
Da bin ich wieder!
Lange Zeit war mein Kopf leer, vielleicht auch voll und ich war mit anderen Dingen beschäftigt, als meinen Blog sinnvoll zu füllen...
Älter werden...
Was bedeutet das eigentlich?
Mal abgesehen von der Tatsache, das der Körper abbaut, langsam gebrechlicher wird, die ein oder andere Kriegsverletzung davon trägt, heißt älter werden doch eigentlich, das man "besser" wird, oder?
Ich sehe das so wie eine Flasche guten Wein. Der muß lange lagern, reifen, hin und wieder wird er vom Kellermeister mal gedreht in seiner Flasche, aber am Ende hat der gute Tropfen eine Menge Zeit darauf verwendet, zu reifen und seinen ganz eigenen Geschmack zu bilden.
Und so ist es doch im Alltag eigentlich auch, oder? Vielleicht haben wir nicht die nötige Ruhe und Zeit uns gemütlich hinzusetzen und zu reifen, aber alles, was wir erleben, was wir tun und gestalten, bringt uns weiter nach vorne. Jeder Tag ist eine neue Aufgabe, der wir uns stellen.
Sei es so etwas lapidares wie ein neues Kochrezept auszuprobieren, oder sich höheren Aufgaben zu stellen.
Am Ende sitzen wir da und können uns ( mal mehr, mal weniger) auf die Schulter klopfen und sagen: "Ich habe es geschafft!"
Und was hat das nun mit dem Älter werden zu tun?
Ich habe mir mal die Zeit genommen, meinen Blog durchzulesen. Viele Einträge sind zu einer Zeit entstanden, in der ich wild und rastlos war, mir die Hörner abstoßen wollte und viel viel viel erleben wollte. Kaum drei Jahre her und trotzdem so weit weg. Und so mancher Eintrag läßt mich schmunzeln, mancher läßt mich auch nachdenklich werden, ein anderer macht mich vielleicht traurig. Aber trotz alledem kann ich eine Veränderung feststellen: ich bin älter geworden, ich bin erwachsener geworden.
Und so geht es doch uns allen, oder?
Nehmt Euch doch mal ein Fotoalbum, schaut Euch Bilder an, die vielleicht drei, vier Jahre alt sind. Denkt an die Situation zurück, in der das Bild entstanden ist...
Und dann betrachtet Euren jetztigen Standort. Was stellt ihr fest?
Ich bewunder immerwieder den ein oder die andere Kundin von mir. Mit welch stoischer Ruhe und Gelassenheit sie ihren Alltag meistern, trotz des ein oder anderen Rückschlags in ihrem Leben. Bewundernswert, oder nicht?!
Und das ist für mich das faszinierende am altern: aus der Summe aller Erlebnisse, auch der Negativen, entwickelt man eine gewisse Ruhe und Weisheit, die wir jungen Hüpfer erstmal schwer erarbeiten müßen!!
Mein Fazit? Ich habe keine Angst vor dem Alt werden, ich habe nur Angst davor alleine alt werden zu müßen, in einer Gesellschaft, in der Alter nichts wert ist und nur der hip und toll ist, der Botoxgestrafft durch die Welt läuft. Nein Danke. Nichts für mich!!
Somit möchte ich erst einmal Schluß machen
Stay tuned
Trine

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