufbereitschaftsnummer wählten, um zu fragen, wo ich denn bliebe... Die Rufbereitschaft hatte NATÜRLICH ich...

IRGENDWANN gegen 13:30, mit einer Stunde Verspätung habe ich dann Feierabend machen können mit dem Vorhaben, noch schnell im real vorbeizuschauen. Mit Freude entdeckte ich, das es die DVD, die ich schon ewig haben wollte im Angebot gab... und die mir ein Herr mittleren alters vor der Nase wegschnappte... DIE LETZTE!!!

Allmählich knisterte es schon in meinem Kopf, Alarmstufe dunkelrot, Trine kurz vorm geistigen Knockout... An der Kasse passierte es dann: SCHNELLKASSE heißt auf deutsch: NICHT mehr als 8 Teile... SO, dann versucht das mal einer türkischen Mitbürgerin, geschätzte 130 Jahre alt, zu erklären, Einkauswagen bin zum bersten gefüllt...

Ich verstehe nun, WIE schnell es zu einem "Falling down" kommen kann...

Achja, die DVD befindet sich nun in meinem Besitz ;) WIE, verrate ich nicht *muhahahahaha*

Stay tuned
Trine

Donnerstag, August 03, 2006

It´s just my Business


Wir haben im Büro einen Text hängen, den ich mir sicher fünfmal am Tag anschaue und der mich immer wieder zu Tränen rührt und nachdenklich macht...

Die Legende von der Erschaffung der Altenpflegerin

Als der liebe Gott die Altenpflegerin schuf, machte er bereits den sechsten Tag Überstunden. Da erschien ein Engel und sagte; „Herr, Ihr bastelt aber lange an dieser Figur!“Der liebe Gott antwortete. „Hast du die lange Liste spezieller Wünsche auf der Bestellung gesehen? Sie soll als Frau und Mann lieferbar sein, wartungsfrei und leicht zu desinfizieren, aber nicht aus Plastik, sie soll Nerven wie aus Stahl haben und einen Rücken, auf dem sich alles abladen lässt, dabei aber immer so zierlich sein, dass sie sich in viel zu kleinen Dienstzimmern, Bewohner Zimmern oder Dienstwägen Wohlfühlen kann. Sie muss fünf Dinge zur gleichen Zeit tun können und soll dabei immer noch eine Hand zum streicheln und pflegen frei haben.“

Da schüttelte der Engel den Kopf und sagte; „Sechs Hände, das wird kaum gehen!“ „Die Hände machen mir keine Kopfschmerzen“, sagte der liebe Gott, „aber die drei Paar Augen, die schon das Standardmodell haben soll: ein Paar das nachts durch alle Wände sehen vermag, damit eine Nachtwache zwei Stationen betreuen kann, ein zweites Paar im Hinterkopf, mit dem sie sieht, was man vor ihr verbergen möchte – was sie aber unbedingt wissen muss – und natürlich das eine hier vorn, mit dem sie den Heimbewohner ansehen kann und ihm deutet: Ich verstehe Sie und bin für Sie da, ohne dass sie ein Wort sprechen muss.“
Der Engel zupfte ihn leicht am Ärmel und sagte; „Geht schlafen Herr, und macht morgen weiter.“ „Ich kann nicht“, sagte der liebe Gott. „Ich habe bereits geschafft, dass sie fast nie krank wird, und wenn, dann heilt sie sich selber und geht dem Risiko zu trotz weiter arbeiten. Sie kann begreifen, dass zehn Doppelzimmer 40 Heimbewohner bedeuten kann, aber zehn Stellen oft nur fünf Altenpflegerinnen sind; sie hat Freude an einem Beruf, der alles fordert und schlecht bezahlt wird, sie kann mit Schauckelschichten leben, murrt nicht bei langen Rufbereitschaften und beklagt sich nicht über Doppelschichten, die 12 Stunden dauern können und kommt mit wenigen freien Wochenenden aus.“
Der Engel ging langsam um das Modell der Altenpflegerin herum: „Das Material ist zu weich“, seufzte er. „Aber dafür zäh“, entgegnete der liebe Gott. „Du glaubst gar nicht, was es alles aushält!“ „Kann sie denken?“ – „Nicht nur denken, sondern auch urteilen und Kompromisse schließen, mit Ärzten und Krankenkassen verhandeln, und Angehörige kompetent trösten“, sagte der liebe Gott. Schließlich beugte sich der Engel vor und fuhr mit dem Finger über die Wange des Modells. „Da ist ein Leck“, sagt er: „Ich habe Euch ja gesagt, Ihr versucht viel zu viel in das Modell hineinzupacken.“ – „Das ist kein Leck, das ist eine Träne!“ – „Wofür ist die?“ „Sie fließt bei Freude, Trauer, Enttäuschung, Schmerz und Verlassenheit“, sagte der liebe Gott versonnen, „die Träne, die Träne ist das Überlaufventil!“



