Samstag, Dezember 30, 2006

Der Knigge


Ja, der gute Herr Knigge. Der arme Mann gerät leider allzuoft in Vergessenheit.
Wenn ich mir unsere heutige Gesellschaft so anschaue, frage ich mich, ob ein großteil schonmal überhaupt irgendwas vom "Knigge" gehört hat (und damit meine ich nicht das Cafè hier in Bielefeld!!)
Es geht los in der Bahn: WER steht denn heutzutage noch für ältere Menschen auf? Also die Kinder, mit Bushido im Ohr sicher nicht.
Die junge Frau mit den H&M Tüten auch nicht.

Ich habe als Kind zum Beispiel noch gelernt, einen Knicks zur Begrüßung und zur Verabschiedung zu machen. Und das mache ich auch heute noch, zumindest bei meinen sehr alten Patienten. Die freuen sich dann wie verrückt, das es "sowas" noch gibt und sind ganz begeistert.
Tür aufhalten, sei es nun einer Frau oder jemandem, der die Arme voll hat oder einfach eingeschränkt ist. "Selbstverständlich" mag nun manch einer denken. Ist es aber bei weitem nicht. Das erlebe ich oft genug, das einem die Tür einfach vor den Latz geknallt wird.
In den Mantel helfen... WO macht das einer noch, außer in dem schicken Restaurant, in dem wir Weihnachten gespeist haben...?!
Aber nun zu einem heiklen Punkt des Knigges: das bezahlen im Restaurant, in der Bar oder sonst wo...!!
Für die eine ist es selbstverständlich sich einladen zu lassen, sei es beim ersten Date oder generell. Ich persönlich habe da so meine Probleme mit. Ob es nun an einem übergroße Ego liegt oder an meiner Erziehung, ICH zahle mein Essen und meine Getränke immernoch selber. Und ich finde es einfach unangenehm, wenn der Mann einfach so seine Scheine auspackt, ohne einen Ton und breitgrinsend, mit einem wohlmütigen Gesicht und einem überspendablen Trinkgeld die Rechnung übernimmt. Nein, da schüttelt sich mir alles. NO GO!
Aber weiter im Text, äääh, mit dem Knigge!
Ich habe mal einen "Knigge-Selbsttest" gemacht, und folgendes kam bei heraus:
"Es macht Ihnen offensichtlich Spaß, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen. Sie sind ein guter Gastgeber und ein gern gesehener Gast. Sie können sich benehmen und verstehen es, sich dem Anlass entsprechend angemessen zu verhalten. Den letzten Schliff erhalten Sie, wenn Sie sich bei jeder kleinsten Unsicherheit selbst korrigieren oder bei offenen Fragen einen Stilkunde-Berater konsultieren."
Angaben ohne Gewähr *pengpeng* hihi

Wer auch mal Lust hat, zu gucken, WIE gut er sich bennehmen kann: http://www1.manager-magazin.de/active/karrierechk/fcgi/karrierechk-3552.fcgi

In dem Sinne "Gutes benehmen ist eine Zier, der eine hat es, der andere sucht es hier"

Stay tuned
Trine