
... liegt auf dem Rücken der Pferde...
Meinen Orthopäden freuts ;)
ich bin infiziert und das seit dem ich denken und halbwegs gerade laufen kann.
Es ist der Pferdevirus, den ungefähr 80% aller Mädchen in sich tragen.
Alles fing an im Dezember 1984, ich hatte einen Gutschein zum Votligieren in meinem Adventskalender. Vielleicht dachten meine Eltern, das ich nur oft genug vom Pferd fallen muß, damit sich das Thema wieder erübrigt.
Falsch gedacht.
Früh habe ich Ehrgeiz entwickelt, bin auf "Marco", dem Voltischimmel in Hörste, rumgeturnt, als ob es kein morgen gibt.
Schnell war klar: Reginchen muß in den Sattel.
Ok, dann halt auch das. Vielleicht war meinen Eltern nicht wohl bei den Gedanken, dass das kleien Lockenmädchen auf diesen riesengroßen Tieren rumhoppelt. Aber es war schon früher so: wenn ich etwas wollte, bekam ich es auch und wenn ich tagelang in den Hungerstreik gehen mußte ;)
So startete die klassische Reiterkarriere: oft runtergefallen, immer wieder aufgestiegen und schnell gemerkt, das ich mit den "Gäulen" gut kann.
Nach dem Umzug in die Lippische Einöde fand sich schnell ein Reiterhof und das dementsprechende Pflegepferd, für 50 MARK im Monat war "Cindy" fast mein eigen.
"Cindy" hat mich brav durch die erste Jugendreiterprüfung getragen, ist mein erstes Springen mit mir gegangen und hat sich mit mir auf ihrem Rücken die Wälder erbuckelt.
Aber wie es so ist, "Cindy" sollte irgendwann Mama werden, also mußte ein neues Pflegepferdchen her. Eins? Irgendwann war ich so gut, das ich viele Pflegepferde hatte. Viele habe ich vergessen, einige sind mir hängen geblieben.
Banjo, den ich selbst eingeritten habe, dem ich die Welt gezeigt und erklärt habe, der mit mir auf dem Rücken das erstemal in seinem Leben über ein Stoppelacker gallopiert ist.
Eldorado, der frisch von der Trabrennbahn kam und auf dem ich gelernt habe, das traben genauso schnell sein kann wie gallopieren.
Dann die unzähligen Russlandpferde, von denen keiner wußte, ob Sie jemals einen Reiter kennegelernt haben. Wer hats herausgefunden? Die Reiterin ohne Furcht und Tadel: ICH. Viele blaue Flecken, aber auch viel Spaß ;)
Ja und dann war da noch meine große große erste Pferdeliebe: Dublin.
Noch heute schießen mir die Tränen in die Augen, wenn ich an ihn denke.
Anfangs das störrische, vollblütige Rennwiesel mit dem ich so schwer zurechtkam.
Dublin hat mich durch dick und dünn getragen, mich zu meiner ersten Treibjagd begleitet, mich durch den ersten Geländeparcour getragen. Mit ihm habe ich ALLES erlebt, was man sich als Reitermädchen nur wünscht.
Er ist mir gefolgt wie ein Hund, neben ihm konnte ich im Stroh liegen und schlafen, ohne Angst haben zu müßen, zertrampelt zu werden.
Ja, meine große Pferdeliebe.
Und noch heute denke ich oft an ihn und frage mich, was er heute wohl macht? Mittlerweile müßte er ein Pferdeopa sein, immerhin haben wir uns vor knapp 16 Jahren kennengelernt, ich war 14, er sechs Jahre alt.
Und obwohl ich so lange nicht mehr aktiv reite, hat mich der Virus immernoch FEST im Griff.
Wird er mich jemals loslassen? Ich glaube nicht.
Und vielleicht wird IRGENDWANN mein Traum war: mein EIGENES Pferd?!!
stay tuned
Trine




















































































