Diesen Text möchte ich für sich sprechen lassen...

Vielleicht doch was:
ICH liebe meinen Job... Und DU??

Stay tuned
Trine

Sonntag, Juli 30, 2006

"Wo machen wa After???"


...diese Worte hören sich für Ottonormal-Verbraucher wohl eher erschreckend und subtil an, für uns obercoole Szeneleute (*lach*) ist es eher der Beginn eines anstrengenden Sonntages.

Ein Phänomen, was ich eigentlich NIE begriffen habe:
Da ist man fix und alle von einer schönen Party, müffelt vor sich hin, Make up und Frisur ist auch LEICHT verrutscht, evtl. kommt noch ein, durch Alkohol verursachter, leichter bis mittelschwerer Rausch hinzu... ALSO ein Allgemeinbefinden, welches nach Dusche, Deo und vorallem BETT brüllt.
Aber nein nein, es kommt VIIIIIIIIIIIIEL doller ;)
Besagte Worte läuten ein Ritual ein, welches unsere Eltern, Geschwister und überhaupt unser "Normales" Umfeld bis in alle Zeiten unbegreiflich bleiben wird...
Man rottet sich zusammen, packt den ein oder anderen Sechserträger Bier, Cola, Saft und co, bei Bedarf frische Brötchen undRauchutensilien von der Tankstelle ein, juckelt in eine beliebige Wohnung (HEUTE war es meine) und läßt sich dort nieder und zu diversem Schabernack hinreißen. Falls etwas fehlt, schickt man einen nüchternen Kollegen zur nächsten Tanke um dort Nachschub an Zigaretten, Bier, Zeitschriften, Kaugummis, Brötchen, Milch oder auch mal Nudeln (grins) zu besorgen


Dort entsteht dann eine Situationskomik, die ihres gleichen sucht. Man lacht, aufgrund des Schlafentzugs, des Alkohols und der Gesellschaft gleichgesinnter, über Dinge, die im normalen Alltag stinklangweilig wären. Man unterhält sich, trinkt, erzählt, lacht, dekoriert schlafende Partygenossen mit Blumen, Lebensmitteln (www.besoffene-dekorieren.de) und was weiß ich was für Dingen. Alles in allem also eine wirklich lustige Angelegenheit.
In unserem heutigen Fall gabs dann sogar noch ne riesen Portion Nudeln und Bolognese dazu, Formel1 im TV und klickerklacker aus den Boxen ;)
Gerne ziehen sich solche Gelage bis in den Abend ( ich stell mal ne runde 17h zur Debatte), schlafende Freunde, die man durch einen gezielten Anruf Sonntag Mittags aus dem Bett holt, erklären einen für komplett bekloppt und die Bange, das der Sonntägliche, Familiäre Anruf droht, läßt einen dann doch etwas unruhig werden...(Mama, Papa:Sonntags gehe ich NIE ans Telefon!!!! Grüße, Eure Tochter)
Defakto stehe ich für meinen Teil nun in einem Wohnzimmer, dessen Anblick mir Gänsehaut bereitet, meine Augenringe hängen bis in die Kniekehlen und der Anblick der Fotos, die während der letzten Stunden entstanden sind, läßt mich nochmals laut lachen und breit grinsen.

