Sonntag, Juni 07, 2009


Da schreibe ich über alle möglichen Dinge, die mich und mein Leben bewegen und habe nicht eine Zeile über die geschrieben, die mein Leben tagtäglich beeinflussen.

Loki und Alf!

Ich wache morgens auf und schaue zuerst, ob im Körbchen alles ok ist.

Ok, Alf schnarcht noch und Loki schaut mich schwanzwedelnd an.

Ich weiß was als nächstes kommt: eine stürmische, jeden Morgen wiederkehrende Begrüßung – manchmal etwas ZU sabberig für meinen Geschmack.

Es scheint, als ob Loki jeden Morgen aufs neue ein Fass aufmacht, das Sie wieder wach wird und DAS auch noch in unseren Vier Wänden!!

Alf schnarcht im übrigen immer noch. Den muss ich morgens zwei mal bitten, die Hundeaugen aufzuschlagen, verwöhnte Diva halt ;)

Nachdem ICH meinen Kaffe hatte, Loki die Wohnung inspiziert hat und Alf IMMERNOCH im Körbchen liegt, vielleicht allmählich drüber nachdenkt, die zarten Alf-Glieder zu strecken, begeben wir uns auf die allmorgendliche Erkundungstour durchs Viertel.

Alf und Loki lesen die Hundezeitung (in Form von neuen Duftmarken am Straßenrand) und ich rauche müde meine Zigarette und will zurück ins Bett.

Jeden morgen das gleiche…

Manch einer sagt, die Arbeit bestimmt den Lebensrythmus.

Bei mir sind es die beiden verrückten Fellnasen.

Ich muss einiges zurückstecken, bin eher unspontan was schnelle Unternehmungen angeht, kann nicht einfach grad mal paar Tage wegfahren, werde oft schief angeguckt, denn ZWEI Hunde zu halten, grenzt ja schon an Asisozialität (im übrigen genau so, wie mehrere Kinder zu haben – sagen zumindest meine Nachbarn…ICH schüttle über solche Aussagen nur müde den Kopf…).

Ist mir aber alles wump-schnurz-piep-egal!! Denn diese beiden Viecher geben mir mehr zurück, als manch ein Mensch es jemals könnte.

Sicher habe ich Arbeit mit den Hunden, Sie kosten Geld, Steuern, Futter, Tierarzt. Aber ich habe zuhause kostenlose Psychologen rumliegen, die mir IMMER zu hören, mich treu anschauen. Ihr weiches Fell fühlt sich unter meinen Fingern an wie Samt und Seide, was mir ein Wohlgefühl bereitet. Sie fangen jede meiner Stimmungen auf, wenn ich fröhlich bin, kaspern die beiden – besonders Alf – Stundenlang mit mir rum, wenn ich traurig bin, legt Loki ihre graue Hundeschnauze auf mein Bein, als ob Sie sagen wollte:“ Wird schon wieder Frauchen, die Welt dreht sich weiter!!“

Wenn ich mal nicht weiter weiß, schnappe ich die beiden, gehe Stundenlang durch den Wald, atme durch und die Welt erscheint mir klarer. Ich lerne tolle Leute durch die Hunde kennen, denn wer Kinder oder/ und Hunde hat, hat IMMER was zu erzählen.

Die beiden machen keinen Unterschied zwischen Alt&Jung, arm und reich, Sie merken wer gut oder böse ist, aber ansonsten lieben Sie jeden, der ihnen ein Leckerchen oder eine Streicheleinheit gibt.

Hunde machen einem keine Vorwürfe, wenn man mal wieder länger gearbeitet hat, oder schlechte Laune hat, unausgeschlafen ist, Sie sind Freund in guten und in schlechten Zeiten!

Natürlich MUß ich bei Wind und Wetter raus, egal wie ich mich fühle. Und gerade DAS hat mich recht gesund durch den Winter gebracht.

Selbst auf der Arbeit sind die beiden ein Highlight für manch eine alte Dame oder Herrn.

Wenn Alf seine Kunststücke macht und Loki schmusend zu Füßen der Leute liegt, strahlen die Gesichter und alle Sorgen sind für einen Moment vergessen.

JA, ich liebe meine Hunde, ich würde Sie niemals für alles Geld der Welt eintauschen, denn Sie lieben mich und geben mir mehr, als man mit Geld bezahlen könnte. Dafür nehme ich auch einige Einschränkungen in Kauf.

Denn schon Heinz Rühmann, ein bekennender Dackelfan, sagte:

„Ein Leben ohne Hunde wäre möglich, aber Sinnlos!“

Und somit ziehe ich meinen Regenparka an, schnappe mir Leine und Halsband und verschwinde mit meinen Vierbeinigen Freunden in den Wald!!

Gibt es ein schöneres Hobbie?

NEIN!!