Und schon wieder ist die "After Hour" vorbei, alles ist zuhaus und ICH falle gleich tot ins Bett...

Achja, Regel Nummer 1: entstandene Fotos von Personen und Gegenständen werden mit Passwort und Sicherheitscode in die hinterste Ecke der Festplatte verbannt ;)

Stay tuned
Trine

Samstag, Juli 29, 2006

Impressionen einer Nacht im...

...








Freitag, Juli 28, 2006

www.flirt.de


Das Internet. Eine Ansammlung einsamer Herzen mag man manchmal meinen. Da ich, bei genauerer Betrachtung auch zu dieser Gattung gehöre, aber in erster Linie Freude an stupider Unterhaltung habe, habe ich mich selbstredend auch bei der ein oder anderen Flirtbörse angemeldet.
Unzählig, die Menschen, die man nach einem gezielten Klick betrachten, bewerten und beurteilen kann. Beinahe wird man zum Spanner, linst heimlich in das scheinbar gläserne Leben eines "teddy83" oder bannt genervt "ItaloBoy79" von der Kontaktliste.
Die Chance, auf die Art und Weise seinen "Traumpartner" zu finden, halte ich für verschwindend gering, denn NICHTS ist ja bekanntlich oberflächlicher als das Leben ONLINE...

Unfassbar, welch überaus lustige Geschichten man so erlebt, bei den ganzen neu.de`s , flirtlife.de`s liebesalarm.de`s und wie sie nicht alle heißen. Da bekommt man von einem Menschen, den man sein Leben noch nie gesehen hat gesagt "Du bist häßlich wie die Nacht" - und meint es eigentlich garnicht so, weiß nur nicht, wie er anders Kontakt aufnehmen soll...
Oder der pickelige Student aus Hintertupfingen, der eine willige Dame für seine Webcam "Spielchen" sucht.

Ist das Internet der 5-Uhr Tanztee des Milleniums? Und haben wir am Ende dieses Jahrtausends NUR noch Cybersex?

Zu den Zeiten meiner Eltern und selbst meiner Schwester hat man seine Freunde noch in ECHT kennengelernt. Seinen Ehemann lernte man beim Kegeln kennen und die beste Freundin ist das Mädchen, was schon in der Grundschule neben einem saß. Den ersten Freund kannte man von der heimlichen Party der besten Freundin, deren Eltern drei Wochen Urlaub im Harz machen und den ersten Sex hatte man nicht online bei viva.tv im Chat sondern völlig unspektakulär auf der Silvesterparty eines Klassenkameraden...

Heutzutage steigt der Prozentsatz der Menschen, die ich unter "Onlinebekannschaft" abstempeln kann - von meinen "alten" Freunden ist wenig über. Trotzdem verdanke zumindest ICH persönlich, dem Internet eine Handvoll Freunde, die ich auch als solches bezeichnen möchte...

Und somit grüße ich auf dem Weg ganz besonders, die Menschen, die mich "Online" begleiten und mir viele gute Gespräche, lustige Stunden, ernste Minuten, traurige Tatsachen und vertraute Tage beschert haben (Ganz besonders Jani: never change a winnig online Team...Dicker Kuß!!!)

In dem Sinne

Stay tuned
Trine

Dienstag, Juli 25, 2006

"It`s all about CRAZYNESS"



Ich LIEBE es in Bielefeld zu wohnen! Warum?
Weil die eigene Verrücktheit so wunderbar in der Maße der komplett Verrückten, die hier rumlaufen völlig untergeht...

Ich möchte mich nicht näher dazu auslassen. Ich denke jeder der in und um Bethel schon mal Bahn gefahren ist oder dort wohnt, weiß WAS ich meine!!!

Hiermit möchte ich unseren Psychisch beeinträchtigten Mitmenschen einfach mal Respekt zollen, denn keiner sonst geht so unbefangen und vorbehaltlos in die Außenwelt und lebt trotzdem in einer komplett anderen, eigenen Welt...!! Sie sehen die Dinge aus einer Sichtweise, die uns "normalen" wahrscheinlich für immer verschloßen bleiben wird und trotzdem nehmen wir uns das Recht heraus, uns über Sie lustig zu machen, aufzuregen oder gar Angst vor ihnen zu haben NUR weil Sie anders sind?!


Ich freue mich auch weiter auf Bahnfahrten durch Bethel und begegne auch weiterhin den "Komischen" Menschen mit Neugier. Man mag es nicht glauben, aber wir können eine Menge von ihnen lernen!

Stay tuned
Trine

Montag, Juli 24, 2006

Gute Zeiten, schlechte Zeiten...

Immer wieder frage ich mich, ob es eine plausible Erklärung für folgendes Phänomen gibt: warum vergisst man so leicht die schlechten Dinge im Leben, hält aber an den schönen Dingen krampfhaft fest, obwohl sie mit den schlechten eng verbunden sind...?
Das treibt mich manchmal zum Wahnsinn. Lieber würde ich in manchen Situationen an die üblen Dinge denken und die schönen verdrängen, aber irgendein verborgener Mechanismus kickt alles böse aus dem Kopf heraus und verankert die tollen Sachen im Gehirn... Wie sagte ein Reporter während der WM so schön? "Da gehen meine Gefühle Gassi mit mir"
Derzeit gehen meine Gedanken Gassi mit mir und meiner Rolle als "Alltime-Sunshine" werde ich nur mit Mühe gerecht...

Sommer Sonne Sonnenschein...

Wirklich???




Stay tuned
Trine

Samstag, Juli 22, 2006

Ans Ziel...?

Was passiert eigentlich, wenn man eines schönen Tages feststellt, das man seine Ziele vor Augen verloren hat?
Die Dinge, die man sich vor vielleicht längerer, oder auch kürzerer Zeit vorgenommen hat. Dinge, die einem den Alltag etwas versüßt haben. Dinge auf die man sich freut oder Dinge die einen dazu bewegen, jeden Tag aufs neue die Füße VOR das Bett zu setzen, anstatt Sie weiter unter der Decke zu behalten...

Aber was ist eigentlich ein Ziel? Und warum kann man sich nicht entscheiden, einen anderen Weg, als den zum Ziel einzuschlagen?
Ist es vielleicht nur die neue Hose, die so sauteuer ist, das man beim Kauf ein schlechtes Gewissen hat. Oder ist es das dicke Auto, von dem man schon seit Kindheitstagen träumt. Oder der Urlaub in einem exotischen Land? Und Warum haben wir Ziele? NUR um uns den Alltag zu erleichtern? Um auf der Durststrecke zwischen Start und Ziel durchzuhalten und nicht den Kampfgeist zu verlieren...? Um uns zu motivieren?
Wenn man sich mal genauer umschaut, ist unser Leben geprägt von Zielen, überall sieht man sie.

Tja, ich mache mich dann mal weiter auf die Suche nach MEINEN Zielen, wo auch immer sich diese versteckt haben, denn ICH weiß derzeit nicht, wo sie abgeblieben sind...

Achja, mein Ziel, Nichtraucherin zu werden, habe ich bereits erreicht!! Und ich bin verdammt stolz auf mich. An alle, die nicht an mich geglaubt haben: Unverhofft kommt oft und ihr habt mich unterschätzt ;)

Stay tuned
Trine

Freitag, Juli 21, 2006

ByeBye Ulle!!

JA, ich war bis dato bekennender Tour de France Fan und das seit gut und gerne 10 Jahren, wenn man mal runden mag. Es fing an im Sommer ´97 . Ein sympathischer Rotschopf (wer mich länger kennt, weiß um meine Vorliebe für rote Haare *gg*) erradelte sich Deutschlands Herzen, auch meins. Meinen Sommer, den ich eigentlich mit lernen verbringen sollte, denn die Versetzung war mehr als nur gefährdet, verbrachte ich vor dem TV und jubelte Ulle zu!!!
Man, waren das Nachmittage. Fingernägel kauend saß ich da, schweißgebadet, habe mitgefiebert wie eine wilde, hab selbst meinen darmaligen Schwarm eiskalt vor der Tür stehen lassen.
Auf dem Weg zum Reitstall in Eschenbruch, mit dem Fahrrad natürlich, stellte ich die Alpen Etappen nach, Eschenbruch wurde zu Le deux Àlpes (immerhin weist der Winterberg sage un schreibe 400 Höhenmeter vor!!!!) Ja und ich fühlte mich meinem Held in Leggins schon ein wenig näher...
NATÜRLICH zog er als Sieger in Paris ein, was für mich Anlaß genug war eine Flasche Sekt mit O-Saft zu köpfen *hicks*

Viel haben wir gemeinsam durchgemacht, wir haben gemeinsam zugenommen, wieder abgenommen, haben uns die Beine wundgestrampelt, waren feiern, Du mit mehr, ich mit weniger Chemie, haben gemeinsam gejubelt und geweint.
Aber dieses Jahr soll alles anders sein. Keine Tour de France (ICH für meinen Teil streike) mit Ulle, keine Spannung in den Bergen, keine Lästereien über unseren Winterspeck und kein gemeinsames Leiden (DU auf dem 30.000EU Bike, ICH auf dem 250EU Ikea Sofa) Magenta schmeißt dich einfach SO raus. Unverständlich, unverschämtheit, unbegreiflich...
Eine schöne Zeit wars!!!

ByeBye Ulle...

P.S.: die Nachprüfung habe ich selbstredend NICHT bestanden, gibt im Leben einer 17Jährigen nunmal wichtigeres als Mathe, Physik und Chemie ;)
P.P.S: Magenta hat bei mir Hausverbot, ich telefoniere blau/rot

Stay tuned
Trine

Mittwoch, Juli 19, 2006

In the Summertime...


Hach, was freuen wir uns aber alle, das ENDLICH Sommer ist...

Äääh, freuen? Alle? Sommer?

Also ich erzähle mal von MEINEM Sommer 2006:
Sofern ich nicht in den Genuß komme, erst gegen Mittag aufzustehen, weil ich frei habe, stehe ich um 4:55 auf, stelle meinen Kaffe an und ärger mich bereits zu früher Stunde, das meine Küche Ostlage hat. Warum? Weil meine Küche bereits zu Sonnenaufgang einer Ägyptischen Wüstenlandschaft gleicht, zumindest was die Temperaturen betrifft.
Okay, soweit so gut. Um 5:45 schwinge ich mich auf mein neu erstandenes Kettler Fahrrad und quäle mich den Berg zur Rosenhöhe hoch (wer ihn kennt, weiß das es an Sportliche HÖCHSTLEISTUNGEN grenzt, was ich da zu SO früher Stunde leiste).
Okay, aber Loorbeeren einsacken kann ich später, weiter gehts: Ich komme ins Büro, welches um 6:00 in der Früh ebenfalls kuschelig warm ist, nicht das mir der Schweiß eh schon runterläuft, weil da ja noch der Rosenhöher Berg ist... Ich hole Schlüßel und bemerke, das alle Kollegen die tollen Autos mit Klima weggeschnappt haben und ich mit dem Lupo fahren muß, welcher KEINE Klima und KEINE El. Fensterheber hat.. DOLL!!!!
Gegen 9:00 erreiche ich langsam den Zenit meiner Belastbarkeit, meine Kleidung klebt im Auto fest, meine Wasserflasche könnte ich ebendso als Teekanne verwenden und auf dem Autodach würde sich sicher ein Spiegelei SEHR wohl fühlen.
Gegen 13:00 darf ich den Heimweg antreten. "Freibad" denkt sich nun jeder... Hahaha, gute Idee mag man meinen. Geht aber nicht, wenn man, wie ICH, Rufbereitschaft hat... Nichts mit schwimmen gehen oder solchem Gedöns, nein nein, Handy bewachen und DAS geht bekanntlich ja nur wenn das Handy funktionsfähig, somit also trocken ist...

Achja, ich unterschlug, das mich der Heuschnupfen quält. Rote Augen, triefende Nase, pipapo sobald ich nur in die Nähe blühender, vor Kraft strotzender Natur komme... Mir raubt sie die Kraft, die blöde Natur...

Aber mein Thema war der "tolle" Sommer, mit all seinen "Vorteilen"...
Wenn ich meinen Mittagsschlaf beendet habe, denn ich bin halb erschlagen durch Hitze und nörgelnde Patienten, die ebendso leiden wie ich, stehe ich schweißgebadet auf (mein Bett sieht derzeit TÄGLICH neue Wäsche...) und gönne mir in meinem überhitzem Bad eine kalte Dusche, um eine Stunde später erneut zu triefen.
Sämtliche Sitzgelegenheiten sind mit Badetüchern dekoriert, denn am Sofa festkleben ist uncool (haaa, im wahrsten Sinne des Wortes)...
Des Abends, wenn ich mich erschöpft zur Nachtruhe lege, denke ich mir "Was ein heißer Tag" schließe die Augen und.... JA UND... KANN NICHT EINSCHLAFEN!!!!!!!!!
Ich wälze mich bis ca. 3:30 hin und her, wechsle Wanderungen in Küche mit sitzen vor geöffneter Balkon Tür ab, fahre den Rechner hoch und wieder runter, gucke das mehr als schwache Nachtprogramm der lokalen und nationalen TV Sender an, um dann völlig verwirrt wieder im Bett zu landen.
Achja, bereits um 4:55 klingelt wieder mein Wecker, auf das ein neuer, WUNDERSCHÖNER Sommertag beginnen kann!!!!!

Jaaaaaaaaaaa, der Sommer ist ja SOOOOOOOOOOOOOOOOO schön!!!!!



Meine Top 5 der Erfrischenden "must haves" im Juli ´06 :

1: Körperspray von Balea (Melonenduft,rückfettend NATÜRLICH) --> im Kühlschrank aufbewahrt DER Kick auf schwitzender Haut

2: Wassermelone --> im Kühlschrank aufbewahrt DER Kick für klebende Gaumen

3: Plastikbecher --> im Eisschrank aufbewahrt DER Kick für pinkelwarmes Wasser

4: Früchtetee --> na, wer erräts?? ;)

5: Rolladen --> OHNE könnte ich für meine Wohnung Eintritt nehmen, was kostet Sauna gleich nochmal im Ishara????


Stay tuned
Trine

Dienstag, Juli 18, 2006

RUF! MICH! AN!


Da fragte mich doch ein Bekannter neulich, ob es legitim ist, eine Frau erst nach WOCHEN anzurufen, bzw. eine SMS zu schicken, wenn Sie ihm ihre Nummer gegeben hat, SIE sich wiederrum darauf aber nicht mehr zurückmeldet, weil Sie offensichtlich sauer über diese Zeitverzögerte Kontaktaufnahme via Mobiltelefon ist...

Hmmm, ich habe nun lange darüber nachgedacht, die Situationen durchgespielt und mein eigenes Verhalten überdacht, WÄRE ich in dieser Situation.

MÄNNER!!!!
Denkt ihr wirklich, das wir Euch unsere kostbare Handynummer zustecken, damit diese in den tiefen Eures Adressbuches verschwindet und erst dann wieder hervorgeholt wird, wenn Flirttechnische Ebbe in Eurem Leben herrscht???
MÄNNER!!!!
Unser Handy gleicht Fort Nox , die dazugehörige Nummer wird erst nach härtester Prüfung vorhandener Tatsachen und Fakten an das Männliche Gegenüber weitergegeben. Und WAS macht ihr damit? "Danke, ich meld mich bei dir"

JA, wir Frauen ERWARTEN, das ihr Euch im Laufe der folgenden Tage WENIGSTENS per SMS meldet, Euch vielleicht für das erlebnissreiche Wochenende oder im Zweifelsfall wenigstens für einen lustigen Abend bedankt, im Notfall von Eurem Kater am Sonntag morgen berichtet... ABER: in erster Linie solltet ihr diese Nummer nutzen, um Euch mit der Dame, die Euch diese Nummer zugesteckt hat, zu verabreden. WARUM in Herrgottsnamen, hat Sie das denn wohl sonst gemacht????
Und wenn DAS erst Wochen nach der Zusammenkunft IHRER Nummer und EURES Handys passiert, ist die Dame zurecht sauer...
Es geht um Zeitnahe Kontaktaufnahme Jungs!! Gerade im Sommer hat "Frau" keine Zeit zu verschenken, es gibt viel zu tun, hübsch sein, die Haare sollen glänzen, die Beine und Bikinizone sollen glatt sein, der Bikini ansich muß sitzen, die Figur muß perfekt sein, alles Dinge, die wir veranstalten, damit wir Frauen nicht allein durch die lauen Sommernächte, auf den wohlgemerkt FRISCH pedikürten Füßen, wandeln. Und WAS passiert? Der Herr des Begehrens, der mit einem verschmitzem Lächeln die ach so heilige Handynummer, Email Adresse und co in Empfang genommen hat, MELDET SICH NICHT!!! Das gleicht einer Katastrophe, der Lack bröckelt von den Zehennägeln, die Beine stoppeln (nachepilieren ist VERDAMMT schmerzhaft Jungs...) und die aus Frust gefutterten Schokoriegel setzen Pölsterchen an...


So, noch Fragen zum Thema "Sorry, wollte mich ja schon viiiiiiiel eher melden, ABER..." ????

Stay tuned
Trine

Am Anfang war...


... eine heiße Sommernacht im Juli, genaugenommen am 18.07. anno 2006
Auch ich brauche einen Blog, war mein Gedanke. Beste Möglichkeit, um den Unfug, den ich tagtäglich fabriziere, denke und produziere öffentlich zu machen ;)
Was mich heute bewegt hat?
Gerade sah ich eine Wiederholung des Live8 Konzerts des letzten Jahres... Mir kamen die Tränen... Auf die Bühne kam eine wunderschöne junge Frau, dunkelhäutig, bedankte sich bei den Millionen Menschen für ihr Hilfe. Ansich nichts ungewöhnliches mag man denken. Vielleicht eine Popsängerin, ein TV oder Kino Star. Aber nein: besagt junge, wunderschöne Frau, war 20 Jahre zuvor keine 10 Minuten vom Tot entfernt, im Jahr, als es das erste Live 8 gab und der Erlös u.a. dieser jungen Frau zugute kam... DAS hat mich zu Tränen gerührt. Es wurden Bilder von ihr gezeigt. Bilder die man nicht wirklich gerne sieht, an einem heißen Sommer Abend...

Aber es gab auch schöne Dinge heute...
ENDLICH halte ich die Karten für die SonneMondSterne in den Händen...
Genauer Bericht wird folgen...

Nun werde ich Sie beenden, die heiße Sommernacht, im Juli, in Brackwede...
Stay tuned...

EDIT: 18.07.2006 03:14h Es ist zu heiß zum schlafen :(